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Holzkirchner SPD stellt Antrag auf Bau von Gemeindewohnungen

von Löwis, mach‘ die Schatulle auf!

Von Maximilian Olberding

Nicht nur im Tegernseer Tal ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware. Auch in Holzkirchen finden immer weniger Einheimische und junge Familien eine Wohnung oder ein Haus. Die SPD-Fraktion im Holzkirchner Marktgemeinderat fordert nun Millionen, um dem Problem Herr zu werden.

Über eine Million Euro hat die Baugenossenschaft in die Renovierung und Sanierung dieses Mietshauses in der Tegernseer Straße gesteckt / Archivbild
So wie dieses Mietshaus an der Tegernseer Straße könnten die neuen Gebäude aussehen / Archivbild

Es war eines der heißen Themen im Kommunalwahlkampf 2014 – die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Holzkirchen. Das Problem ist allen Parteien bekannt und auch erste Lösungsansätze wurden präsentiert – passiert ist seither jedoch wenig. Das soll sich schleunigst ändern, findet die SPD-Fraktion. Nachdem die Sozialdemokraten bereits im vergangenen Herbst erste Vorschläge zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums unterbreitete, gibt es nun einen konkreten Antrag.

In dem Antrag, welcher der Holzkirchner Stimme vorliegt, fordert die SPD die Bebauung eines rund 2200 Quadratmeter großen Gemeindegrundstücks. Das Grundstück liegt an der Erlkammerstraße – Ecke im Sommerfeld in Hartpenning.

Zwei Mehrfamilienhäuser für junge Familien und ältere Menschen

Auf dem Gemeindegrundstück besteht derzeit Baurecht für zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwei Vollgeschossen, sowie einer Tiefgarage. Nach Vorstellung der SPD sollen hier auf insgesamt 750 Quadratmetern Wohnfläche junge Menschen einziehen, die in Holzkirchen eine Familie gründen wollen. Aber auch für ältere Menschen würden sich neue Möglichkeiten ergeben. Außerdem könnte Arbeitern und Angestellten mit geringem Einkommen hier eine günstige Gemeindewohnung angeboten werden und damit der Standort Holzkirchen attraktiver gemacht werden.

Es wird ein Preis von acht Euro pro Quadratmeter Monatsmiete, sowie 40 Euro pro Monat Stellplatzmiete in der Tiefgarage angepeilt. Zu den konkreten Wohnungsgrößen, die Vergabekriterien sowie den tatsächlichen Mietpreis solle sich der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Wichtig sei es zunächst, das Projekt auf den Weg zu bringen.

Kosten werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt

Nach Vorstellung der SPD-Fraktion könnte das Projekt über die gemeindeeigene Finanzierungsgesellschaft Infrafin GmbH realisiert werden. Nach überschlägigen Berechnungen der Sozialdemokraten würde dieses Projekt etwa 1,5 Millionen Euro kosten. Legt man einen Zinssatz von 1,5 Prozent und eine Tilgungsrate von einem Prozent fest, belaufen sich die Kosten auf circa 40.000 Euro im Jahr. Demgegenüber stünden nach Meinung der SPD jedoch gute 80.000 Euro Mieteinnahmen für Wohnungen, sowie Tiefgaragenstellplätzen.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) weilt derzeit noch im Osterurlaub und äußerte sich bislang nicht zu dem Antrag. Im vergangenen Herbst hatte er aber bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert und will die Gemeinde-Schatulle dafür öffnen. „Am Ende geht es darum, wie wir möglichst schnell und kostengünstig neuen Wohnraum schaffen“, so das Gemeindeoberhaupt gegenüber der Holzkirchner Stimme. Es scheint also endlich Bewegung in die Thematik zu kommen. In der Sitzung am 05. Mai wird der Antrag der SPD jedenfalls behandelt.


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