Lateinamerikanische Küche für Tegernsee

von Sabiene Hemkes

An den Orten rund um den beschaulichen Tegernsee kann man einen gastronomischen Streifzug durch die Küchen der Welt starten. Kulinarische Gaumenfreuden aller Kontinente, Sterneköche und die lokale Küche vereinen sich im Tegernseer Tal. Ein heimischer Gastronom vermisst jedoch einige lieb gewonnene Gerichte sehr. Das will er im Sommer in seinem neuen Lokal in Tegernsee ändern.

Die Seele Lateinamerikas soll an der Tegernseer Hauptstraße einziehen

Vor drei Wochen haben wir über die Neueröffnung eines Bistros in Tegernsee berichtet. Dort, wo früher Dirndl verkauft und gelagert wurden, soll im Sommer das neue Bistro eröffnet werden. Ein interner Ladentausch macht es möglich. Die Dirndl-Truhe zieht vom linken in den rechten Teil des Gebäudes.

Grund für den Seitenwechsel ist die Nähe zum benachbarten Biergarten des Seehotels zur Post am Tegernsee, der zum Teil auch für das neue Bistro genutzt werden soll. Da Florian Riethmüller, der Betreiber des Seehotels, auch Betreiber des neuen Bistros sein wird, passt das eigentlich gut.

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Der Sommertermin ist ambitioniert

Einziger Haken an der neuen Aufteilung ist, dass die Bürokratie mit voller Wucht zuschlägt. Umbauten und Anpassungen werden benötigt und eine Nutzungsänderung für das Gebäude muss beantragt werden, bevor der Wirt eine neue Konzession für das Restaurant beantragen kann. Nicht so einfach, wie Riethmüller bestätigt:

Wir müssen einige Auflagen erfüllen und beim Landratsamt Anträge stellen. Das dauert bekanntlich seine Zeit.

Trotzdem bleibt der Hotelbetreiber optimistisch. Der Rat der Stadt Tegernsee begrüßt das Projekt, dass den unschönen Dauerbetreiberwechsel und den drohenden Leerstand beseitigt. Auch in der Bauausschuss-Sitzung der Stadt am Montag wurde der Antrag des Bauherrn auf Baugenehmigung für die Nutzungsänderung wohlwollend behandelt. Die Annahme des Antrags erfolgte mit einer einvernehmlichen Abweichung von der Gestaltungssatzung einstimmig. Nur kleinere Nachbesserungen wurden eingefordert. Nun aber ist das Landratsamt am Zug.

Leidenschaft für Lateinamerika

Für Mitte Mai rechnet der positiv gestimmte Gastronom nun mit der Freigabe der Nutzungsänderung. “Dann kann ich die neue Konzession beantragen”, erläutert Riethmüller seine weitere zeitliche Planung. Das brauche dann seine Zeit, meint er noch augenzwinkernd. Aber wenn alles so laufe, wie er es sich erhofft, dann werde man zu Beginn der Sommerferien das “La Casa 7” – ausgesprochen La Casa siete – eröffnen können, erzählt der Wirt und lässt damit die Katze aus dem Sack.

Das Bistro des Seehotel Post wird die typischen Speisen und Getränke aus Mexiko sowie ganz Lateinamerika auf der Speisekarte anbieten. Die Erklärung für die etwas überraschende kulinarische Orientierung liefert der Betreiber gleich mit:

Ich war jeweils sechs und acht Monate in Lateinamerika unterwegs. Sozusagen als Langzeit-Tourist. Ich habe mich in die Landschaft, die vielfältige Kultur und die Menschen verliebt.

Das lateinamerikanische Lebensgefühl sei etwas ganz Besonderes, berichtet Riethmüller begeistert. Es habe ihm am Tegernsee immer gefehlt, wenn auch nur für ein paar Stunden in diese wunderbare Kultur einzutauchen und die Küche zu geniessen. “Weil ich das am Tegernsee vermisse, schaffe ich mir und allen Gästen hier ein paar Quadratmeter gefüllt mit all den Genüssen, der Kultur und der Musik Lateinamerikas.”

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