Was jeder Bürger für Kreuth tun kann

von Rose Beyer

Viele kleine Puzzlesteine sollen am Ende DAS EINE große Bild ergeben. Peter Gloggner möchte mitwirken an der Energiewende und möglichst viele andere auch dazu animieren. Wie kann dies gelingen? Wir haben mit ihm gesprochen.

Peter Gloggner will die Energiewende in vielen kleinen Schritten

„Eigentlich ist jeder Kreuther Bürger Energiebeauftragter.“ Das findet Peter Gloggner. Bisher hatte dieser aktiv im Arbeitskreis Energie in der Gemeinde mitgewirkt. Jetzt wurde der Pointer zum ehrenamtlichen Energiebeauftragten bestellt. Die Bestellung erfolgte recht formlos in der vergangenen Gemeinderatssitzung durch Bürgermeister Josef Bierschneider.

Gemeinde als Vorbild

„Ich kann nur Anregungen geben“, meint Gloggner bescheiden. Angefangen habe er in den kommunalen Einrichtungen. Sozusagen als Vorbildcharakter, damit auch die Bürger aktiv werden. Beispielsweise habe man inzwischen zahlreiche Straßenlampen durch energiesparende LEDs ersetzt. Und die Kreuther Grundschule trägt nicht zuletzt dank Gloggners Drängen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

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In der Grundschule finden zudem regelmäßig Energietage statt, die der Aufklärung in Sachen Energie und Klima dienen. Man kann nicht früh genug anfangen damit, findet Gloggner. Wobei ihm wichtig ist, dass dies „ohne erhobenen Zeigefinger“ geschieht. So dienten einige durchgeführte Energiespaziergänge für Erwachsene dazu, Wärmeverlusten auf die Spur zu kommen und gegenzusteuern.

In vielen kleinen Schritten will der Energiebeauftragte vorankommen. Dabei ist er froh, einen aufgeschlossenen Bürgermeister und Gemeinderat hinter sich zu wissen. „Aber Wunder können die auch nicht bewirken“, meint er. „Aber immerhin läuft man nicht gegen Wände.“

Eigenes Verhalten hinterfragen

„Ich würde mir mehr Photovoltaikanlagen wünschen“, visioniert Gloggner als nächste Ziele. Leider sei das Thema etwas „eingeschlafen“, nicht zuletzt deshalb weil es keine guten finanziellen Förderungen mehr gebe. Ganz kleine Dinge wären auch schon gut. Zum Beispiel, dass man sich zu gemeinsamen Terminen zu Fahrgemeinschaften zusammenschließt. Aber meist denke man einfach nicht daran, sich abzustimmen oder aber es hapere vielleicht am guten Willen des Einzelnen.

„Die Leute sollten nicht immer in Heller und Pfennig rechnen“, findet der Energiebeauftragte. Jeder könne sein eigenes Verhalten hinterfragen und schauen, wo er Energiesparen kann. Jeder hat schon seine Vorlieben – das Zweitauto, in Urlaub fliegen etc. – aber dann sollte er halt woanders sparen.

Eine Herzensangelegenheit wäre Gloggner die Umsetzung eines kleinen Nahwärmenetzes. Die wäre aber noch lange nicht in greifbarer Nähe, mutmaßt der (Un-)Ruheständler.

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