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Holzkirchen: Staatsanwaltschaft geht von monatelangem Martyrium aus

Misshandelt vom eigenen Freund

Von Peter Posztos

Er soll sie bestohlen, eingesperrt, geschlagen und vergewaltigt haben: Seit gestern muss sich ein 24-jähriger Serbe aus Holzkirchen wegen der Misshandlung seiner damaligen Freundin vor dem Landgericht München II verantworten. Der Ausgang des Prozesses ist allerdings noch völlig offen.

Monatelanges Martyrium

Ganze 16 Monate soll ein in Holzkirchen lebender Serbe seine damalige Freundin in Holzkirchen bestohlen und misshandelt haben. Die 23-Jährige berichtete den Ermittlern von zahlreichen Ohrfeigen, Tritten und Schlägen während sie mit dem Angeklagten zusammen war. Darüber hinaus soll der nur ein Jahr ältere Täter die junge Frau zwei Mal gegen ihren Willen zum Sex gezwungen haben.

Für diese Vergehen muss sich der 24-Jährige nun seit Montag vor dem Landgericht München II verantworten. Begonnen haben sollen die Misshandlungen bereits kurz nach dem gemeinsamen Umzug nach Holzkirchen im Jahr 2009.

Erst spät traute sich die 23-Jährige jedoch anderen von ihrem Martyrium zu erzählen. Heute will sie nicht einmal mehr im selben Raum mit ihrem früheren Freund sein. Ihre Aussage vor Gericht musste daher per Video-Übertragung erfolgen.

Opfer gilt als labil

Dabei steht die Argumentation der Staatsanwaltschaft auf tönernen Füßen. Die Anklage stützt sich in weiten Teilen auf die Aussagen des 23-jährigen Opfers. Die junge Frau gilt laut ihren Ärzten jedoch als psychisch labil. Prozessbeteiligte berichten, dass sie auch bei ihrer Aussage äußerst nervös gewirkt habe.

Der Angeklagte selbst schweigt sich zu den Vorwürfen noch aus. Nun kommt es darauf an, als wie glaubwürdig die Richter die Aussage der 23-Jährigen einschätzen. Der Ausgang des Prozesses ist derzeit noch nicht abzusehen.

Eine Randnotiz macht die Sache allerding bereits jetzt besonders tragisch: aus der Beziehung stammt auch ein gemeinsames, minderjähriges Kind.

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