Wurde die Rettungsgasse blockiert?

Motorradfahrer stirbt nach Unfall auf A8

Gestern Abend kam es zu einem tragischen Unfall auf der A8 Richtung München. Die Autobahn musste komplett gesperrt werden. Doch für den Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät.

Gestern Abend verunglückte ein Motorradfahrer auf der A8. / Quelle: Thomas Gaulke

Am Dienstagabend gegen 20:00 Uhr ereignete sich auf der A8 in Fahrtrichtung München ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 58-jähriger Motorradfahrer aus München kam aus bisher unbekannter Ursache zwischen den Anschlussstellen Holzkirchen und Hofoldinger Forst zu Sturz. Drei weitere Autos fuhren über beziehungsweise gegen einige Trümmerteile und wurden dabei erheblich beschädigt

Die Autobahn musste für rund drei Stunde komplett gesperrt werden. Erst gegen 23 Uhr konnte die Fahrbahn Richtung München wieder freigegeben werden. Wie die Polizei berichtet, seien sowohl Einsatzkräfte der Feuerwehr Holzkirchen, des Bayerischen Roten Kreuzes und der Autobahnmeisterei in großer Anzahl vor Ort gewesen.

Quelle: Thomas Gaulke

Zur Klärung des genauen Unfallherganges wurde ein Sachverständiger für die Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens hinzugezogen. Denn für den 58-jährigen Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle. Die Todesursache ist laut Polizei derzeit noch unbekannt.

LKW blockieren Einsatzkräfte auf dem Weg zur Unfallstelle

Erneut appelliert die Polizei daher an die Vernunft und Einsicht der Autofahrer. „Denn die notwendige Rettungsgasse funktionierte nur in der Anfangsphase während der Anfahrt der ersten Einsatzfahrzeuge“, so Louis Reithinger von der Autobahnpolizeistation Holzkirchen (APS). Im weiteren Verlauf sind die Rettungskräfte nur schwer vorangekommen:

Ein nachfolgendes Fahrzeug der APS Holzkirchen musste sich teilweise in Schrittgeschwindigkeit den Weg durch die nicht vorhandene Rettungsgasse bahnen und teilweise warten, bis Fahrzeuge, die die Gasse blockierten, rangiert hatten.

Ursache seien vor allem Schwerverkehrsfahrzeuge, die im Stau auch den mittleren Fahrstreifen blockieren und in der Folge dann nur schwer ausweichen können. „Besonders dreist war aber ein Motorradfahrer aus dem Landkreis Gifhorn, der dem Einsatzfahrzeug der APS Holzkirchen durch die Rettungsgasse folgte“, heißt es abschließend von der Polizei.

Quelle: Thomas Gaulke

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