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Spezialbrille macht Alkoholkonsum erlebbar

Rzehak bei „Alko-Fahrtest“ durchgefallen

Von Maxi Hartberger

Wolfgang Rzehak setzt sich mit 0,8 Promille hinters Steuer und rast ungebremst in Straßenmarkierungen. „Der Landrat hat ois zsamm gfahrn“, so die Polizeihauptmeisterin. Zum Glück saß der Landrat nur auf einem Tretauto.

Landrat Wolfgang Rzehak fährt mit 0,8 Promille Auto ...
Landrat Wolfgang Rzehak fährt mit 0,8 Promille Auto …

„Der Landrat hat ois zsamm gfahrn“, äußert sich Polizeihauptmeisterin Barbara Nüßlein zum Unfall. Wie gestern bekannt wurde, setzte sich Rhehak „betrunken“ hinters Steuer und das hatte fatale Folgen: Mit 0,8 Promille raste er ungebremst in orange-weiße Pylonen, die zur Orientierung auf der Straße aufgebaut wurden. „Das musste ja so kommen“, erklärt Pressesprecher Birger Nemitz in einer Pressemitteilung.

Betrunken Auto gefahren – ist das das Ende seiner politischen Karriere? Wie sehen die Konsequenzen für den Landrat aus? Folgt nun ein Strafverfahren gegen den Gmunder?

Spezialbrille macht Alkoholkonsum erfahrbar

Nein natürlich nicht – Der Landrat war gestern mit seinem Tretauto unterwegs. Eine Spezialbrille machte ihn so betrunken, dass er mit dem Auto ungebremst in die Plastikhütchen raste. Dabei erklärt Nemitz:

Er war selbstverständlich vollkommen nüchtern.

Denn im Rahmen der Aktionstage der Deutschen Verkehrswacht und der Kreisverkehrswacht machte sich der Landrat ein wenig zum Affen – doch mit Witz und Spaß verdeutlichte er den Schülerinnen und Schülern der BOS wie ernst in Wirklichkeit solch ein Verhalten ist.

Junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren sind überdurchschnittlich oft in schwere oder gar tödliche Verkehrsunfälle verwickelt. Die Hauptursachen seien vor allem Selbstüberschätzung und Unerfahrenheit. Durch die Aktionstage konnten die Schüler ganz risikofrei Erfahrungen sammeln: Von einem Aufprallsimulator bis zu der Spezialbrille, mit der Rzehak den Unfall auf dem Tretauto gebaut hat, war den Jugendlichen einiges geboten.

Auto überschlägt sich

Sogar ein roter Mini wurde samt Insassen auf den Kopf gestellt. „Es ist wirklich sehr schwer, sich aus dem Sicherheitsgurt zu befreien, wenn man kopfüber drin hängt und der Gurt voll anspannt“, erklärt Hauptkommissar Peter Starnecker den Ernst der Lage. Er zeigt den Schülern wie man sich nach einem Überschlag durch das Abstützen am Dach von dem Gurt befreien kann und so schlimmere Folgen vermeidet.

„Diese Aktion der Verkehrswacht hat wirklich ein überzeugendes Konzept“, so Rzehak nach den eher witzigen, aber doch auch ernsthaften Praxis-Erfahrungen. „Jugendliche können gefahrlos Situationen ausprobieren“ und zum Beispiel lernen, was es heißt, wenn unter Alkoholeinfluss das Sehfeld eingeschränkt wird, Entfernungen nicht mehr zu schätzen sind oder das Gefühl für Geschwindigkeit verloren geht. „Pädagogik funktioniert doch immer am besten, wenn man sie mit Spaß kombiniert“, ist sich Rzehak sicher.

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