Mangiare al Mare ähhh… Lago – Letzter Teil

von Robin Schenkewitz

Im letzten Teil unseres talweiten Pizzatests haben wir uns natürlich wieder zwei Pizzen vorgenommen. Die eine haben wir im Da Romolo in Schaftlach gegessen. Das Lokal wurde uns in vielen Zuschriften empfohlen. Wo wir die zweite Pizza gegessen haben, soll noch eine kleine Überraschung sein.

Ristorante Da Romolo (Bild ganz oben)

Das Da Romolo liegt in Schaftlach direkt neben dem Bahnhof. Wir reisen also bequem mit der BOB an. Als wir reinkommen, gleich die erste Überraschung. Das Lokal ist voll. An einem Mittwochabend!? Mit Hilfe der Bedienung kommen wir aber zum Glück doch noch zu einem der letzten Plätze. Das Ambiente ist in mediterranem Ton gehalten und erzeugt eine angenehme Atmosphäre.

Wir sehen uns die Karte an. Sie bietet ein breites Spektrum an Speisen. Wir konzentrieren uns aber natürlich ganz auf die Pizzen.

Pizza “Roma”

Die Auswahl ist nicht riesig, aber für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Zum Bestellen kommt der umtriebige Kellner an den Tisch und beginnt erst mal eine Konversation. Als wir dann zu der Bestellung kommen, sind wir aber selbstredend wieder ratlos. Doch der Kellner weiß Rat. Er fragt zunächst was wir denn sonst gerne mögen und empfiehlt uns dann zum einen die Pizza mit Meeresfrüchten, die auch im Tagesangebot steht, sowie die Pizza Roma mit Rucola und Parmaschinken.

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Unsere Entscheidung fällt schlussendlich auf die Pizza Roma. Nach einer kurzen Wartezeit dürfen wir uns dann auch endlich selber davon überzeugen, was uns in zahlreichen E-Mails und Kommentaren berichtet wurde.

Genug zu Essen

Was als erstes auffällt ist die nicht gerade geringe Größe. Man bekommt wirklich ein Rad von einer Pizza, von der, und das behaupten wir jetzt mal ganz mutig, wirklich jeder satt wird. Darauf liegt zudem ein üppiger Belag, der über die gesamte Pizza großzügig verteilt wurde – nicht immer eine Selbstverständlichkeit, wie wir in anderen Lokalen erleben mussten.

Der Boden ist zwar nicht ultradünn, dafür aber locker-weich und am Rand sehr knusprig. Außerdem ist er so stabil, dass man das dreieckige Stück ohne großartige Missgeschicke in den Mund bekommt.

Geschmackserlebnis

Und dort erwartet einen tatsächlich ein echtes Geschmackserlebnis. Man schmeckt jede einzelne Komponente der Pizza heraus. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang vor allem die allem Anschein nach selbstgemachte Tomatensoße. Sie schmeckt fruchtig und frisch.

Aber auch der Rest ist uneingeschränkt empfehlenswert. Und auch die Preise sind in Anbetracht der gebotenen Menge in einem angemessenen Rahmen. Die Margherita ist bereits für 5,50 Euro zu erwerben, während die teuerste Pizza mit 10,50 Euro zu Buche schlägt.

Fazit

Eine tolle Pizza, geschmacklich top und in einer Größe, bei der jeder satt wird. Auch die Bedienung ist ausnehmend freundlich und das Ambiente trägt das Seine zu der Stimmung bei. Die Preise sind zudem nicht nur etwas für besser verdienende, trotzdem wird auch hier die magische 10 Euro Grenze geknackt.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist jetzt natürlich noch die Bewertung auf der inoffiziellen „Pizzaskala“:

Ambiente: 4 von 5 Pizzen
Bedienung: 4 von 5 Pizzen
Boden: 5 von 5 Pizzen
Belag: 5 von 5 Pizzen
Preis: 3 von 5 Pizzen

Das Heustadl – aber warum gibts hier Pizza?

Zum Abschluss unserer Reihe haben wir uns nun noch einen Kandidaten ausgesucht, der ein wenig aus der Reihe und aus dem Pizzerien-Raster fällt. Es ist nämlich nicht mal eine richtiges Restaurant, sondern eine Bar: Das Heustadl.

Und auch selbstgemacht ist die Pizza hier keinesfalls. Sie kommt tiefgefroren aus der Truhe. Dennoch sahen wir uns auch hier wieder auf vielfachen Wunsch “genötigt”, dem “Heu” einen Besuch abzustatten. O-Ton eines Lesers: „Die beste Tiefkühlpizza, die ich je gegessen habe.“

Nicht primär zum Pizzaessen

Wir begeben uns also in die Wiesseer Kellerbar. Was als erstes auffällt ist, dass man hier erst eine Pizza bekommt, wenn die meisten anderen Küchen bereits geschlossen haben. Das Heustadl macht nämlich erst um 21 Uhr auf. Und natürlich merkt man gleich auf den ersten Blick, dass Pizzaessen nicht das primäre Ziel der anwesenden Kundschaft ist. Vielmehr genießt die Bar den Ruf, dort ausgezeichnet das ein oder andere Helle genießen zu können.

Und so mutet dann natürlich auch das Ambiente an. Das Kellergewölbe ist von vorne bis hinten mit einem Bartresen durchzogen und lädt die Gäste ein, dort Platz zu nehmen. Wer mag kann sich aber auch an die vereinzelten Tische setzen.

Der Malte

Dort entgeht einem aber zumeist ein unterhaltsames Gespräch mit Barbesitzer Malte, der sich gern unter die Leute mischt. Er ist es auch, der uns unseren Wunsch nach einer Pizza Salami erfüllt. Schnell dreht sich Malte um, verschwindet in der „Küche“ und schmeißt den Ofen an. „15 Minuten braucht‘s noch“, wird uns mitgeteilt.

Als die Pizza auf einem Holzbrett dann schließlich vor uns liegt, sind wir doch ein wenig überrascht. Die Optik ist natürlich nicht überragend, aber den Anschein einer Tiefkühlpizza erweckt sie auch nicht. Zudem sind auch frische „Scharfmacher“ auf ihr verteilt.

Eigener Charme

Der erste Bissen verrät dann aber doch ihren Ursprung. Der Boden ist ein wenig zu dick, auch wenn er dennoch nicht schwer und unangenehm daherkommt. Auch der Belag ist nicht gerade das, was man als ein kulinarisches Highlight betrachten könnte. Trotzdem hat sie ihren eigenen Charme und schmeckt wirklich nicht schlecht. Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, wie man in leicht angeheitertem Zustand um drei Uhr morgens dieses Teigrad als Krönung der Sterneküche empfindet.

Ein Szenario, wie uns Malte verrät, das durchaus nicht unüblich ist. Und auch gegen den Preis kann man nichts sagen. Sechs Euro sind für die Pizza Salami fällig.

Fazit

Für eine Tiefkühlpizza macht sie ihre Sache wirklich erstaunlich gut und wir können dem Urteil unseres Lesers nur zustimmen. Es ist tatsächlich die beste Tiefkühlpizza, die wir je gegessen haben. Gleichzeitig muss man aber betonen, dass sie ihren guten Ruf auch dadurch erhalten hat, weil die Konsumenten meistens nicht mehr ganz nüchtern sind und sie auch zur späten Nachtzeit noch verfügbar ist.

Eine Bewertung der „Heustadlpizza“ muss an dieser Stelle allerdings entfallen. Es wäre den anderen getesteten Lokalen nicht fair gegenüber.

Gesamtfazit

Nachdem wir nun insgesamt zehn Pizzen im gesamten Tegernseer Tal getestet haben, steht der Sieger fest. Oder besser gesagt: die Sieger. Nach Punkten haben nämlich sowohl das „Da Romolo“ in Schaftlach als auch das „Rosso“ in Gmund gewonnen. Sie haben sich beide den absoluten Spitzenwert von 21 Pizzen gesichert, was einer Perfektion in fast allen Bereichen nahe kommt.

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