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Auch Tegernsee für Klimaschutzkonzept

Nachhaltiger Tourismus gefordert

Vor vier Monaten hatte der Arbeitskreis Tegernseer Tal Energie und Klimaschutz (ATTEK) die Stadt- und Gemeinderäte des Tals ins Seeforum von Rottach -Egern eingeladen. Das Ziel: Die Kommunen sollen beim Klimaschutz Impulsgeber für die Bürger sein. Nun lag auch dem Tegernseer Stadtrat das Konzept auf dem Tisch.

Der Tegernseer Stadtrat sprach sich für die Errichtung eines landkreisweiten Solarpotenzialkatasters aus.

Zum Klimaschutzkonzept gehört die Erstellung eines Solarpotenzialkatasters, die Benennung eines Klimaschutzbeauftragten und die Veröffentlichung des Stromverbrauchs pro Gemeinde. Zudem soll es ein Mobilitätskonzept für das Tegernseer Tal und ein naturnahes, nachhaltiges Tourismuskonzept geben. Gerade hier fühlt sich Peter Schiffmann berufen.

Der SPD-Stadtrat ist Fachbereichsleiter für Mobilität im Landratsamt Miesbach. Schon vor Monaten verwies er auf das seit 20 Jahren konstant hohe Verkehrsaufkommen im Tal hin. Seine „Idealvorstellung“ eines Nahverkehrsplanes ist: Ein stark ertüchtigter Schienenverkehr, ein dichtes Linienbusnetz und ein durchdachtes Zubringersystem mit Kleinbussen und Ruftaxen könnten die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver machen. Zudem müsse die Schifffahrt stärker als Beförderungsmittel eingebunden werden. So Schiffmanns Credo.

Sonne auf dem Dach soll genutzt werden

Im Stadtrat ging es zunächst um die Erhebung eines Solarpotenzial-Katasters für den gesamten Landkreis. Damit könnte die mögliche Effizienz einer Fotovoltaik-Anlage für den jeweiligen Haushalt berechnet werden. Die Kosten eines solchen Katasters für den Landkreis werden mit 30.000 Euro beziffert. Damit könnte in den Kommunen ein Stimmungsbild erhoben werden. In einem Katasterbild soll die Ausrichtung der Dächer festgehalten werden, welche für Fotovoltaik geeignet wären. „Eine solche Anlage würde sich rechnen“, ist allgemeiner Konsens.

Daher sprach sich nun auch der Tegernseer Stadtrat für die Errichtung eines landkreisweiten Solarpotenzialkatasters aus. „Dessen Erstellung soll umgehend in die Wege geleitet und bis zum Jahr 2020 realisiert werden“, so Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) bei der Beschlussvorlage.

Zum Klimaschutzbeauftragten, der als Ansprechpartner für interessierte Bürger, Wirtschaft und die Verwaltung fungiert, wurde Stephan Herbst vom Bauamt benannt. Dies empfand Norbert Schußmann (CSU) als eine gute Lösung, denn damit ergebe sich eine gewisse Kontinuität. „Wer weiß, wie bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr der Stadtrat durcheinandergemischt wird“. Da er nicht wüsste, wer es sonst in seiner Verwaltung machen könnte so Hagn, mache er von seinem Direktionsrecht Gebrauch.

Wer macht mit beim Energiearbeitskreis?

An interessierte Bürger richtete sich Hagns Aufruf zur Einrichtung eines Energiearbeitskreises. Rudolf Gritsch (CSU) war dafür, dass Herbst als Klimaschutzbeauftragter zunächst einmal klärt, wer in diesem Gremium gebraucht werde. „Denn momentan kann ich mir unter dem Arbeitskreis nichts vorstellen“. Das sei eine „Kann-Sache“, erwiderte Thomas Mandl (SPD), „wenn sich niemand meldet, hat sich die Sache ohnehin erledigt“. Damit die Chance dafür besser stehen, soll laut Hagn dazu im Bürgerboten ein Aufruf gestartet werden.

Die Veröffentlichung des gesamten Stromverbrauchs der Gemeinde brauche man nicht beschließen, weil die Zahlen ohnehin das E-Werk liefern würde, so Hagn. Beim Leitbild für einen nachhaltigen Tourismus bittet die Stadt die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT), für die Kommunen des Tals gemeinsame touristische und energiepolitische Ziele zu erstellen, um einen nachhaltigen Tourismus zu ermöglichen. Zum Mobilitätskonzept wollte Hagn noch keinen Beschluss fassen, „weil hier noch einige Dinge zu klären sind.“


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