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CSU-Bürgermeisterkandidat will TTT-Verwaltung auf den Prüfstand stellen

Christian Köck mit großer Rückendeckung

Von Robin Schenkewitz

Mit einer emotionalen Rede stimmte Rottachs CSU-Bürgermeisterkandidat Christian Köck am Freitag seine Partei auf den anstehenden Wahlkampf ein. Künftig will Köck mit Ortsverbundenheit und klaren Zielen punkten. Dabei machte er klar, was unter ihm als Bürgermeister zukünftig besser laufen soll.

Die Basis hat Köck jedenfalls überzeugt. Sie sprach ihm mit einem deutlichen Ergebnis das Vertrauen aus. Dabei erreichte der 42-Jährige ein fast kommunistisches Ergebnis von annähernd 100 Prozent.

In einer guten Rede musste Köck die Basis von sich überzeugen
In seiner Rede wollte Christian Köck die CSU-Basis von sich überzeugen.

Schon seit Längerem ist klar, dass der CSU-Vorstand den derzeitigen Gemeinderat Christian Köck als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken will. Laut dem Vorsitzenden Thomas Forche die richtige Entscheidung. „Er kann entscheidende Impulse setzen und diese dann auch wortgewandt vermitteln“, so Forche.

Und auch Köck sieht sich der Herausforderung gewachsen. „Für mich ist das der logische Schritt, denn ich möchte mich in der Kommunalpolitik weiterentwickeln“, erklärte Köck auf der Nominierungsveranstaltung am Freitag, die im Rottacher Seeforum stattfindet.

Kunde statt Bittsteller

Christian Köck hat sich vorgenommen, die Zukunft der Gemeinde aktiv mitzugestalten. Doch auf dem Weg dahin galt es zuerst die Basis von sich zu überzeugen. Der 42-Jährige musste sich klar positionieren, was er in Zukunft anders machen möchte als der bisherige Amtsinhaber von den Freien Wählern. Dafür stellte er seine Ziele vor, sowie die Bereiche, bei denen für ihn noch Handlungsbedarf besteht.

Und so erklärte der Unternehmer, dass er als Bürgermeister eine „Politik der offenen Tür“ pflegen möchte. Dazu gehört auch, das Rathaus als Dienstleistungsbetrieb für die Bürger zu positionieren. „Das bedeutet natürlich, dass man die Bürger wie Kunden und nicht wie Bittsteller behandelt“, so der designierte Bürgermeisterkandidat.

Kritik an der TTT

Probleme sieht Köck allerdings auch in der derzeitigen Kommunikation mit dem Landratsamt. Hier werde ein Schwarzer-Peter-Spiel betrieben, das so nicht förderlich sei. Daher möchte er wieder in einen Dialog treten, sodass insbesondere bei Bauvorhaben nicht mehr so häufig überstimmt wird.

Deutliche Kritik übte der CSU-Kandidat dann noch an der TTT. Man müsse die Kommunikation der touristischen Organisation deutlich verbessern. Dabei müsse ein Umdenken stattfinden, wie man die kleinen Gastbetriebe besser unterstützen kann. „Denn die sind es, die den Tourismus hier erst groß gemacht haben“, so Köck. Außerdem sei es seiner Meinung nach wichtig, den Verwaltungsapparat zu verschlanken:

Wir hemmen uns selbst. Während andere rausgehen und ihre Arbeiten machen können, sind wir häufig mit Verwaltungssachen befasst.

Vorstand Thomas Forche stellte dann noch einmal ganz klar die Zielsetzung der CSU Rottach-Egern heraus. Man wolle im nächsten Jahr die Mehrheit im Gemeinderat stellen – und natürlich auch den Bürgermeister.

So sieht die Mannschaft aus, die die CSU ins Rennen um den Gemeinderat schickt.
So sieht die Mannschaft aus, die die CSU ins Rennen um den Gemeinderat schickt.

Im Anschluss wurde die Wahl für Köck zu einem echten Erfolg. Mit einem beinahe schon kommunistischen Ergebnis von knapp 97 Prozent der Stimmen wurde er als Bürgermeisterkandidat der CSU nominiert. Dieselbe Zustimmung erhielt dann auch seine Mannschaft für den Gemeinderat, bei der etliche jetzige Gemeinderäte wieder antreten.

Für Köck ein gutes Signal, mit dem man nun gestärkt in den Wahlkampf gehen kann. „Wir haben Großes vor. Das ist genau die Rückendeckung, die wir gebraucht haben.“

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