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Der Journalist Harry Luck hat seinen Krimi „Kreuther Komplott“ veröffentlicht

Mord am Ringsee

Von Peter Posztos

Kann der das? Darf der das? Wenn ein Fremder, ein Münchner, noch dazu geboren und aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen, einen Krimi schreibt, der im Tegernseer Tal spielt, dann ist der Einheimische zu Recht erst einmal skeptisch.

Doch Harry Lucks „Kreuther Komplott“ ist weniger ein Lokalkrimi, sondern ein Politikkrimi – und das ist ein Gebiet, auf dem sich der Journalist und Nachrichtenredakteur trittsicher bewegt.

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Harry Luck (links, mit blauer Jacke) im Gewühl der Reporter beim Dreikönigstreffen in Wildbad Kreuth.

„Seit 1996 bin ich jedes Jahr beim Dreikönigstreffen in Wildbad Kreuth gewesen“, erzählt Luck. Mit den Abgründen der bayerischen Politik hat sich der Autor schon in früheren Kriminalromanen wie zum Beispiel „Das Lächeln der Landrätin“ beschäftigt – da lag es nahe, auch die jahrelange Inspiration aus Kreuth eines Tages zu verwenden.

Der Schauplatz beschränkt sich jedoch nicht auf das Wildbad allein, man entdeckt viel Bekanntes rund um den Tegernsee wieder: Dürnbach, Holz und Brunnbichl, das Weißach-Kieswerk am Ringsee oder das Saunaschiff „Irmingard“, auf dem eines der Opfer erfriert.

„Als klar war, dass ich den Krimi schreiben würde, habe ich mir gezielt Sachen angesehen und Beobachtungen notiert“, erzählt Luck. Kann man im Winter vom Wildbad Kreuth nach Siebenhütten spazieren gehen? Luck probiert es in einer Mittagspause beim Dreikönigstreffen aus.

Rufmord anstatt „echter“ Mord

Im vergangenen Sommer hat sich der Autor dann noch einmal gezielt auf die Suche nach Schauplätzen im Tal gemacht. „Ich bin durch die Gegend gefahren und habe mir überlegt, wo würde ich mein Opfer hinbestellen?“, erzählt Luck. Die sommerliche Schauplatzsuche wurde zu einer ganz neuen Erfahrung für den Journalisten. „Bis dahin kannte ich Wildbad Kreuth nur im tiefsten Winter.“

Handlung und Figuren sind erfunden, aber nicht frei erfunden: Max von Donnersberg, der adelige Superstar der Partei, der in Lucks Roman eine tragende Rolle spielt, dürfte den meisten Lesern bekannt vorkommen. „Es ist aber kein Schlüsselroman“, betont Luck. „Man erkennt Figuren wieder, aber es ist keine Aussage über die Wirklichkeit.“

Vieles habe er bewusst verfremdet, und für manche Figuren habe er auch mehrere Vorbilder vermischt. „Und manche Betroffene erkennen sich wieder, selbst wenn sie gar nicht gemeint sind“, weiß Luck aus seinen Erfahrungen mit den früheren Büchern. Die echte Politik sei ohnehin nicht so wie im Krimi. „Da wird eher mit Rufmord als mit Mord gearbeitet.“

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