Wie steht es um die B318-Tieferlegung?
Licht am Ende des Tunnels

von Alexander Bronisch

Vor sieben Monaten begannen die Arbeiten zur Tieferlegung der B318 in Warngau. Alle Pendler, die vom Tal Richtung Holzkirchen unterwegs waren, mussten auf eine Behelfsfahrbahn ausweichen. Und sie müssen es immer noch. Nach fast der Hälfte der Bauzeit zieht die Gemeinde nun ein positives Zwischenfazit.

Die Baustelle der B318 in Warngau. Mitte September ist auch für die Anwohner das Schlimmste vorüber. / Foto: Bronisch

Wer die Strecke auf der B318 zwischen dem Tal und Holzkirchen täglich fährt, erkennt mittlerweile selbst im Vorbeischleichen mit 30 Stundenkilometern auf der Behelfsfahrbahn nur wenig von den Bauarbeiten. Armierungen ragen aus dem Erdreich, auf der Nord- und auf der Südseite der zukünftigen Absenkung haben Erdbewegungen stattgefunden. Anton Kaunzner vom Rathaus in Warngau erklärt, dass mittlerweile in größerem Maße ein Bodenaustausch stattgefunden hat. Damit soll die Tragfähigkeit der zukünftigen Fahrbahn gewährleistet werden.

Aber noch hat die Tieferlegung kein Gesicht. Das wird sich bald ändern. Denn die entscheidenden Betonpfähle sind gesetzt. Der nächste Schritt besteht darin, den Betondeckel für die Grünbrücke über die Bundesstraße herzustellen. Laut Plan soll dieser Bauabschnitt bis Anfang August abgeschlossen sein. Bis dahin soll dann auch das Erdreich unter der Grünbrücke abgegraben, die Seitenwände erstellt und der Fahrbahnbelag angelegt werden.

Behinderungen halten sich in Grenzen

Schon Mitte September soll der Verkehr in Oberwarngau von Ost nach West über die Grünbrücke führen. Die Fertigstellung der gesamten Tieferlegung ist dann für den 10. November 2017 geplant. Bis Ende des Jahres finden noch letzte Verschönerungsarbeiten statt.

Die Behinderungen durch den Bau halten sich zur Überraschung der Warngauer und derjenigen, die täglich über die B318 pendeln müssen, dagegen in Grenzen. Zu größeren Staus durch die Baustelle sei es nach Aussage der Verantwortlichen bisher nicht gekommen. Der Shuttlebus für die Schulkinder funktioniert ebenfalls problemlos. Nur von den Geschäftsleuten auf beiden Seiten der Baustelle hört man vereinzelte Klagen über das geringe Kundenaufkommen. Aber wen man in Warngau auch fragt: das Licht am Ende des Tunnels ist sichtbar.


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