Vorträge in der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

Moderne Diagnostik und Therapie von Beckenbodenerkrankungen

Bad Tölz, 13. Juni 2019. „Moderne Diagnostik und Therapie von Beckenbodenerkrankungen.“ Zu diesem Thema veranstalten die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz und das Krankenhaus Agatharied am Mittwoch, 19. Juni 2019, von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr Vorträge in der Aula der Asklepios Stadtklinik, Schützenstraße 17 83646 Bad Tölz. Über urologische, chirurgische und gynäkologische Behandlungsoptionen sprechen Dr. med. Wolfgang Brummeisl, Funktionsoberarzt Urologie,
Dr. med. Marc Krumrey, Leitender Oberarzt Chirurgie von der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz sowie Priv. Doz. Dr. med. Stefan Rimbach, der Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe des Krankenhauses Agatharied.

Die Vortragenden sind (von links nach rechts) Dr. med. Wolfgang Brummeisl, Funktionsoberarzt Urologie, Priv. Doz. Dr. med. Stefan Rimbach, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe des Krankenhauses Agatharied sowie Dr. med. Marc Krumrey, Leitender Oberarzt Chirurgie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz.

Ständiger Harndrang oder ungewollter Urinverlust sind intime und gleichermaßen weitverbreitete Probleme. Die Harnblase sammelt den Urin, um ihn dann zu einem späteren Zeitpunkt kontrolliert abzugeben. Dies geschieht durch ein komplexes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven. Menschen mit einer Reizblase leiden häufig und ganz plötzlich unter sehr starkem Harndrang und verspüren dann das Bedürfnis sofort die nächste Toilette aufzusuchen. Ist der Weg zu weit, kann es passieren, dass Urin unfreiwillig verloren geht.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind bei einer überaktiven Blase sind vielschichtig und umfassen Medikamente, Kontinenztraining, Physiotherapie, pflanzliche Heilmittel, Akupunktur bis hin zu operativen Verfahren. Wann welche Therapie Sinn macht, wird Dr. med. Wolfgang Brummeisl im Rahmen seines Vortages „Wenn die Blase spinnt – Stufentherapie der überaktiven Blase“ näher erläutern.

Wenn der Stuhlgang nicht klappt – von der Verstopfung bis zur Inkontinenz

Von Verstopfung (Obstipation) sprechen Mediziner im Allgemeinen dann, wenn jemand weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat, dabei stark pressen muss und der Stuhl durch die längere Verweildauer im Darm hart und klumpig ist.

„Eine Verstopfung kann temporär, als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, während oder nach einer Schwangerschaft, oder sogar chronisch und damit länger anhaltend auftreten und hat je nach Ausprägung unterschiedliche Ursachen“, betont Dr. med. Marc Krumrey, Leitender Oberarzt der Chirurgie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Die Stuhlinkontinenz in den unterschiedlichen Ausprägungsformen wird von den Betroffenen als sehr belastend wahrgenommen. Sie betrifft Menschen unterschiedlicher Altersstufen und führt oft zum Rückzug aus dem normalen Sozialleben.

Die Ursachen reichen von Schäden des Schließmuskels bis zum Mastdarmvorfall. In den meisten Fällen können einfache medikamentöse Maßnahmen oder Hilfsmittel den Alltag erleichtern und die Teilnahme am normalen Leben wieder ermöglichen. In selteneren Fällen kommen anspruchsvolle OP-Techniken zum Einsatz, die zu einer Verbesserung oder Normalisierung der Kontinenz führen können. Über die verschiedenen Formen und die Therapiemöglichkeiten der der Obstipation wird Dr. med. Marc Krumrey im Zuge seines Vortrages „Wenn der Stuhlgang nicht klappt – von der Verstopfung bis zur Inkontinenz“ ebenso sprechen, wie über das Thema Stuhlinkontinenz.

Blasen- Darm-, Gebärmuttersenkung – muss denn immer operiert werden?

Auch durch die Absenkung des Darms, der Blase, oder der Gebärmutter kann zu einer Inkontinenz führen. „Verschiedene Muskeln und Bänder halten normalerweise die Blase an ihrem Platz im Becken. Bei einer Blasensenkung verlagert sich die Blase nach unten in Richtung Beckenboden“, so Priv. Doz. Dr. med. Stefan Rimbach, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenaus Agatharied.

Betroffen sind fast ausschließlich Frauen. Ihre Beckenmuskulatur ist von Natur aus etwas weniger stabil, dafür aber dehnbarer damit sich der Geburtskanal für eine Geburt erweitern kann. Ist der Beckenbogen in Folge einer Geburt geschwächt, kann es auch zu einer Absenkung der Gebärmutter oder des Darms kommen. Neben einer Geburt können auch starke körperliche Belastung oder eine familiäre Veranlagung Auslöser für die entsprechenden Senkungsbewegungen sein. Die Folge: Schmerzen im Beckenboden, ein Fremdkörpergefühl bis hin zum ungewollten Urin oder Stuhlverlust.

Ist das der Fall, stehen verschiedene konservative und operative Maßnahmen zur Verfügung. Über Diagnose-und Therapieoptionen spricht Priv. Doz. Dr. med. Stefan Rimbach im Rahmen seines Vortrages „Blasen- Darm-, Gebärmuttersenkung – muss denn immer operiert werden?“

Der Termin auf einen Blick

Tölzer Gesundheitsforum
Moderne Diagnostik und Therapie von Beckenbodenerkrankungen.

Mittwoch, 19. Juni 2019, 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Aula der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz
Schützenstraße 17, 83646 Bad Tölz

„Wenn die Blase spinnt – Stufentherapie der überaktiven Blase.“
Referent: Dr. med. Wolfgang Brummeisl, Oberarzt Urologie, Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

„Wenn der Stuhlgang nicht klappt – von der Verstopfung bis zur Inkontinenz“
Referent: Dr. med. Marc Krumrey, Leitender Oberarzt Chirurgie, Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

„Blasen- Darm-, Gebärmuttersenkung – muss denn immer operiert werden?“
Referent: Priv. Doz. Dr. med. Stefan Rimbach, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, Krankenaus Agatharied.


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