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Lob und Tadel für den RVO

Zwar bekommt Rottach-Egern am Seeforum eine neue Bushaltestelle, doch an anderer Stelle wurde mit Beginn der Herbstferien ein beliebtes Ausflugsziel gekappt.

Christian Köck, Peter Bartel und Lorenz.
Christian Köck, Peter Bartel und Peter Lorenz bei der Präsentation des Ski- und Loipenbusses im Januar 2016.

Der Regionalverkehr Oberbayern (RVO), ein Unternehmen der Deutschen Bahn AG, war bei der Gemeinderatssitzung in Rottach-Egern am Dienstagabend erneut Thema. Zunächst verkündete Vize-Bürgermeister Josef Lang (CSU), dass der Ski- und Loipenbus des RVO zur Sutten auch in diesem Winter mit „maximal 10.000 Euro bezuschusst wird“.

Die Hauptlast würden ohnehin die Alpenbahnen Spitzingsee tragen, ein Unternehmen der Schörghuber Gruppe. Letztes Jahr pendelte der kostenlose Skibus erstmalig zwischen Ortsmitte und Talstation Sutten. Rund zwanzig Haltestellen steuert der Bus auf seiner Route zur Monialm an. Dreimal vormittags und ebenso oft nachmittags. Damit es das Angebot auch künftig geben kann, braucht es mehr Zuspruch, wird Anastasia Asenstorfer als Pressesprecherin des Skigebiets Spitzing-Tegernsee zitiert. Wünschenswert wäre, wenn die Hotels den Skibus bei ihren Gästen noch besser bewerben würden.

Spannende Auslegung der Straßenverkehrsordnung

Ein zweites Mal erwähnte Lang den RVO, dass dieser am Seeforum eine neue Bushaltestelle einrichten möchte. „Zunächst probeweise für ein Jahr, um zu sehen, ob sie angenommen wird“, so Vize Lang. Von Tegernsee aus kommend sei die Haltestelle auf der Rottachbrücke vorgesehen, an der keine Bucht vorhanden ist. Wenn der Bus steht, steht auch der Verkehr hinter ihm. „Da muss man eben kurz warten“, so Lang.

An der Stelle wäre es dennoch möglich, dass vom Zentralparkplatz in beide Richtungen ausgefahren werden könne. „Dort könnten Fahrzeuge auch den Bus überholen und vor der Verkehrsinsel wieder einscheren“, erklärte Lang als ehemaliger Polizeibeamter. „Damit würde sich der Stau nicht zusätzlich aufbauen“. Ein Stau entstehe jetzt schon, wenn ein Linksabbieger nicht „rübergelassen“ werde. Die Haltestelle finde er eine gute Idee, “das ist sinnvoll“. Langs Ausführungen folgten die Gemeinderäte unwidersprochen.

„Ein Unding“

Auch beim Fahrplan des RVO für 2017 haben sich einige Änderungen und Ergänzungen Richtung Enterrottach ergeben. Vom öffentlichen Nahverkehr sollen nun auch die Anwohner vom Sonnenmoos und der Wolfsgrubstraße profitieren. An die Radfahrer hat der RVO ebenso gedacht. Für sie gibt es künftig Radständer an den Bussen zur Monialm. Und an den Ferien sollen weitere Verbindungen entstehen, sogenannte Ferienfahrten. Zusätzlich ist auch eine Rückfahrt vom Spitzingsee um 16:30 Uhr geplant. Diese sei, so Lang, vor allem für Wanderer sinnvoll.

Landrat Wolfgang Rzehak präsentiert den neuen Radlständer der RVO-Busse.
Auf immer mehr RVO-Bussen werden die Radlständer montiert.

Damit gab Lang seiner Parteifreundin Anastasia Stadler am Ende der öffentlichen Sitzung noch das Stichwort. „Das ist alles ganz schön“, so die Vorsitzende des Rottacher Verkehrsvereins, „aber seit 29. Oktober ist von uns aus die Sutten mit dem Bus nicht mehr zu erreichen. Das finde ich ein Unding“. Es seien auch in der „stadn Zeit“ immer noch Touristen da, die sich bewegen wollen.

Bis der Skibetrieb einsetzt, verkehren laut Winterfahrplan dort hinauf keine Busse. Auch nicht in den Herbstferien um Allerheiligen, „wo noch viele unterwegs sind. In dieser Zeit war unser Ort gut besucht. Wir geben Geld aus, um die Nebensaison zu bewerben. Doch ohne Auto kam man nicht zur Monialm“, kritisierte Stadler den RVO. Beim Busbetrieb wolle man dies zwar berücksichtigen, aber nicht im nächsten Jahr, weil die Fahrpläne schon erstellt seien, so die Auskunft an die Gemeinde. „Da bleiben wir aber dran“, betonte Lang.


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