Kommentar

Von unerfüllbaren Wünschen nach lärmbefreiten Bauarbeiten

Von Steffen Greschner

Bei der neuen Realschule in Gmund geht es weiter voran. Heute hat sich der Lenkungsausschuss in Miesbach auf eine Firma für die Umsetzung des Millionen-Projektes geeinigt. “Der Beste von drei Kandidaten hat sich durchgesetzt,” so Ernst Dieckmann, Pressesprecher im Landratsamt.

Doch wer auch immer am Ende den Zuschlag erhält, einige wenige Anwohner in der Bernöckersiedlung sind vier Monate vor geplantem Baubeginn hörbar aufgeschreckt. Der einsetzende Reflex ist dabei immer der gleiche.

Auf dieser Fläche wird die neue Realschule entstehen. Rechts befinden sich die Gleise und dahinter die Bernöckersiedlung.

Egal, ob neue Realschule oder einfach die Garage des Nachbarn – jegliche bauliche Aktivität wird im Tegernseer Tal sofort von stark ruhebedürftigen Anwohner kritisiert und mit juristischen oder verbalen Klagen überhäuft.

Erst gestern konnte man dieses Phänomen im Merkur nachlesen. So richtig verstehen kann und muss man das aber nicht. Denn dass eine Baustelle oft ärgerlich und störend ist, sollte jedem klar sein. Dass sie aber auch zeitlich begrenzt und bewiesenermaßen der einzige Weg ist, Veränderungen herbeizuführen, hoffentlich auch.

Wir können nicht erwarten, dass das Tegernseer Tal modern bleibt, die Infrastruktur sich verbessert und das Ortsbild an Attraktivität gewinnt, wenn wir gegen jegliche Belästigung, sei es Lärm, Schmutz oder Sichtminderung sofort die Rechtschutzversicherung bemühen.

Letzlich liegt es an allen Beteiligten, ein gutes Miteinander zu erwirken. Und mit etwas Geduld und ein wenig Rücksicht ist dies auch möglich.

Bleibt zu hoffen, dass zukünftige bauliche Veränderungen im Tegernseer Tal, vor allem solche, die der Allgemeinheit nutzen, nicht immerzu durch allzu penible Anwohner und deren Klagen sowie Proteste unnötig in die Länge gezogen und teurer gemacht werden. Denn das nützt am Ende niemandem. Außer vielleicht der Presse oder der Themenfülle an den Stammtischen.

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