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Otterfinger Bürgerentscheid: Initiatoren feiern eindeutiges Ergebnis

Klares Votum für alten Standort

Von Robin Schenkewitz

Vor knapp einer Stunde ist die Wahl zum Bürgerentscheid über den Standort des Otterfinger Sportzentrums zu Ende gegangen. Bei einer überraschend hohen Wahlbeteiligung gab es ein noch deutlicheres Ergebnis. Die Befürworter des alten Standortes haben sich durchgesetzt. Eine herbe Niederlage für Bürgermeister Jakob Eglseder.

Die Initiatoren des Bürgerentscheids durften sich heute Abend über einen eindeutigen Sieg freuen.
Die Initiatoren des Bürgerentscheids durften sich heute Abend über einen eindeutigen Sieg freuen.

Die Frage beim heutigen Bürgerentscheid lautete: „Sind Sie dafür, dass das neue Sportzentrum am bisherigen Standort für unsere Gemeinde angemessen und finanzierbar entwickelt wird?“ Und seit wenigen Minuten ist klar: die Befürworter dieser Lösung haben gewonnen.

Um 18:43 Uhr verkündete Wahlleiter Tobias Riesch das vorläufige Ergebnis der Bürgerentscheids. Demnach haben fast 72 Prozent der heutigen Wähler für einen Erhalt des Sportzentrums am Nordring plädiert. In Zahlen sind das 1.580 Stimmen. Damit haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens am heutigen Tag einen klaren Sieg errungen.

Thema hat die Wähler mobilisiert

„Wir freuen uns über das Abstimmungsergebnis. Die Vernunft hat sich durchgesetzt. Wir hoffen, dass der Bürgerwille jetzt zügig umgesetzt wird“, so Hertha Böhner, Josef Killer und Christl Scholz in einer gemeinsamen Erklärung. Dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausfällt, damit haben die Gegner des geplanten neuen Standortes aber auch nicht gerechnet.

Das Ergebnis zeige, was der Bürgerwille bewegen kann, glaubt Killer. Entscheidend für das gute Abschneiden war wohl auch die hohe Wahlbeteiligung von über 60 Prozent. Dass die Bürgerinitiative ihre Wähler besser mobilisiert habe, glauben die drei Initiatoren aber nicht.

Es war einfach ein Thema, das die Leute bewegt hat.

Ähnlich sieht es auch Gemeinderätin Ulrike Stockmeier (FWG). Der Wähler habe heute mit dem Kopf gewählt und sich für die Vernunft entschieden, glaubt Otterfings Zweite Bürgermeisterin. Sie habe im Vorfeld gehofft, dass das Ergebnis so klar ausfallen würde.

Für Andreas Eichhorn von der SPD ist die Entscheidung der Bürger nun ein eindeutiger Auftrag. Nun sei es an der Zeit eine spezifische Planung auszuarbeiten und im Gemeinderat die baurechtlichen Rahmenbedingungen für eine Entwicklung am Alt-Standort festzusetzen.

Eglseder spricht von Shitstorm

Eine herbe Niederlage bedeutet das Ergebnis allerdings für Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU). Gemeinsam mit dem Vorstand der CSU hatte er sich für eine Verlagerung an die Kreuzstraße ausgesprochen. Mit dem Ergebnis habe er jedoch fast schon gerechnet, so Eglseder heute.

In der kommenden Gemeinderatssitzung werde er die anderen Fraktionen dazu aufrufen, ihre in den vergangenen Wochen erarbeiteten Ideen zum Sportzentrum in die Planung einzubringen. Zudem müsse der TSV einen Schritt in Richtung Pachtvertrag machen. „Sie müssen endlich die Verträge unterschreiben, damit klar ist, das wir das auch für den TSV machen“, so Eglseder.

Persönlich sei er fast schon froh, dass die Abstimmung nun vorbei sei. In den vergangenen Tagen sei ein regelrechter Shitstorm über ihn und die Befürworter der Verlagerung hereingebrochen:

Offenbar können redliche Bürger nicht mal mehr ihre Meinung sagen, ohne üble Nachrede fürchten zu müssen. Das Ergebnis ist eindeutig, aber die Begleitumstände waren kriminell.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen sich ab dem heutigen Tag jedenfalls zurückhalten. „Unsere Mission ist beendet. Wir übergeben das Thema jetzt wieder dem Gemeinderat“, kündigte Killer heute nach der Entscheidung an.

Hier noch das vorläufige Endergebnis:

61 Prozent Wahlbeteiligung
1.580 JA-Stimmen
620 Nein-Stimmen

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