Die Künstliche Intelligenz kommt an den Tegernsee

Lego-Roboter im Kinderzimmer?

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist auch am Tegernsee angekommen. Zumindest bei den 18. Wissenschaftstagen Tegernsee vom 8. bis 10. November. Können smarte Maschinen unser Leben verändern? Diese und andere Fragen stehen auf der Agenda etlicher Foren.

Referent Ulrich Eberl mit seinem Hausroboter Nao Bluestar / Foto: Ulrich
Eberl

Man folge dem Motto des Wissenschaftsjahres 2019, der Künstlichen Intelligenz, heißt es im Tegernseer Veranstaltungsbüro. KI ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst. Qua Definition steckt KI heutzutage in der meisten Software – auch wenn sie als solche gar nicht erkennbar ist. Bis zum denkenden Computer und völlig autonomen Roboter ist es jedoch noch ein weiter Weg, sagen Wissenschaftler.

Deshalb dürfte vor allem der dritte und letzte Veranstaltungstag am Sonntag auf Schloss Ringberg von besonderem Interesse sein. Mit Unterstützung der Max-Planck-Gesellschaft steht das Thema „Perspektiven und Herausforderung der KI“ auf der Tagesordnung. „Wohin geht die Reise?“ wird an den Beispielen „Smarte Maschinen“ und „Wann übernehmen die Maschinen?“ in einer hochkarätigen Besetzung diskutiert. Einer der beiden Refernten ist Zukunftsforscher Ulrich Eberl, der seinem privaten Hausroboter Nao Bluestar schon viel beigebracht haben will.

„Quatsch mit Soße“

Am Samstagvormittag stehen in Zusammenarbeit mit der Realschule Tegernseer Tal die jungen Forscher im Blickpunkt. „KI zum Ausprobieren“. In einer interaktiven Ausstellung, die Zugänge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bietet, bilden drei Workshops die Schwerpunkte: „Dem Lego-Roboter Leben einhauchen“, „Wir programmieren uns ein Mini-Klavier und einen Kekstresor“ und „Maschinelles Lernen“.

Im Wiesseer Gasthof zur Post nehmen sich am Abend die Wissenschaftler wohl eher auf die Schippe, wie er Titel „Science Slam“ suggeriert. Hier steht die populärwissenschaftliche Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte „unterhaltsam und informativ“ im Vordergrund. Die Bewertung erfolgt durch das Publikum. Zur Auswahl stehen: „Quatsch mit Sosse – KI und die Presse“, „Warum man nicht mit Mathematikern wandern sollte“, „Ein Blick unter den Tortenguss“ und „Geheimtipps für Stimmung auf Ihrer nächsten Hochzeit“.

Für Stimmung dürfte bei der Auftaktveranstaltung gesorgt sein. Sie findet im Kleinen Bräustüberl am Freitagabend statt. Bekannt vom BR-Sonntagsstammtisch beleuchtet Klaus Bogenberger, Professor an der Münchner Bundeswehr-Hochschule, „die KI in der Mobilität und in Verkehrssystemen“. Der „KI in der Arbeitswelt“ widmet sich Professor Dieter Spath, Präsident der der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

Freizeit und Weiterbildung am Tegernsee

Mit den Wissenschaftstagen Tegernsee, die seit 2002 jährlich jeweils an einem Wochenende im Herbst stattfinden, werden Einheimische, Ausflügler und Touristen stärker für Natur und Wissenschaft und Technik interessiert. Ist man in diesem Jahr seiner Zeit voraus, so ging es zuletzt um Böden und die Landwirtschaft, zuvor um Wasser und Ozeane, aber auch schon um Licht in der Stadt und die digitale Gesellschaft.

Freizeit und Weiterbildung seien hier am Tegernsee kein Widerspruch. Denn geboten werden laut Homepage Exkursionen, Führungen, Besichtigungen, Vorträge und Diskussionen, Filme und eigene Experimente. „Die Wissenschaftstage Tegernsee bündeln Aktivitäten zur Wissensvermittlung“: Einerseits durch Anbindung an übergreifende Initiativen wie die deutschlandweiten Wissenschaftsjahre und andererseits durch Einbindung bereits bestehender lokaler Einrichtungen und Initiativen, etwa den Schulen, Museen und Naturinformationsangeboten.

Dank einer Reihe von Sponsoren ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei. Eine vorherige Anmeldung aber sei bei der Tourist-Info Tegernsee (08022/9273860) oder per Mail (wissenschaftstag@tegernsee.de) erforderlich. Die Stadt geht von einem regen Interesse aus.


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