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Kriminalpolizei hofft auf DNA-Spuren

Mord in Rottach weiter ungeklärt – SOKO “Seeblick” ermittelt in alle Richtungen

Von Christopher Horn

Die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod einer Rottacher Boutiquebesitzerin laufen mit Hochdruck weiter. Die Kriminalpolizei hat eigens für das bisher ungeklärte Verbrechen an der 65-jährigen Ursula M. eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Seeblick“ gegründet.

Derzeit gebe es laut Polizei einige Fakten, allerdings noch keine Tendenz zu möglichem Hergang oder dem Täter. Spekulationen von Medienseite wollten die Beamten nicht kommentieren.

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Spurensicherung durchsucht Wohnung und Umgebung

Nach dem am Donnerstag Beamte der Spurensicherung nochmals die Wohnung der Frau bis ins kleinste Detail untersuchten, waren die Polizisten auch damit beschäftigt die Umgebung des Tatortes um die Seestraße 37 nach tatrelevanten Gegenständen abzusuchen. Dabei wurden laut Polizeisprecher Andreas Guske beispielsweise Hecken, Laubhaufen und Mülltonnen überprüft. Auch Polizeihunde waren im Einsatz.

Beamte der Kriminalpolizei hatten am Donnerstag, teilweise mit Hilfe von Hunden, die Umgebung der Boutique abgesucht.

Die Ermittler führten zudem bei Anwohnern und in dem umliegenden Geschäften zahlreiche Befragungen durch. Insgesamt seien am Donnerstag knapp 35 Beamte der Kripo Miesbach und unterstützender Dienststellen im Einsatz gewesen. Und auch am heutigen Freitag gehen die Ermittlungen und die Suche nach dem derzeit noch unbekannten Täter weiter. Wie Guske weiter erklärt stehe nach der umfangreichen Spurensicherung nun deren Auswertung an.

Die Ermittler erhoffen sich, beispielsweise auch DNA-Spuren oder den Abgleich von Fingerabdrücken, weitere Hinweise zu bekommen. Die Tat gibt den Beamten aber weiterhin Rätsel auf.

Einige Fakten, viel Spekulation

Spuren der Kripo an der Tür der getöteten Boutiquebesitzerin

Eine Angestellte des Opfer hatte am Dienstag Morgen gegen 8:45 Uhr vergeblich auf das Opfer, die Boutiquebesitzerin Ursula M., gewartet. Als sie daraufhin in die Wohnung der 65-jährige ging, fand sie die Frau leblos im Flur vor. Zunächst deutete wenig auf ein Gewaltverbrechen hin, doch die anschließende Obduktion zeigte: Ursula M. wurde von einem Dritten getötet.

Zum genauen Tathergang ist zwar auch weiterhin nur wenig bekannt. Einige Fakten sind jedoch auffallend. So hatte die alleinstehende Ursula M. nicht ihren richtigen Nachnamen, sondern einen anderen Namen am Klingelschild und an ihrer Wohnungstür angegeben.

Das sei schon länger so gewesen, sagt eine Nachbarin, die Ursula M. als sehr freundliche und großzügige Person beschreibt. “Sie ist allerdings einsam gewesen und hat nach dem Tod Ihres Lebensgefährten zurückgezogen gelebt.”

Die Vorsicht resultierte wahrscheinlich auch aus der Gewohnheit immer wieder größere Mengen Bargeld in der Wohnung zu deponieren. Eine Gewohnheit, die Ursula M. nun möglicherweise zum Verhängnis geworden ist.

“Der Täter muss über sie und ihren Tagesablauf bescheid gewusst haben,” so eine Bekannte. Für die Frau, ebenfalls Besitzerin eines Einzelhandelsgeschäftes in der Seestraße steht fest, dass Ursula M. ausspioniert wurde.

Inwieweit der bisher unbekannte Täter sein Opfer kannte, ob es sich um einen “Zufallstreffer” handelt oder um eine bewusst geplante Tat, ist jedoch völlig offen. Die Polizei kommentiert Fragen nach Täter oder Ablauf des Verbrechens derzeit nicht.

Gerüchteküche brodelt

Trotz allem oder gerade wegen der dürren Informationslage brodelt die Gerüchteküche. Die Bild-Zeitung glaubt zu wissen, dass das Opfer erschlagen wurde und belegt dies mit der Aussage der Angstellten, die die Leiche gefunden hat. Dagegen geht die Münchner “TZ” davon aus, dass Ursula M. erstochen worden ist.

Fakt ist, dass das Opfer ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen stammte. Das Geschäft in der Seestaße hatte sie vor 20 Jahren von dem Vorbesitzer Michael Fleck gekauft. Den Namen behielt sie, auch wegen des Wiedererkennungswertes. Am Montagabend starb Ursula M. im Alter von 65 Jahren an einem Gewaltverbrechen.

Das Bekleidungsgeschäft des Opfers ist derzeit geschlossen

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