Leserstimme einer Wanderin: Die Pinkeltücher vom Tegernsee

Von Steffen Greschner

Wandern am Tegernsee kann auch schön sein....

Passend zum Wochenende und zu der ein oder anderen Wanderung, die man unternehmen kann, hat uns eine Leserstimme erreicht, die sich dem Problem „Pinkeltücher rund um Rastbänke“ annimmt.

„Ich als große Anbeterin und Bewunderin unserer Natur muss jetzt unbedingt einmal w“as loswerden. Eigentlich müssten manche NaturfreundInnen ein striktes Verbot bekommen, unsere Gegenden zu begehen. Oder sie sollten schnellstens ein Aufklärungsseminar besuchen, in dem man lernt, wie und wo man in der Natur zu pinkeln hat.

Rama dama, das wäre für jeden dieser Wildpinkler dringend anzuraten. Weg mit den kleinen weißen Tüchern aus der Landschaft. Für diejenigen, die dafür keine Zeit oder darauf keine Lust haben, übernehme ich den Part der Aufklärungsarbeit gerne.

Wir Wanderer hassen es sehr, wenn um Bänke herum, die an traumhaften Ausblickspunkten stehen, und auf denen man gerne eine schöne Brotzeit machen würde, eure Visitenkarten plakativ verteilt liegen. Genauso würde auch jeder Grashalm oder jeder Blüte zurückschlagen, weil sie nun von eurem letzten sogenannten „Entengang“ mit euren Ekeltüchern bedeckt sind. Und uns, die diese gerne betrachten würden, zum Wegschauen zwingen.

Sogar unsere Vierbeiner haben mehr Hirn. Sie verziehen sich nämlich zum Pinkeln oder zum großen „Geschäft“ in die Büsche. Oder Herrchen respektive Frauchen haben einen Beutel dabei. Als Dank dafür würde ihnen die Hundesteuer ums Doppelte angehoben werden. Das sollte für undisiplinierte Waldpinkler auch gelten, finde ich. Dann dürftet ihr von mir aus auch auf der Straße euer Geschäft machen. Ich würde euch bitten, einmal den selben Weg zurück zu gehen, um euch zu vergewissern, ob eure Hinterlassenschaften auch wirklich für alle sichtbar gut platziert sind.

Wäre ich Mutter Natur, ich würde mit euch schimpfen und setzte euren Allerwertesten in Dornenranken. Dann würdet ihr kräftig fluchen und mich in Zukunft nicht mehr besuchen. Ein Vorschlag zur Güte: Wie wäre es für euch mit einem kleinen Beutel für eure Hinterlassenschaften. Oder ihr macht es wie echte Naturfreunde: Das letzte Tröpfchen geht eben ins Höschen.

Herzlichst, eure Naturfreundin auf Wanderschaft“


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