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Die Top-3-Artikel des Jahres: Warum das Maximilian ein Burger King werden sollte

Von Steffen Greschner

Ein Rückblick auf die meistgelesenen Tegernseer-Stimme-Artikel aus den vergangenen zwölf Monaten. Heute die Nummer drei und die Frage was wäre, wenn man aus dem Maximilian eine Burger-King-Filliale machen würde.

Der Artikel kam im Mai heraus und wurde knapp 2.500 Mal gelesen. Die Entwicklung im Oktober und die Pläne von Ten Brinke zusammen mit der Gemeinde Gmund einen Supermarkt und ein Gasthaus mit Biergarten auf das Gelände bauen zu wollen, sind der “Idee” des Fast-Food-Maximilians zuvorgekommen. Lesenswert ist der Artikel aber allemal.

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Ein Burger King in Gmund?

Gestern hat uns eine Leserstimme erreicht mit einem zugegeben sehr exotischem aber durchweg logisch begründetem Vorschlag für das Maximilian in Gmund. Ob Ironie oder Ernst ist uns nicht ganz bewusst, den Inhalt des Schreibens möchten wir aber nicht vorenthalten:

“Der ehemalige Gasthof Maximilian im Zentrum von Gmund hat seine besten Tage bekannterweise weit hinter sich. Von der Witterung abbruchreif geschunden und von der Politik zum Spielball degradiert, gibt es scheinbar keine Perspektive für das Areal.

Die Diskussion darüber ist jedoch weiterhin hitzig und intensiv, leider aber auch meist nicht besonders objektiv und fundiert. Warum nicht einmal ganz rational und sachlich die Thematik beleuchten? Sozusagen, rein wirtschaftlich – ohne Politik, Nostalgie-Empfinden und Eitelkeiten.

Ein Hotel fällt schon mal aus….

Zunächst eine kurze Bestandsaufnahme zum Areal: dieses umfasst ganze 5470m² Bauland, gelegen an der stark befahrenen Bundesstraße im touristisch kaum entwickelten Gmund. Aussicht auf ein Tattoo-Studio, Versicherungsbüro und eine Wäscherei. Mit Sicherheit keine Lage für ein Hotel. Zumal diese sowieso eine gewisse Mindestgröße an Betten benötigen, um profitabel wirtschaften zu können.

Auch sonst hat Gmund für Touristen viel zu wenig zu bieten, v.a. im Vergleich zu Tegernsee und Rottach. Keine Bergtouren, keine Biergärten, keine mondänen Geschäfte, keine Restaurants, keine Wellness-Tempel, kein Ortszentrum, usw. Das bedeutet die Option Hotel fällt schonmal aus.

Dann eventuell die Kombination aus Geschäften, Büros und Wohnungen. Nun, aber an leerstehender Geschäfts-und Büroflächen mangelt es in Gmund ja nicht. Fast jede zweite Ladeneinheit steht leer und die Mietpreise der noch existierenden Läden sind auch auf für Investoren unattraktivem Niveau.

Geschäfte würden sich schon gut machen in Gmund

Hinzu kommt, dass niemand weiß mit welchem Ladenkonzept überhaupt in Gmund Kunden gefunden werden können. Lebensmittel kauft man in Dürnbach – das musste der Dorfladen schmerzlich erfahren. Apotheken gibt es genug. Für Mode und Luxus ist Rottach und Tegernsee attraktiver. Lederhosen-Outlet gibt’s auch schon gegenüber.

Bleibt letztlich nur noch die siebte Filiale der Tourist-Info. Deren Mehrwert ist allerdings mehr als fraglich. Zudem gibt es bereits eine neue Filiale in Moosrain – selbst diese wird kaum angenommen. Effektiv kann man sagen, dass auch die Nutzung als Geschäftshaus nicht in Frage kommt.

Ein weiterer Vorschlag ist eine bayerische Gaststätte mit Wohnungen in der Obergeschossen. Auch hier stellt sich die Frage nach der Nachfrage an diesem Ort. Aufgrund der fehlenden Touristen in Gmund, wäre eine Gaststätte fast ausschließlich auf Gmunder Einwohner als Gäste angewiesen. Und womit sonst sollte die Gaststätte im Vergleich zum übermächtigen Bräustüberl in Tegernsee punkten? Mit dem Ausblick – definitiv nicht. Mit günstigen Preisen – aufgrund der geringeren Größe als das Bräu auch nicht möglich. Luxus – bei der schlechten Lage und den fehlenden Hotels in Gmund nicht tragbar.

Ein Burger King in Gmund?
Ein Burger King in Gmund?

Die passendste Nische: Ein Burger King

Es bleibt letztenendes nur eine Option über: Burger King. Ein Schnell-Restaurant ähnlich dem McDonald’s an der Weißach benötigt genau den Standortfaktor, der für alle anderen Optionen eher negative Auswirkungen hat: viel Durchgangsverkehr. Die vielen Tagestouristen, die sämtliche Verkehrswege im Tal verstopfen wären froh, wenn sie auf dem langen Weg zurück nach Freising, Ramersdorf und Oberpfaffenhofen noch eine kurze Pause in Gmund einlegen könnten, um sich einen Whopper, ein Eis oder eine Cola zu holen.

Auch der Drive-In, bei dem man das Auto nicht mal verlassen muss, um zu speisen, würde mit Sicherheit hervorragend angenommen werden. Für die Einheimischen ergäbe sich endlich eine Alternative zur mittäglichen warmen Leberkassemmel. Zumal die Gmunder Jugend damit endlich auch einen für sie attraktiven und sozialpädagogen-freien Treffpunkt hätte. Dies ist doch nur im Sinne der strategischen Ausrichtung Gmunds hin zur Familien und jugend-freundlichsten Gemeinde am Tegernsee.

Irschenberg als Vorbild

Dass derartige Restaurant im Übrigen auch architektonisch durchaus anspruchsvoll gestaltet werden können zeigt das Beispiel Irschenberg. Ein solches Gebäude, das zudem lebendig und frisch wirkt, ist doch allemal besser als eine Ruine und oder weiteres leerstehendes Geschäftshaus wie im „Ortszentrum“ nebenan.

Natürlich benötigt so ein Burger King nicht die ganzen 5470m² – nur ein Eck für das Restaurant, eine Terasse, Parkplätze und den Drive Through wären benötigt. Die restliche Fläche könnte man durch einen kleinen, begrünten Erdwall von der Bundenstraße abtrennen (Schall-und Sicht-Isolation) und als Wohngebiet ausweisen.

Das wären dann zentral gelegenene Bauflächen für junge Familien, also ingesamt locker acht bis zehn Einfamilienhäuser. Der Erlös aus dem Verkauf der Grundstücke würde für die Gemeinde Gmund zudem ein lohnendes Geschäft sein, dass den Kaufpreis des Maximillian locker wettmacht. Sozusagen, ein sicherer Gewinn für alle Beteiligten.

Also, warum eigentlich nicht?


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