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Investitionen von rund 14 Millionen Euro geplant

Münchner baut Sporthotel in Wiessee

Schon gestern berichtete die Tegernseer Stimme exklusiv über das geplante Sporthotel in Bad Wiessee. Heute wurden weitere Details zu dem Deal bekannt. Ein Münchner Unternehmer will in der Hirschbergstraße kräftig investieren. Und das so schnell wie möglich.

Rainer Leidecker, Bürgermeister Peter Höß und Hans-Peter Völmicke bei der Präsentation.
Rainer Leidecker, Bürgermeister Peter Höß und Hans-Peter Völmicke heute vor dem Hotelgrundstück.

Rathauschef Peter Höß (Wiesseer Block) hoffte vergeblich, den neuen Eigentümer des 7.000 Quadratmeter großen Areals an der Hirschbergstraße kennenzulernen. Er sei ihm angekündigt worden. Dennoch freue er sich, dass sich nun etwas bewege.

Von den Projektentwicklern Rainer Leidecker (Capital-Forum AG) und Hans-Peter Völmicke (Gesellschafter der Eigentümerin Projektgesellschaft Hirschbergstraße) erfuhr Höß, dass es sich um die „finanzkräftige“ Familiengesellschaft „Fox Beteiligungs GmbH & Co. KG“ mit Sitz in Haar bei München handele.

Hotelbau soll 2016 starten

Investor Günter Kurtz will, so Völmicke, das 180-Betten-Hotel aus Eigenmitteln finanzieren. Mitte vergangener Woche war Notar-Termin. „Der Investor möchte das Konzept zügig umsetzen. Planungsrechtlich ist alles geklärt. Ich sehe keinen Grund“, so Völmicke, „warum nicht im nächsten Jahr mit dem Bau zügig begonnen werden könnte“.

Natürlich schaue sich der Investor nochmals die Detailplanung an, zum Beispiel die Fassade, aber ansonsten wolle er das, was im Bebauungsplan festgelegt ist, auch umsetzen. Das Investitionsvolumen einschließlich Grundstück beziffert Leidecker auf zwölf bis 14 Millionen Euro.

Dies sei natürlich nach oben immer offen, je nachdem, wie die zusätzliche Einrichtung gestaltet wird. Zum Beispiel, ob ein großes oder kleines Schwimmbad im Erdgeschoß geplant ist. Leidecker: “Das ist vor allem für Familien mit Kindern vorgesehen, die da toben können.”

So soll das Sporthotel in Bad Wiessee einmal aussehen / Grafik: Büro Erhard
So könnte das Sporthotel in Bad Wiessee einmal aussehen / Grafik: Büro Erhard.

„Im Dachgeschoß ist dann eine Sauna mit Fitness- und Spa-Bereich und einem schönen Bergblick“, so Leidecker. Kurtz und seine Familie würden das 85-Zimmer-Hotel weitestgehend selbst betreiben. Es soll ein inhabergeführtes Hotel werden. Hotel- und Sportkompetenz wolle sich der Investor aber dazukaufen.

Höß sieht mit dem neuen Sporthotel eine Kooperationsmöglichkeit mit dem geplanten Großprojekt rund um das Jodschwefelbad. „Das passt gut zusammen. Das Klientel, das sich hier hoffentlich zahlreich einfindet, kann sich dann nach einer kräftezehrenden Mountainbike-Tour im Jodschwefelbad wieder die Muskeln entsäuern”.

Höß hofft auf Münchner Gäste

Der Rathauschef hofft, dass das Wochenendpublikum aus München dann auch mal im Tal nächtigen wird. Beschrieben wird der Investor und Betreiber als Kaufmann, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Kurtz sei 60 Jahre alt. Rainer Leidecker betonte:

Kurtz will mit diesem Hotel seinen Jugendtraum nun in Bad Wiessee umsetzen.

Man habe ihn von der Qualität des Grundstücks überzeugen können, so Leidecker und Völmicke unisono. Gleichwohl habe man es hier mit einem problematischen Untergrund zu tun. Es könne nicht einfach so gebaut werden. „Hier muss mit Pfählen gegründet und der Seeton durch Kies ersetzt werden“.

Die Pläne für das Sporthotel wurden bereits vor zwei Jahren dem Gemeinderat präsentiert, der von dem Konzept einmütig angetan war. Von Aufbruchsstimmung war damals die Rede. Nun sind sprichwörtlich erste Pflöcke gesetzt. Investor Kurtz will noch in diesem Jahr eine eigene Präsentation machen.


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