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Der kleine, große Pizzatest

Mangiare al Mare ähhhh … Lago – Teil 4

Von Robin Schenkewitz

Raus aus der Sommerpause, rein in den Pizzatest. Im vierten Teil unserer Reihe, die sich mit dem berühmten italienischen Teiggericht auseinandersetzt, zieht es uns nach Gmund ins Rosso und nach Rottach ins Monte Lago.

Rosso – Enoteca Italiano (Bild ganz oben)

Wir erreichen das Rosso im Herzen Gmunds und haben damit die persönlich größte Hürde schon gleich zu Beginn gemeistert. Einfach war es nicht, das Restaurant zu finden. Auch wenn wir das, nachdem wir drin sind, schon gar nicht mehr nachvollziehen können.

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Wir nehmen also Platz in der “Stube” und lassen uns die Karte geben. Die Anzahl der möglichen Pizzen überfordert uns wie üblich. Glücklicherweise weiß die Bedienung im Rosso Rat: „Heute besonders zu empfehlen ist die Pizza Italia. Büffelmozzarella mit ganz frischen Tomaten“.

Gut, dann also die Pizza Italia. Wir nutzten die Zeit, die die Zubereitung braucht um unsere Umgebung mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Der frisch renovierte Innenraum ist sehr gemütlich und in mediterranen Farben gehalten. Durch die nur geringe Größe des Lokals kann es jedoch sehr schnell auch ziemlich eng werden, weswegen eine Tischreservierung dringend zu empfehlen ist.

Durch die offene Bar, die gefühlt die eine Hälfte des Innenraums einnimmt und den darin in ständiger Betriebsamkeit agierenden Kellner hat man das seltsame aber nicht unangenehme Gefühl selbst Teil des Küchenteams zu sein. Gleichzeitig wird man immer wieder in ein Gespräch mit dem Besitzer verwickelt: Ob es schmeckt, ob wir zufrieden sind, ob man noch etwas braucht. Nicht aufdringlich, sondern aufmerksam.

Pizza, die begeistert

Die Pizza erreicht unseren Tisch und kann von Anfang an begeistern. Die frischen Zutaten in den italienischen Nationalfarben machen tatsächlich den Eindruck gerade erst gepflückt worden zu sein.

Der Boden ist am Rand knusprig, in der Mitte herrlich dünn. Allerdings immer noch so fest, dass einem nicht der ganze Belag auf die Schuhe fällt, sobald man das Stück in die Hand nehmen will.

Der Belag ist reichhaltig und füllt die Pizza zur Gänze aus. Darüber hinaus ist sie in jedem Fall groß genug und macht satt. Einziger negativer Punkt: die frischen Tomaten lassen den Teig mit der Zeit etwas durchsuppen. Damit wird das ganze nach und nach ein wenig labrigger. Schnell essen ist hier also von Vorteil.

Doch die gute Qualität hat auch ihren Preis. Die Margherita ist ab 5,60 Euro zu haben, die meisten anderen Pizzen bewegen sich preislich knapp unter der 10 Euro Grenze. Damit liegt das Rosso mit seinen Pizzen im oberen Preissegment.

Fazit

Eine ausgezeichnete Pizza, die durch luftigen, dünnen Boden und frische Zutaten begeistern kann. Auch die Atmosphäre ist familiär italienisch. Leichte Kritik gibt es nur für den wässernden Belag sowie das allgemein hohe Preisniveau. Ansonsten hat sich das Rosso aber hervorragend geschlagen und genießt die Empfehlung des Tegernseer Stimme Teams.

Was jetzt noch fehlt, ist die Bewertung auf der inoffiziellen „Pizzaskala“:

Ambiente: 4 von 5 Pizzen
Bedienung: 5 von 5 Pizzen
Boden: 5 von 5 Pizzen
Belag: 4 von 5 Pizzen
Preis: 3 von 5 Pizzen

Restaurant Bar monte lago

Monte Lago ist doch gar keine Pizzeria, werden viele jetzt sagen. Doch die Erklärung ist ganz einfach: Uns wurde von einigen Lesern zugetragen, an der Pizza im “Lago” scheiden sich die Geister. Die einen lieben sie, die anderen mögen sie gar nicht. Für uns Grund genug es mal selber auszuprobieren.

Zunächst empfängt uns das gewohnte Bild. Die Restaurant-Bar Monte Lago liegt im Zentrum von Rottach direkt an der Hauptstraße. Die Inneneinrichtung ist in dunklen Farbtöne und stilvollem Design gehalten.

Empfehlung: Parmaschinken

Der erste Blick auf die Karte bestätigt auch gleich den Eindruck, dass das Restaurant sein Hauptgeschäft nicht mit den Pizzen macht. Derer gibt es nämlich nur fünf an der Zahl. Und da haben wir großzügig auch noch das Pizzabrot miteinberechnet, dass hier die sonst übliche Margherita ersetzt.

Auf Nachfrage empfiehlt uns die Bedienung die Pizza mit dem hauseigenen Namen. „Bei Parmaschinken kann man doch schließlich nie was verkehrt machen, oder?“, ist das schlagende Argument.

Gehorsam lassen wir uns von der Empfehlung leiten und begutachten derweil schon mal die Preise. Anders als im Rosso wurde uns hier nicht eine der teuersten Pizzen empfohlen, sondern, nach dem Brot, sogar die Günstigste.

Allerdings bedeutet „günstig“ im noblen Monte Lago immer noch stolze 9,50 Euro. Die teuerste Pizza durchbricht sogar die 10 Euro Grenze. Damit ist das Restaurant im Herzen von Rottach erst unsere zweite Anlaufstelle, die diese Marke erreicht. Die Pizza wird an den Tisch gebracht und der Kellner findet trotz einigem Stress noch Zeit Appetit zu wünschen und einen kleinen Scherz zu reißen. Nun liegt sie also vor uns, die Pizza der vielen Meinungen.

Eine Enttäuschung

Sie schaut zunächst einmal recht unspektakulär aus. Frischer Parmaschinken, Rucola und Tomaten. Alles, was eine Pizza eben braucht. Am Belag gibt es auch tatsächlich nichts zu meckern. Die Zutaten sind frisch und schmecken sehr gut.

Trotzdem merken wir gleich nach den ersten Bissen, dass wir wohl leider auf der falschen Seite des Pizzaäquators gelandet sind. Der Boden ist trocken und zerbröselt einem in der Hand. Auch ist die Tomatensoße nur sehr spärlich darüber verteilt worden, was die Sache ebenfalls nicht saftiger werden lässt. Einzig der Knusperfaktor ist hier in jedem Fall erfüllt.

Fazit

Schönes Ambiente und nette Bedienung. Leider kann die Pizza aus unserer Sicht nicht überzeugen, was vor allem an dem viel zu trockenem Boden liegt. Damit ist auch eines der höchsten Preisniveaus in unserem Test nicht gerechtfertigt.

Das schlägt sich selbstverständlich auch in der Bewertung auf der inoffiziellen „Pizza-Skala“ nieder:

Ambiente: 4 von 5 Pizzen
Bedienung: 4 von 5 Pizzen
Boden: 2 von 5 Pizzen
Belag: 3 von 5 Pizzen
Preis: 1 von 5 Pizzen

Die Fortsetzung gibt es wie immer nächste Woche Freitag. Welche Pizzerien wir dann besuchen, soll aber noch nicht verraten werden.

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