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Partei fordert Teil der Wahlkampfkosten

Jakob Kreidl zahlt CSU 17.000 Euro zurück

Erneute Hiobsbotschaft für den ehemaligen Landrat Jakob Kreidl. Bisher war bekannt, dass die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.

Dazu fordert die Sparkasse 1,7 Millionen Euro. Jetzt muss Kreidl auch noch der CSU Geld zurückzahlen.

Jakob Kreidl muss der CSU 17.000 Euro zurückzahlen. Archivbild
Jakob Kreidl muss der CSU 17.000 Euro zurückzahlen. Archivbild

Es war die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs, als die Affäre um den damals noch amtierenden Landrat Jakob Kreidl einen neuen Höhepunkt erreichte. Trotzdem hielt der CSU-Kreisverband auch nach einer Krisensitzung am 12. Januar am Spitzingsee an ihrem Kandidaten Jakob Kreidl fest.

Erst am 25. Februar, wenige Wochen vor der Wahl, verzichtete Kreidl dann selbst auf eine mögliche Wiederwahl. Doch da konnte die CSU keinen neuen Kandidaten mehr ins Rennen um den Landratsposten schicken. Die gesetzlichen Fristen waren abgelaufen. Plakate und Wahlwerbung für ihren Spitzenkandidaten schon längst gedruckt und verteilt.

CSU bittet Kreidl zur Kasse

Lange wurde gerätselt, wie teuer Ex-Landrat Jakob Kreidl sein Rücktritt als CSU-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl zu stehen kommt. Nun wird erstmals die Summe bekannt, die Kreidl der Partei erstatten muss: 17.000 Euro, wie Alexander Radwan als CSU-Kreisvorsitzender der Tegernseer Stimme bestätigt. Bei der letzten Sitzung habe das Gremium der Miesbacher CSU auf eine einvernehmliche Lösung mit Kreidl gedrungen. Vereinbart worden sei eine Kostenteilung. „Einen Teil der 17.000 Euro“, so Radwan, „hat Herr Kreidl bereits erstattet.“

Wie teuer der Wahlkampf für die CSU insgesamt war, darüber wollte der Miesbacher CSU-Chef keine Angaben machen. Politisch kam er die Partei ohnehin schon teuer genug zu stehen: Nicht nur, dass Kreidls Posten als Landrat mit Wolfgang Rzehak erstmals von einem Grünen Politiker übernommen wurde. Auch parteiintern leckte man lang die Wunden und erholt sich nur langsam. Die Affäre Kreidl war ein schwerer Image-Schaden für die siegesgewohnte CSU im Landkreis.

Es droht weiteres Ungemach

Viel teurer für Kreidl könnte es allerdings werden, wenn die Kreissparkasse auf ihren Forderungen bestehen sollte: 1,783 Millionen Euro an Schadenersatz stehen seit Anfang Oktober im Raum. Ob auch der Landkreis Miesbach Schadenersatzansprüche anmelden wird, ist bislang noch nicht bekannt. Auch der Rechnungsprüfungsausschuss des Kreistags hatte erhebliche Verfehlungen Kreidls zu Tage gefördert.

Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts auf Untreue gegen den ehemaligen Landrat. Kreidl stehen also auch weiterhin stürmische Zeiten ins Haus.


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