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Kreuther Weg zu neuem touristischen Konzept an der Weissach

Mit Natur zu mehr Gästen

Von Steffen Greschner

Zweite Ergänzung vom 13. Januar / 15:15 Uhr
Der nächste Schritt auf dem Weg zum interaktiven Wassererlebnisweg an der Weissach ist genommen.

Im Dezember habe laut Aussage des Kreuther Bürgermeisters Josef Bierschneider der Ausschuß der Weissachaugemeinschaft über das Thema befunden und es befürwortet. Ohne die Zustimmung der rund 20 Anwohner darf die Gemeinde das touristische Projekt nicht verwirklichen.

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Nun steht noch die Mitgliederversammlung der Weissachaugemeinschaft an. Wenn diese laut Bierschneider entweder im April oder Mai stattfindet und “hoffentlich ebenso positiv beschließt” wäre es möglich im Anschluss mit den Arbeiten am Erlebnisweg zu starten. Denn die Zustimmungen der anderen betroffenen Grundstückseigentümer entlang der Weissach hat die Gemeinde bereits.

Ergänzung vom 16. November / 12:12 Uhr
Die Gemeinde Kreuth hat wie erwartet ein neues touristisches Konzept unter dem Namen “Naturschauspiel Kreuther Tal” verabschiedet. Der gut 200.000 Euro teure Plan sieht vor an der Weissach einen Wassererlebnisweg mit rund 20 interaktiven Stationen entstehen zu lassen.

In der gestrigen Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Josef Bierschneider unter anderem klar, dass der Prozess zum Konzept sehr transparent abgelaufen sei. Gleichzeitig verwahrte er sich gegen Kommentatoren, die “bereits im Vorfeld alles schlecht schreiben.”

Entscheidung Grundlage für Förderantrag

Nicht nur etwas für Kinder, auch Erwachsene sollen von dem neuen Wassererlebnisweg angesprochen werden. Eine Art Nachfolger für den nicht mehr vorhandenen Erlebnispfad an der Weissach, so Bierschneider bei der gestrigen Gemeinderatssitzung. Das Konzept habe man über mehrere Monate hinweg ausgearbeitet. In vier Sitzungen seien gute Ideen entwickelt worden, jetzt geht es an die endgültige Entscheidung. “Nur so können wir den Förderantrag stellen,” erklärt der Bürgermeister.

So hat die Regierung von Oberbayern bereits ihre Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung signalisiert. Bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten könnte der Freistaat übernehmen. “Wir sind gerade dabei in Abstimmung mit Pronatour den Förderantrag fertigzustellen,” sagt Bierschneider. Und nach der gestrigen einstimmigen Entscheidung des Gemeinderates kann dieser nun eingereicht werden.

Ungerechtfertigte Kritik

Dabei beschäftigte das Gremium weniger das bekannte Konzept, sondern mehr die teilweise kritischen Kommentare auf der Tegernseer Stimme. So stellte Martin Walch (SPD) klar, dass “alles öffentlich diskutiert und verhandelt worden sei.” Man habe den Bürgern die Möglichkeit gegeben sich an der Ideenfindung zu beteiligen. Und sein Gemeinderatskollege Markus Wrba (FWG) ergänzte: “Bevor sich jemand über das Konzept auslässt, sollte er sich darüber informieren.”

Eine Präsentation der Firma Pronatour, die die Gemeinde bei der Planung und Durchführung des Projektes unterstützt, reichen wir noch nach. Die Österreicher verfügen laut dem Kreuther Bürgermeister über umfassende Erfahrung in der Gestaltung von Themenwegen.

Ursprünglicher Artikel vom 5. November:
Die Gemeinde Kreuth plant unter dem Namen “Naturschauspiel Kreuther Tal” Attraktionen, die Einheimischen und Gästen die Vorzüge Kreuths näher bringen sollen. Nun hat ein eigens gegründeter Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit der Firma “Pronatour” ein erstes Konzept vorgelegt. Das Ziel ist es Attraktionen zu schaffen, die verstärkt Gäste anziehen sollen. Offen ist derzeit unter anderem noch die Zustimmung der etwa 20 Grundstücksbesitzer.

An der Weissach sollen verschiedene Attraktionen neue Gäste anlocken

Der Arbeitskreis „Entwicklung touristische Infrastruktur“ vereint neben Mitgliedern der Kreuther Agenda 21, einigen Vertreter der Gemeinde und des Gemeinderates auch die vom Projekt betroffenen Grundstückseigentümer. Vor allem von deren Zustimmung hängt es ab, ob das Konzept, das vor knapp zwei Wochen abgesegnet wurde, auch in der Form umgesetzt werden kann.

Österreichische Experten unterstützen

So soll ein Wassererlebnisweg entlang der Weissach mit rund 20 interaktiven Stationen entstehen. Nicht nur etwas für Kinder, auch Erwachsene sollen davon angesprochen werden, wie der Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider erklärt. Darüber hinaus ist auch eine sogennante „Klangdusche“ im Musikpavillion im Kurpark geplant, die Gästen auf Knopfdruck volkstümliche Musik präsentieren wird.

An anderer Stelle wird die Geschichte von Wildbad Kreuth im Mittelpunkt stehen. Tafeln sollen an all die berühmten Persönlichkeiten erinnern, die dort bereits zu Gast waren.

Das Areal in Wildbad Kreuth aus der Perspektive von oben. Quelle: hss.de

Auch auf besondere Naturschönheiten im Gemeindegebiet werden die Gäste aufmerksam gemacht. Hierzu sind Hinweisschilder vorgesehen, die über Phänomene wie den Weissachdurchbruch an der Klamm”, oder die Gumpen in Siebenhütten hinweisen.

Am Infopoint am Kreuther Ortseingang wird schließlich eine Übersicht über alle Attraktionen entstehen. Für die Planung und Durchführung des Projekts Naturschauspiel Kreuther Tal hat sich die Gemeinde die Unterstützung von der Firma Pronatour geholt. Die Firma mit Sitz in Österreich verfüge laut dem Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider über umfassende Erfahrung in der Gestaltung von Themenwegen.

Bürger können Vorschläge machen

Darüber hinaus sollen auch die Kreuther mit ins Boot geholt werden, wie Bierschneider betont:

Wir haben über unseren Gemeindeboten ausgeschrieben, dass wir für die Erarbeitung des Konzepts Bürger suchen, die sich in den Arbeitskreis mit einbringen möchten und gleichzeitig Personen angesprochen, die immer wieder Ideen einbringen bzw. die viel mit Urlaubsgästen zu tun haben und daher mitbekommen, was aus Sicht der Gäste verbessert werden könnte.

Das Ziel des Arbeistkreises ist es innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre Ideen umzusetzen, die die natürlichen Vorzüge Kreuths wie auch die Geschichte und Kultur noch besser herausstellen sollen, um so Gäste und Einheimische darauf aufmerksam zu machen.

Weissachaugemeinschaft muss noch zustimmen

Ein wesentlicher Schritt bei der Verwirklichung der Ideen ist auch die Suche nach optimalen Standorten für die einzelnen Stationen. Ist dies geschehen, hängt es laut Bierschneider an den Grundstückseigentümern den einzelnen Stationen auch zuzustimmen. Die Rede ist hier vor allen von den etwa 20 Mitgliedern der Weissachaugemeinschaft, denen die Grundstücke entlang des Weissachverlaufs gehören.

Einige der Mitglieder seien im Rahmen der letzten Sitzung des Arbeitskreises bereits anwesend gewesen und hätten den Plänen der Gemeinde zugestimmt. Die restlichen Mitglieder der Weissachaugemeinschaft sollen im Rahmen der nächsten Sitzung im Frühjahr 2013 über das Projekt abstimmen. Bis dahin ist laut Bierschneider eine Umsetzung unmöglich.

Fördermittel vom Freistaat

Ungeachtet dessen hat die Regierung von Oberbayern bereits ihre Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung signalisiert. Bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten könnte der Freistaat übernehmen. Diese belaufen sich nach ersten Schätzungen auf gut 200.000 Euro. “Wir sind gerade dabei in Abstimmung mit Pronatour den Förderantrag fertigzustellen. Im Rahmen der nächsten Sitzung wird das Konzept dann dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt.”, so Bierschneider.

Mit der Ausschreibung der einzelnen Maßnahmen will man in Kreuth erst beginnen, wenn ein Förderbescheid vorliegt und ein vorzeitiger Baubeginn genehmigt wird. “Bis dahin müsste dann auch die Zustimmung aller Mitglieder der Weissachaugemeinschaft vorliegen”, hofft der Kreuther Bürgermeister. Betrachtet man den Zeitplan, dürfte die Umsetzung des Erlebnisweges “Naturschauspiel Kreuther Tal” daher nicht vor Ende 2013 / Anfang 2014 realisiert werden.

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