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Bad Wiessee vor dem Umbruch?

Landratsamt bewilligt SME-Hotel

Wie berichtet, warten die Investoren der Sports Medicine Excellene Group (SME) auf eine Zusage aus Miesbach für ihr Aktivitäts-Hotel in Bad Wiessee. Jetzt hat das Warten bald ein Ende.

Aktivitätshotel Bad Wiessee: Ansicht Süd- und Westflügel mit Gartenanlage, Blickrichtung West / Quelle: SME

Es soll ein Luxushotel mit Medizinzentrum auf dem ehemaligen Jodbad-Gelände entstehen. Die Verträge, die die Gemeinde 2015 für die denkmalgeschützte Wandelhalle auf dem 20.000 Quadratmeter großen Areal unterzeichnet hat, sahen zunächst eine weitere Sportsclinic von SME vor. Doch die Investoren und Mediziner aus der Schweiz, Florian Kamelger und Andreas Bänziger, tauften ihr Projekt in ein Aktivitätshotel um.

Nur die Architektur von Matteo Thun bleibt. Sie soll 119 Zimmer, eine gehobene Gastronomie und ein separates medizinisches Funktionsgebäude umfassen. Bauherrin ist die SME-Tochter „SCA Immo GmbH“ in Innsbruck. Sie kann bald mit genehmigten Bauplänen des Landratsamts rechnen, wie dessen Pressesprecher Birger Nemitz auf Nachfrage erklärt.

Bauherren erhalten in den nächsten Tagen Post

Es sei eines der umfangreichsten Projekte, welches das Staatliche Bauamt seit langem zu prüfen und zu bewilligen hatte, so Nemitz. Während Außenstehenden die Verfahrensdauer sehr lange vorkam, zeigt sich Nemitz „erfreut, dass die Kollegen in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und der Gemeindeverwaltung innerhalb von so kurzer Zeit eine Genehmigung erarbeiten konnten“.

Während die Pumpeneinhausung für die Adrianusquelle und das neue Badehaus der Gemeinde schon bewilligt seien, würden „im Moment die Genehmigungen für das Hotel und die Wandelhalle ausgefertigt werden“. Die Bauherren sollen in den nächsten Tagen entsprechende Post vom Landratsamt erhalten.

Baugenehmigung ist auch Zahltag für SME

Danach könnten die Abbrucharbeiten beginnen. Da der Abriss des Jodbades und die Tiefbauarbeiten laut Nemitz für die neuen Bauten Hand in Hand gehen sollen, „waren wir uns einig, dass es sinnvoll ist, nicht vorher mit Abbrüchen zu beginnen“. So könnten die Belastungen für die Anwohner im Rahmen gehalten werden.

Außerdem ist es natürlich auch nicht kostenbewusst, Baumaschinen zweimal kommen zu lassen.

Sind die Baubewilligungen da, so Kamelger nun zur Tegernseer Stimme, würde umgehend „die Gemeinde informiert werden“. Schließlich handele es sich dann für alle „Beteiligten um wichtige Meilensteine“.

Rathauschef Peter Höß wird sicher auch aus finanziellen Gründen dem positiven Bescheid entgegenblicken, denn mit der Baugenehmigung rückt der Zahltag näher. Dann werden 7,5 Millionen Euro als Kaufpreis fällig, die SME an die Gemeinde überweisen muss.

Südflügel des Aktivitätshotels im Hintergrund. Vorne rechts: Ansicht des medizinischen Zentrums. Quelle:SME

Viel sieht der Kämmerer nicht davon, denn die Gemeinde muss laut Höß dann gleich Kredite tilgen. Zwölf Millionen Euro hatte sie 2011 aufbringen müssen, um das insgesamt 100.000 Quadratmeter umfassende Jodbad-Gelände von den holländischen Vorbesitzern zu bekommen. Darunter sind auch 15.000 Quadratmeter am See etwa und Flächen am Terrassenhof. Mit den SME-Millionen könnten laut Höß die „Kredite größtenteils zurückgeführt werden“.

Vielleicht erlebt die Gemeinde noch vor Weihnachten die Bescherung?


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