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Waakirchner Förster warnt vor Sperrungen

Lebensgefahr beim Mountainbiken

Von Maxi Hartberger

Die beiden Forstwege von Bad Wiessee und Marienstein zur Sigrizalm sind gesperrt. Der Grund sind Forstarbeiten. Doch Wanderer und Mountainbiker beachten die Sperrungen nicht immer. Erst kürzlich kam es so auf einer ähnlichen Strecke zu einem tödlichen Unfall.

Immer wieder ignorieren Radlfahrer die Sperrungen wegen Forstarbeiten.

Sowohl der alte Almweg von Bad Wiessee als auch der ausgebaute Forstweg von Marienstein auf die Sigrizalm sind von heute bis voraussichtlich 16. Juni gesperrt. Der Grund sind Forstarbeiten. Die Alternativroute führt nun über die Schwaigeralm. Doch immer wieder kommt es auf solchen gesperrten Pfaden zu tragischen Unfällen.

Erst vor rund zwei Wochen verunglückte eine 50-jährige Radlerin aus Icking im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen tödlich. Die Frau hatte die Absperrung aufgrund der durchgeführten Forstarbeiten ignoriert. Genau in dem Moment, als sie mit dem Rad auf dem Weg entlangfuhr, stürzte ein Baum um und begrub sie unter sich. Die vierfache Mutter starb noch am Unfallort.

Freizeitdruck erhöht das Unfall-Risiko

Leonhard Bendel vom Gut Oberkammerloh in Waakirchen will das zum Anlass nehmen, um nochmals auf die Gefahren und Risiken während der Forstarbeiten hinzuweisen. „Gerade im Alpenvorland entstehen immer wieder Probleme zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und erhöhtem Freizeitdruck.“ Unter anderem werden auch Radtouren im Internet inseriert, die laut Bendel quer durch Waldbestände oder Almflächen führen – „diese werden aber nicht mit den Eigentümern abgesprochen.“

Es wurden auch schon von Marienstein aus Mountainbiketouren angeboten – und das mit Omnibusse und rund 30 Radlnern.

Bendel spricht von einem allgemeinen Unverständnis gegenüber der Forstwirtschaft. Die sogenannten ‚Freizeitler‘ verstehen oftmals nicht, dass Wege im Wald nicht für die Allgemeinheit, sondern zur Holznutzung gebaut werden. „Dieses Unverständnis geht soweit, dass einem Unternehmer sogar die Scheibe der Seilbahn mit einem Stein eingeschmissen wurde und vor allem, dass sich immer wieder über Sperrungen der Forstbetriebe hinweggesetzt wird.“

Rücksichtsvoll sporteln

Vor allem Radlfahrer hinterlassen dann oft auch Flurschäden auf Almflächen oder im Wald. „Doch im schlimmsten Fall ist die Konsequenz sogar der eigene Tod“ – so wie beispielsweise in Icking. Vor allem in Bezug auf die aktuelle Sperrung der Wege zur Sigrizalm „müssen die Leute das verstehen und sich darauf einstellen.“

Bendel appelliert für einen Dialog zwischen beiden Parteien. „Denn nur zu schimpfen über die Stoderer finde ich zu einseitig – vor allem weil auch die Einheimischen hier oftmals Defizite haben.“ Er selbst fahre gern Mountainbike – „aber mit Rücksicht auf die Natur und die Eigentümer, die diesen Sport nämlich erst ermöglichen.“

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