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Trendwende dennoch nicht in Sicht: Rottach bleibt teurer als Starnberg

Mietpreise im Tal steigen langsamer

Das Tegernseer Tal fasziniert nicht nur mit einer wunderschönen Gegend, sondern auch mit sehr hohen Mietpreisen. Andernorts stagniert die Mietpreisentwicklung mittlerweile. Ist dieser Trend auch am Tegernsee zu verzeichnen? Und wie schneidet das Tal derzeit im Vergleich zu anderen Regionen in Bayern ab?

Das Tegernseer Tal, beliebt und teuer. / Quelle: Jan Kock

Dass die Gemeinden rund um den Tegernsee eine der teuersten Wohngegenden Deutschlands sind, dürfte kaum jemanden überraschen. Wie auch im Rest des Landes sind die Mieten kontinuierlich gestiegen: in Tegernsee selbst von 9,98 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter im Jahr 2012 auf 13,48 Euro. Zwischen 30 und 40 Prozent Steigerung erreichten auch die Gemeinden Rottach-Egern (von 9,91 auf 14,00 Euro), Bad Wiessee (von 9,66 auf 13,25 Euro) und Gmund (von 8,92 auf 11,71 Euro).

Genau nachvollziehen kann man diese Entwicklung auf einer interaktiven Deutschlandkarte von ZEIT online. Einzig in Kreuth sind die Mietpreise „nur“ um 23 Prozent von ehemals 8,65 im Schnitt auf 10,67 Euro gestiegen.

Starnberg günstiger als Rottach-Egern

Auch, wenn die Mieten andernorts sogar noch höher liegen, passt das Tegernseer Tal in den aktuellen Trend: Auf den ersten Plätzen der teuersten Wohngegenden Deutschlands liegen ausschließlich Städte und Gemeinden aus Bayern. München führt die Tabelle mit ganzen 17,51 Euro pro Quadratmeter an; im Jahr 2012 waren es immerhin „nur“ 12,88 Euro. Im Vergleich zu München und dem direkten Umland (Grünwald, Neubiberg, Unterföhring und Oberschleißheim liegen auch noch bei über 16,00 Euro) ist der Tegernsee sogar noch die günstigere Wahl.

Das stets als teuerste Wohngegend verschriene Starnberg erreicht mit mittlerweile 13,67 Euro (2012: 11,03 Euro) nur einen minimal teureren Quadratmeterpreis als Tegernsee und ist sogar günstiger als Rottach-Egern. Günstiger wohnt es sich nicht nur in Gmund (s.o.), sondern auch im direkten Umland, etwa in Miesbach (10,63 Euro) und in Holzkirchen (12,50 Euro).

Stagnieren die Mietpreise auch im Tal?

Völlig überraschend stagniert die Mietpreisentwicklung seit Ende 2019 und etwa in Garmisch-Partenkirchen und München sind die Mieten laut dem Wohnindex des Forschungsunternehmens F+B wieder günstiger geworden. F+B hat dafür nach eigenen Angaben auf die Daten von über 30 Millionen Mietobjekten in Deutschland zurückgegriffen. In München allerdings beläuft sich der Rückgang im Mietpreis 2019 durchschnittlich auf 0,6 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2018. Inwieweit dafür Mietpreisbremsen und neu entstandener Wohnraum verantwortlich sind, ist umstritten.

Doch wie sieht es im Tegernseer Tal aus? „Die Mieten sind gestiegen, weil auch die Kaufpreise gestiegen sind“, erklärt Dagmar Breunig von Wohnen im Tal Immobilien auf Nachfrage. „Das Angebot im Tal ist sehr gering und die Nachfrage hoch. Noch dazu ist es hier sehr schön und eine Immobilie hier ist eine gute Wertanlage.“ Sprich: Immer mehr Menschen wollen hier wohnen, doch es fehlt einfach der Platz. Eine Prognose über die weitere Entwicklung der Miet- und Immobilienpreise abzugeben, sei laut Breunig dementsprechend schwierig. „Ich denke schon, dass die Preise tendenziell weiterhin steigen, aber nicht mehr so rapide.“

 


 

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