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Rottachs Bürgermeister überzeugt von Atmosphäre

Mehrgenerationenhaus kommt an

Seit 2007 gibt es das Mehrgenerationenhaus der Caritas in Rottach-Egern. Dessen neue Leiterin Sandra Ebert zog nun Bilanz im Gemeinderat.

Das Mehrgenerationenhaus in Rottach kommt an / Archivbild

Der scheinbar gute Ruf dieser Einrichtung in der Leo-Slezak-Straße oberhalb des Cafés Krupp reicht über das Tal hinaus. Selbst aus Waakirchen, Schaftlach und anderen Orten kämen die Besucher, berichtete Ebert jüngst dem Gemeinderat in Rottach-Egern. Aus dem Ort komme nahezu auch die Hälfte der jährlich weit über 8.000 Gäste, mit steigender Tendenz. Dank des Hol- und Bringdienstes von Ehrenamtlichen mit eigenem Caritas-Bus würden auch Bürger vornehmlich aus Bad Wiessee, gefolgt von Tegernsee, Gmund und Kreuth kommen.

Sie alle interessiere das vielfältige Angebot im Mehrgenerationenhaus, das von der Caritas getragen wird. Von sehr jung bis sehr alt. Derzeit habe man Besucher im Alter von einem halben bis 97 Jahren. Dies spreche für den Namen Mehrgenerationenhaus, so Ebert. „Wir haben jetzt schon die Zahlen des Vorjahres überstiegen“, erklärte die Sozialpädagogin. Über 80 Prozent der Besucher sind laut Statistik Senioren, die oft erst im Ruhestand an den Tegernsee gezogen seien. Deutlich sei der „Frauenüberschuss“ mit 82 Prozent. Meist seien es verwitwete Frauen über 65 Jahre, die das Miteinander suchen.

„Stoßen an unsere Grenzen“

Das Mehrgenerationenhaus, dessen Start zunächst in Räumen an der Nördlichen Hauptstraße war, habe Angebote für verschiedene Lebensbereiche. Von Englisch-Kursen, über Gesundheitsprogramme, Singgruppen, bis hin in die digitale Welt mit Handy- und PC-Kursen. Einmal im Haus, nehmen laut Ebert die Besucher meist an zwei Angeboten teil. Neben Eltern-Kind-Programmen und Fahrten ins Blaue würde es drei bis vier Tage in der Woche auch Mittagessen oder Brunch geben. Dieses Angebot werde von gut 15 Personen genutzt. Dafür sollten sie sich auch einbringen. Erst werde gemeinsam gekocht, dann gegessen. Das Mittagsmenü plus Getränk kostet 3,50 Euro. Dieser geringe Eigenanteil sei nur möglich, weil viele Spenden eingingen.

Ältere Bürger, mehr soziale Einrichtungen

Zu bewältigen haben diese Aufgaben vier hauptamtliche Mitarbeiterinnen mit zwei Vollzeitstellen. Tatkräftig unterstützt werden sie von 40 Ehrenamtlichen. „Die stellen für uns einen großen Schatz dar, ohne sie gäbe es das umfangreiche Angebot nicht“, so die Sozialpädagogin. Sie gab aber auch zu bedenken, „dass wir angesichts des Zuspruchs räumlich schon wieder an unsere Grenzen stoßen“.

Aus mehreren Anlässen war Bürgermeister Christian Köck (CSU) schon in dem Haus, wie er sagte, „mich überzeugt die Atmosphäre dort“. Wichtig sei, dass Alleinstehende eine Begegnungsstätte unter Gleichaltrigen haben. Beliebt seien auch die Ausflüge. So ein Haus sei auch angesichts des demografischen Wandels für Rottach-Egern wichtig. „Wir werden eine solche Einrichtung bei uns verstärkt brauchen“. Deshalb wolle man die Caritas auch in den kommenden Jahren zunehmend unterstützen. „Sonst müsste die Gemeinde hier tätig werden“.


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