Landräte drängen auf MVV-Beitritt

Egal ob BOB, Bus oder S-Bahn

Bei einem Arbeitstreffen der beiden Landräte Wolfgang Rzehak und Josef Niedermaier haben beide Politiker betont, dass der Beitritt in den Verkehrsverbund MVV vorangetrieben werden soll. Damit soll das Oberland näher an die Stadt München rücken.

Andreas Päschel (RVO-Niederlassungsleiter), Bernd Rosenbusch
(MVV-Geschäftsführer), Landrat Josef Niedermaier, Landrat Wolfgang Rzehak

Ein Beitritt des Landkreises Miesbach könnte die Verkehrsprobleme entschärfen“, so Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak, „der öffentliche Personennahverkehr mit dem Bus und auf der Schiene muss endlich eine verlässliche, moderne Alternative zum Autoverkehr sein.“

An dem Gespräch nahmen neben den Landräten auch die Verkehrsexperten der Ämter teil, sowie der MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch und Vertreter des Busanbieters RVO. Rosenbusch schilderte die Vorteile einer Ausdehnung seines Verkehrsverbundes in das Oberland nach dem Motto „1 Ticket, 1 Netz, 1 Fahrplan“. Der Beitritt des Landkreises Miesbach und des kompletten Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen soll vermutlich 2022, spätestens aber Ende 2023 stattfinden.

Wie geht es jetzt konkret weiter?

Es ist geplant, dass neun Landkreise – meist aus dem südlichen Bayern – sowie die kreisfreien Städte Landshut und Rosenheim dem Verbund beitreten. Als erster Schritt soll nun eine Grundlagenstudie durchgeführt werden.

Teil dieser Studie wird eine Erhebungsphase in den Jahren 2020/2021 sein, in deren Folge die „vorhandenen verkehrlichen Verflechtungen“ analysiert, sowie die Kosten und Tarifierung abgeschätzt werden sollen. Ab Mitte 2021 könnten dann konkrete Beitrittsverhandlungen geführt werden.

Große Einigkeit bestand darüber, dass der Busverkehr ausgeweitet werden muss. Die Regionalbusse sollen zu Zubringern für die Schiene werden. Weiter vorangetrieben werden soll auch der sogenannte Alpenbus, der eine wichtige Ost-Westverbindung etablieren soll.


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