Wer darf Motorbootfahren und wer nicht?
Mit Highspeed über den Tegernsee

von Simon Haslauer

Am Tegernsee herrscht oft reger Verkehr – besonders an schönen Sommertagen. Wie sieht es aber auf dem Tegernsee aus: Wird die Idylle durch die vielen Boote bedroht und wer darf überhaupt ein Boot lenken?

Privatboote am Tegernsee – wer darf und wer nicht?

Gerade bei schönem Wetter – vor allem im Sommer – tummeln sich allerlei Segel-, Motor- und Elektroboote auf dem Tegernsee. Der ein oder andere Talbewohner blickt dann argwöhnisch auf den See und fragt sich, ob die vielen Boote dort auch wirklich fahren dürfen.

Denn Privatpersonen dürfen auf dem Tegernsee mit Motorbooten nur unter bestimmten Bedingungen verkehren – es gibt strenge Regeln. Motorboote mit Verbrennungsmotoren sind Privatpersonen beispielsweise generell verboten.

Bei Elektromotoren sieht die Sache etwas lockerer aus. Doch auch hier gelten Regeln. Sophie Stadler, Pressesprecherin des Landratsamtes Miesbach, erklärt:

Auf allen Bayerischen Seen ist dies nur mit Genehmigung nach der BaySchiffV zulässig.

Außerdem, so Stadler, dürfe das Privatboot maximal ein Kilowatt an Leistung bringen. Die Genehmigungen gelten daraufhin für jeweils drei Wochen pro Jahr, bemerkt Stadler weiterhin.

Ausnahmeregelung für Rettungsorganisationen

Einzig Rettungsorganisationen und der örtliche Yachtclub genießen besondere Privilegien. Stadler erklärt, der Yachtclub benötige leistungsstärkere Motoren für ihre Arbeitsboote. “Zur Rettung werden stärkere Motoren selbstverständlich genehmigt”, betont sie außerdem.

Leider führt das Landratsamt jedoch keine offizielle Statistik darüber, wie viele Boote aktuell am Tegernsee zugelassen sind. “Dazu gibt es leider keine Statistik”, so Stadler. Vor einigen Jahren war dies jedoch noch der Fall. 2015 waren laut dem ehemaligen Pressesprecher des Landratsamts, Birger Nemitz, insgesamt 235 Boote auf dem Tegernsee zugelassen. 60 davon waren Elektroboote, die von Bootsverleihern gestellt werden. 20 E-Boote hatten eine kurzzeitige Gästegenehmigung. Segelboote mit Flautenschieber zählte das Landratsamt 120.

Weiters konnte ein TS-Leser vor kurzem ein ein Boot beobachten, dass nicht ganz in die Norm passt – ein Spaß-Boot mit Außenbordmotor. “Sicher kein Elektroboot”, so der Leser gegenüber der TS.


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