Waakirchen bekommt neuen Kreisverkehr

Eine Lösung für das „Rush-Hour“ Problem

Von Martin

Bis zu 500.000 Autos im Monat passieren die Kreuzung zwischen Hauserdörfl und Waakirchen. Gerade zu den typischen Stoßzeiten entsteht durch den Verkehr vor allem ein Abbiegeproblem für Autofahrer aus Marienstein oder aus Richtung Schaftlach.

So hegt man in der Gemeinde Waakirchen schon seit Jahren den Wunsch an der vielbefahrenen Stelle einen Kreisverkehr zu errichten.

Und auch aus der Bevölkerung war in letzter Zeit der Ruf nach einer Lösung an der immer lauten geworden. Das haben nicht nur die etwa 400 Unterschriften von Bürgern gezeigt, die sich für die Errichtung aussprechen.

„Man muss nur mit den Leuten reden“

Diese Unterschriften hatte Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) mit im Gepäck, als es darum ging, einen neuerlichen Antrag bei den zuständigen Behörden zu stellen. Dabei stellte sich auch heraus, dass der Durchmesser des Kreisverkehrs nicht mehr 40, sondern nur 30 Meter betragen muss.

Als Grund für das plötzliche Umschwenken der Behörden nennt Hartl Abstimmungsschwierigkeiten seines Amtsvorgängers und meint: „Man muss nur mit den Leuten reden.“ Bereits letzten Herbst habe er sich vor Ort mit dem Landratsamt und dem Straßenbauamt getroffen. „Plötzlich war auch die kleinere Variante kein Problem.“

Der Vorteil dieser Lösung liegt für den Bürgermeister vor allem im notwendigen Flächenbedarf: „So müssen wir nur wenige Quadratmeter von privaten Anliegern zukaufen“. Der größte Teil der übrigen Fläche liegt auf Gemeindegebiet.

Dabei sind die genauen Umstände der Maßnahme noch offen. Zwar hat sich der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung vergangenen Mittwoch einstimmig dafür ausgesprochen die Bauträgerschaft zu übernehmen. Doch wie genau der Kreisel konzipiert wird und wie groß der Flächenbedarf am Ende ausfällt, wird sich noch zeigen müssen.

Zuschuss von 400.000 Euro

Bis 2014 soll laut Hartl der Kreisverkehr fertig sein. Insgesamt werden sich die Baukosten auf etwas mehr als eine halbe Million Euro belaufen. Den Gemeindesäckel soll die Maßnahme allerdings nur mit circa 100.000 Euro belasten. Sofern die eingeplanten Zuschüsse aus den diversen Behörden auch tatsächlich kommen.

Der Vorstoß Waakirchens ist dabei nicht ohne Risiko. Die Gemeinde hätte auch die Möglichkeit gehabt den Kreisverkehr vom Land bauen zu lassen. Doch wie man bei den immer wieder verzögerten Straßenbaumaßnahmen am Ringsee sieht, ist man in dem Fall extrem abhängig von der Priorisierung der Behörden.

Das hätte im Fall des Kreisverkehrs zwar auch ein geringeres finanzielles Risiko bedeutet. Dafür wäre der Planungshorizont völlig unklar gewesen. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an der Stelle wollte der Gemeinderat das Projekt aber unbedingt zeitnah verwirklichen. Und so dürfen sich die Rush-Hour geplagten Autofahrer auf eine absehbare Lösung freuen. Einem besseren Verkehrsfluss steht somit nach der aktuellen Entwicklung eigentlich nichts mehr im Wege.


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