Polizist drohen keine Folgen
Nach Geiseldrama am Tegernsee

von Redaktion

Ein Mann aus Tegernsee nimmt in der eigenen Wohnung seine Freundin als Geisel, sticht mehrmals auf sie ein. Ein Polizist erschießt den Täter. Jetzt ist klar, ob ihm deshalb Folgen drohen.

In diesem Haus in Tegernsee soll es zu dem Tötungsdelikt gekommen sein.

Am 10. November 2020 spielen sich in Tegernsee tragische Szenen ab. Ein Anwohner alarmiert um kurz nach 17 Uhr die Polizei. In der Nachbarwohnung gebe es einen Familienstreit. Eine Frau soll geschrien haben.

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Beamte von mehreren Polizeidienststellen im Umkreis treffen gegen halb sechs in der Schwaighofstraße ein. Sie nehmen zum 46-jährigen Mann durch die Tür Kontakt auf. Der will diese aber erst öffnen, wenn sein Sohn eingetroffen ist.

Doch noch während des Gespräches mit dem Sohn sind aus der Wohnung erneut Schreie zu hören. Die Beamten verschaffen sich Zugang. Der Täter jedoch flieht mit seiner Freundin über den Balkon in die Nachbarwohnung.

Einsatzkräfte vor dem Haus beobachten wie der Mann seiner Freundin droht. Auch Stichbewegungen waren zu sehen. Die Polizisten verschaffen sich Zutritt zur zweiten Wohnung.

Der Täter soll mehrfach vom späteren Schützen aufgefordert worden sein, das Messer wegzulegen. Mehrmals sei ihm außerdem angedroht worden, dass es sonst zum Schuss komme. Das belegt laut Angaben der Staatsanwaltschaft eine Bodycam, die einer der Beamten getragen hat. Danach soll es zu einer ungeklärten Situation gekommen sein. Zwei Schüsse fallen.

Die Frau wird mit mehreren Stichverletzungen auf dem Balkon gefunden. Sie erliegt ihren Verletzungen. Ebenso der Täter. Wie die Staatsanwaltschaft München II jetzt auf Nachfrage mitteilt, wird gegen den Polizisten, der die Schüsse abgegeben hat, keine Anklage erhoben. Der Schusswaffengebrauch sei verhältnismäßig gewesen.

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