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Vier Hubschrauber suchen nach Verschütteten am Risserkogel

Großeinsatz nach Lawinenabgang

Von Peter Posztos

Ergänzung vom 14. März 2012 / 16:38 Uhr
Nach der ersten Vorabmeldung über einen Lawinenabgang heute Mittag am 1.825 Meter hohen Risserkogel (südlich des Walbergs) ist die Situation nun etwas klarer.

Der “Erstmitteiler” – ein Rentner aus Gmund – hatte gegen 11:30 Uhr von der Gaststätte an der Suttenbahntalstation die freien Schneehänge am Lahnerkopf und Risserkogel noch „unberührt“ gesehen. 15 Minuten später bemerkte er eine frisch abgegangene Lawine am Nordhang des Lahnerkopfes. Er glaubte auch aus der Entfernung eine Skispur in den Lawinenkegel gesehen zu haben.

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Der Risserkogel südlich des Wallbergs. Quelle: akagisan.blogg.de

Personen selbst oder auch den direkten Abgang der Lawine hatte er nicht beobachtet. Ein von ihm informierter Angestellter der Suttenbahn alarmierte die Bergwacht.

Bereits um 12:40 Uhr war dann der ADAC-Hubschrauber “Christoph 3” vor Ort, der einen Bergwachtsangehörigen zur vermuteten Lawinenbahn brachte.

Dort wurde der Bereich mit verschiedenen Lawinensuchgeräten abgeflogen, ohne jedoch eine Anzeige zu erhalten.

20 Minuten später flog zusätzlich noch der Polizeihubschrauber “Edelweiß 6” den Bereich mit zwei Lawinenhunden an Bord ab. Von ihm kam später die Mitteilung, daß am sehr steilen Nordhang des Lahnerkopfes im Bereich des Risserkogels, zwei größere Schneerutsche in einer Rinne festgestellt wurden.

Durch die etwa 100 Meter langen und 6 bis 10 Metern breiten Lawinenbahnen führte eine Wildspur. Im gesamten Umfeld der Lawinen konnte jedoch glücklicherweise keine Aufstiegs- oder Abfahrtsspur eines Skitourengehers oder Schneeschuhwanderers festgestellt werden.

Zur Sicherheit suchten daraufhin die zwei Hubschrauber Edelweiß 6 und 8 nochmals den gesamte Bereich ab. Doch auch diesmal konnten keine Hinweise festgestellt werden, die laut Aussage der Bergwacht darauf schließen lassen, daß eine Person die Lawine ausgelöst hatte oder womöglich sogar davon verschüttet worden war.

Die Suche wurde im Anschluß ohne Landung unter Absprache von Bergwacht und Polizei um 14:40 Uhr abgebrochen. Im Einsatz waren mehrere Lawinensuchhunde der Bergwacht, zwölf übrige Bergwachtangehörige, vier Lawinensuchhunde der Polizei (Alpine Einsatzgruppe Rosenheim und Traunstein), zwei Polizeibergführer der AEG Rosenheim und zwei Beamte der Polizeidienststelle Bad Wiessee sowie vier Hubschrauber.

Ursprünglicher Artikel vom 14. März 2012 / 12:56 Uhr
Gegen 12:15 Uhr wurde über die Integrierte Leistelle eine frisch abgegangene Lawine auf dem Risserkogel gemeldet.

Es soll eine “Spur” in den Bereich der Abrisskante hineinführen. Derzeit ist jedoch nicht klar, ob es sich dabei um alte Spuren von Tourengehern handelt oder ob die Spurenverursacher durch die Lawine verschüttet worden sind. Zur Suche nach möglichen Verschütteten sammeln sich derzeit Helfer von Bergwacht und Polizei im Einsatzgebiet. Auch ein Hubschrauber wird an der Suchaktion beteiligt sein.

Der Risserkogel ist mit 1825 Metern der zweithöchste Gipfel der Tegernseer Berge und auf verschiedenen Anstiegen von allen Seiten zu erreichen. Im Winter kann der Berg gut mit Skiern oder Schneeschuhen beispielsweise von Wildbad Kreuth oder von der Sutten-Seite aus bestiegen werden.

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