Was Wanderer jetzt zahlen

Kreuth macht Parken teurer

Nach Bad Wiessee erhöht heuer auch das Bergsteigerdorf Kreuth die Parkgebühren. Der neue Preis ist human – trotzdem dürfe sich der ein oder andere Wanderer ärgern.

In Kreuth wird parken ab März teurer

Nach Bad Wiessee wird auch Kreuth heuer an der Schraube für Parkgebühren im Ort drehen. Bisher konnte man in Kreuth noch verhältnismäßig günstig parken. Auf den Wanderparkplätzen zwei Euro für Parkzeiten bis zu drei Stunden und drei Euro über drei Stunden. Eine halbe Stunde konnte man hier umsonst parken. Innerorts sogar bis zu zwei Stunden.

Nun soll es eine neue Regel geben. „Wir haben uns wegen des Haushalts Gedanken gemacht, haben aber auch mit dem Bergsteigerbus eine Möglichkeit geschaffen, zu den Ausgangspunkten von Wanderungen zu gelangen. Das ist für Gäste eine Möglichkeit öffentlich anzureisen“, rechtfertigt Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) die Entscheidung. Der Bergsteigerbus ist eine Einrichtung der Gemeinde Kreuth und steht Wanderern im Ort kostenlos zur Verfügung.

Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung lautete deshalb: Innerorts soll das Parken für zwei Stunden kostenfrei sein. Bis zu drei Stunden sollen vier, und ein Tagesticket fünf Euro kosten. Auf den Wanderparkplätzen sollen nur 30 Minuten frei sein. Weiter fallen folgende Kosten an: Zwei Stunden – 3 Euro, drei Stunden – 4 Euro und ein Tagesticket 5 Euro. Für Wohnmobile soll die Nachparkgebühr von fünf auf zehn Euro erhöht werden. Das Ticket für Jahresparker bleibt preislich gleich.

Gemeinderat ist sich einig

Markus Wrba (FWG) findet: „Das ist der richtige Weg, weil wir ein Angebot anbieten und den Bergsteigerbus haben. Wohnmobile nehmen die sanitären Anlagen in Anspruch. Beim Seniorenbus sollte man schauen, ob man nicht eine talweite Lösung beanspruchen kann. Ich denke da kann man eine andere Verhandlungspositionen einnehmen.“ Kreuth hat sich dazu entschlossen aufgrund der angespannten Haushaltslage im Gegensatz zu den anderen Talgemeinden nicht in ein Seniorenticket zu investieren. Das würde die Gemeinde nochmal rund 40.000 Euro kosten. Sebastian Marschall sieht es wie sein Parteikollege:

Es ist der richtige Weg, die Gebühren zu erhöhen. Die Münchner sind es gewohnt so viel zu zahlen. Ein Tag für fünf Euro ist voll in Ordnung. Vielleicht hätte man sogar noch ein bisschen höher gehen können.

Auch Martin Walch (SPD) sieht den Bergsteigerbus als echte Alternative, zumal er kostenlos sei. Einstimmig entschied sich der Gemeinderat am gestrigen Donnerstag die Gebühren ab dem 15. März anzupassen.

Zum Vergleich: In Bad Wiessee kostet ein Tagesticket aktuell zwischen acht und zehn Euro. In Gmund kann man eine Stunde kostenlos parken, bis zu drei Stunden kosten dann zwei Euro und für über drei Stunden werden drei Euro fällig. Eine talweite Lösung für Parkgebühren wird derzeit nicht angestrebt. Bierschneider erklärte dazu im vergangenen Jahr, er halte das für schwierig, da in jeder Gemeinde eine andere Situation vorherrsche.

 


 

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