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Ehefrau wendet sich an Öffentlichkeit

Nach Stierangriff – Warngaus Bürgermeister weiter auf Intensivstation

Von Nina Häußinger

Vor gut zwei Wochen wurde Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber von einem Stier angegriffen und schwer verletzt. Noch immer liegt er auf der Intensivstation. Jetzt wendet sich seine Frau mit einem Brief an die Öffentlichkeit.

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber wurde von einem Stier angegriffen und schwer verletzt / Archivbild

Gut zwei Wochen ist es nun her, dass Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber von einem Stier angegriffen und schwer verletzt wurde. Der ehemalige Landwirt half seinem Sohn bei der Arbeit im Stall. Ein Stier lahmte und Thurnhuber wollte sich das genauer ansehen. „Normalerweise sperren wir den Stier für solche Maßnahmen immer im Fressgatter ein und fixieren ihn. Ich weiß nicht, warum mein Mann dieses Mal diese Vorsichtsmaßnahme nicht ergriffen hat“, erklärte Thurnhubers Frau Veronika gegenüber dem Merkur.

Der Stier rastete aus, Thurnhuber wurde schwer verletzt und mit dem Hubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen. Gebrochen waren alle Rippen, der Kiefer und das Schlüsselbein. Außerdem wurde die Lunge geprellt.

„Klaus liegt noch auf der Intensivstation und wurde inzwischen dreimal operiert, zuerst am gebrochenen Kiefer und zweimal am Brustkorb“, erklärt seine Frau nun in einem Brief an die Öffentlichkeit. Eine darauffolgende Lungenentzündung heile mittlerweile gut aus, sodass er schon eigenständig atmen könne. Veronika Thurnhuber weiter:

Die Narkosemittel wurden langsam abgesetzt, er ist wach und hat die Augen geöffnet, auch wenn er durch die starken Schmerzmedikamente und die noch abzubauenden Narkosemittel viel schläft. Das ist aber gut so: So kann sein Körper alle Energie zur Genesung verwenden.

Es sei wirklich ein Wunder, dass er diese Verletzungen überlebt hat und sie sei dankbar, dass sein Zustand mittlerweile recht stabil ist. „Die Ärzte und wir sind zuversichtlich, dass es jetzt bergauf geht.“ Thurnhuber bedankt sich vor allem bei den Einsatzkräften aber auch bei der Gemeindeverwaltung und dem stellvertretenden Bürgermeister Jakob Weiland, der aktuelle die Gemeinde leitet. „Am meisten danke ich aber all jenen, die uns zur Seite stehen. Unsere Familie wird auf einer unvorstellbar großen Welle der Hilfsbereitschaft, guten Worten, Wünschen und Gebeten getragen. Vergelt’s Gott dafür!“

Das oberste Ziel ihres Mannes sei es immer gewesen, sich mit aller Kraft für das Allgemeinwohl und die nächste Generation einzusetzen. Das habe jetzt eine Zwangspause. „Er hat einen unvorstellbar schweren Weg vor sich. Dafür braucht er vor allem Zeit und Geduld, um die Wunden heilen zu lassen. Diese Zeit müssen wir ihm jetzt geben“, betont Thurnhuber. Sie bittet außerdem um Verständnis, dass auch die Familie nun Zeit brauche und sich vollumfänglich auf die Unterstützung von Thurnhubers‘ Genesungsprozesses konzentrieren möchte. „Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich Sie informieren“, erklärt sie abschließend.


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