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Insolvenz von May-Klinik macht es möglich

Kreuth errichtet Hochwasserschutz

Von Robin Schenkewitz

Es ist schon ziemlich lange her, seit in Kreuth das letzte Mal über eine Geschiebesperre im Enterfelserbach verhandelt wurde. Anlässlich des Hochwassers im Jahre 1993, in dem große Teile von Enterfels überflutete wurden, entschied sich der Gemeinderat vier Jahre später dazu, eine solche zu bauen.

Damals scheiterte das Vorhaben jedoch an dem Veto des Eigentümers der May-Klinik. Durch die Entwicklungen der letzten Zeit ist der Weg für das Projekt nun frei.

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Oberhalb des Hauptgebäudes der ehemaligen May-Klinik soll die neue Geschiebesperre – auch Geröllsperre genannt – errichtet werden. Dies ist eine sogenannte durchströmte Stauanlage, die der Verminderung der Fließgeschwindigkeit dient.

Mit dem Bau soll in Zukunft ein Über-die-Ufer-Treten des dortigen Wildbachs verhindert werden. Darüber hinaus stellt es einen veritablen Beitrag zum Murenschutz dar.

Letzte Details geklärt

Legte vor 15 Jahren der Eigentümer der Klinik noch sein Veto gegen den Bau ein und verhinderte die Zufahrt über seinen Privatweg, so wurden seit der Insolvenz die Verhandlungen wieder aufgenommen. Mit dem Insolvenzverwalter sind nun die letzten Details geklärt, sodass ab Herbst mit dem Bau begonnen werden kann.

Im Zuge dessen sind, laut Aussage von Bürgermeister Josef Bierschneider, auch noch weitere Maßnahmen geplant: „Wir werden oberhalb und unterhalb der Sperre den Bachverlauf weiter ausbauen, damit dieser auch von beiden Seiten abgesichert ist.“

Frühzeitige Planung spart Geld

Die Kosten für die geplanten Maßnahmen belaufen sich dabei auf 78.000 Euro. „Heutzutage muss sich die Gemeinde in der Regel mit 50 % an den Kosten beteiligen. Dadurch, dass hier noch die alte Vereinbarung gilt, fallen für uns allerdings nur 30 % an“, konnte der Rathaus-Chef auf der letzten Gemeinderatssitzung berichten.

Links fließt der Bach, der in der Nähe eine Geschiebesperre erhalten soll.

Dieser Posten ist auch bereits im diesjährigen Haushalt berücksichtigt worden. Für alle weiteren Kosten und auch den zukünftigen Unterhalt der Anlage ist das Wasserwirtschaftsamt zuständig.

Somit wächst auch die Zuversicht, dass ein Hochwasser, wie es 1993 den Kreuther Ortsteil heimsuchte, nun für eine lange Zeit verhindert werden kann.


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