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Investor für Seniorenresidenz Wallberg

Mehr Platz für Rentner in Rottach

Vor einem Monat erklärte Peter Wisgott als Leiter der Seniorenresidenz Wallberg, dass er sich einen neuen Geschäftsführer an die Seite holt. Er will aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Doch vorher will der 47-Jährige seine Pläne verwirklichen.

In diesem bisherigen Zugangsbereich der Seniorenresidenz Wallberg soll der neue Anbau entstehen.

Über 100 Betten verfüge die Seniorenresidenz Wallberg bisher, so Wisgott im TS-Gespräch kürzlich. Nun will er aufstocken. Weitere 55 sollen in einem Neubau entstehen, wie nun gestern im Ortplanungsausschuss von Rottach-Egern erklärt wurde. Dafür hat Wisgott offenbar einen Investor gefunden, wie Josef Lang (CSU) als Sitzungsleiter verriet.

Dieser sei bereit, mit Wisgott das Altenheim entsprechend anzupassen und zu vergrößern. „Denn mit der Änderung des Pflegedienstgesetzes müssen nun auch Einzelzimmer angeboten werden. Deshalb ist man in der Wallberg-Residenz gezwungen, Erweiterungen vorzunehmen“, so Lang als Zweiter Bürgermeister, der den krankgeschriebenen Christian Köck vertrat.

Damit sich diese Investition wirtschaftlich rechne, müsste aber der bestehende Bebauungsplan geändert werden. Der Neubau für etwa 55 Betten würde dort entstehen, wo sich derzeit noch eine Tiefgarage befinde. Er würde etwa so lang werden, wie das parallel bestehende Gebäude mit dem Eingang.

„Wichtige Einrichtung“ für Rottach-Egern

Er habe mit dieser Änderung des Bebauungsplans kein Problem, so Lang, da der neue Trakt als Pflegeunterkunft zweckgebunden sei. Daher sollte man so wichtigen Einrichtungen nichts in den Weg legen. Lang empfahl den Erweiterungstrakt seinen Ratsmitgliedern:

Die Menschen werden immer älter und müssen in eine Pflegeinrichtung, in der auch eine gute Betreuung gewährleistet wird. Wir geben jetzt dem Gemeinderat für nächste Woche einen Empfehlungsbeschluss.

Der Ortsplanungsausschuss befürwortete das Vorhaben einstimmig. Trotz der Neubaupläne will Wisgott aber aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Deswegen ist nun der Niedersachse Andreas Rau seit kurzem als Geschäftsführer der Seniorenresidenz tätig.

Er leitet bereits das Seniorenheim „Haus am Hirtenbach“ in Ronneberg bei Hannover. Ein ähnlich großes Haus wie die Wallberg-Seniorenresidenz mit etwa 85 Bewohnern und knapp 70 Pflegekräften. Diese dürften auch das Problem nach der Erweiterung auf insgesamt 150 Betten in Rottach werden. Laut Wisgott sind Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt rar.

Fachkräftemangel ist Problem

Zuletzt spürte er dies im Juli vergangenen Jahres, als das Landratsamt einen kurzzeitigen Aufnahmestopp verhängte, weil Wisgott zu wenige Fachkräfte in seinem Personal hatte. „Stationäre Pflegeeinrichtungen müssen eine Fachkraftquote von mindestens 50 Prozent einhalten. Hilfskräfte dürfen – ohne Rücksicht auf ihr Herkunftsland – bei der Berechnung der Fachkraftquote nicht berücksichtigt werden“, so die Heimaufsicht damals.

Der Personalmangel wurde kurz darauf behoben, das Dilemma aber mit den Fachkräften blieb. Wisgott und Rau werden sich rechtzeitig umsehen müssen, damit der Neubau problemlos belegt werden kann.


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