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Tegernsee will Dauerparker und Verkehrssituation in den Griff bekommen

Nadelöhr Hochfeldstraße

Von Christopher Horn

Die Hochfeldstraße in Tegernsee dient vielen als Zubringer zum Bahnhof. Auch einige der RVO-Busse, die aus Gmund kommen, fahren diese Strecke. Doch durch parkende Autos kommt es immer wieder zu Engstellen.

Aus diesem Grund befasste sich der Tegernseer Bauausschuss gestern mit der Frage, ob man das Parken in Zukunft nur noch auf einer Straßenseite zulassen soll. Auch die Dauerparker in der Hochfeldstraße sind der Stadt ein Dorn im Auge.

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Die Hochfeldstraße ist gefürchtet als Nadelöhr.
Die Hochfeldstraße ist gefürchtet als Nadelöhr. Vor allem Busse haben bei den engen Stellen Probleme.

Die Tegernseer Hochfeldstraße war schon öfter auf der Tagesordnung der Tegernseer Gremien. Immer wieder wurde die dortige Parkregelung diskutiert. Derzeit dürfen die Autos auf den dafür ausgewiesenen Flächen auf beiden Seiten der Straße parken. Insgesamt 19 Stellplätze gibt es entlang der Straße.

„Wir haben das Parken auf beiden Seiten erlaubt, um das Rasen auf dieser Strecke zu verhindern. Wenn wir es jetzt wieder ändern, dann preschen die Autos wieder durch“, so Anton Staudacher (CSU) in der gestrigen Bauausschusssitzung.

Wenn der Bus kommt, wird’s eng

Zudem komme es dort nicht zu Unfällen, und die Anlieger seien zufrieden, so Staudacher weiter. Das sahen allerdings nicht alle seiner Kollegen so. „Da muss ich widersprechen. Gerade wenn der Bus dort hochfährt, muss oft rangiert werden, weil Autos im Weg parken“, so Peter Hollerauer von den Freien Wählern.

Die Frage lautete nun also, wie die dortige Verkehrssituation verbessert werden kann. Zunächst wurde die Abschaffung der seeseitigen Stellplätze in Erwägung gezogen. Das würde viele Autofahrer aber wohl wieder zum Rasen einladen und den dortigen Anliegern dringend benötigte Parkplätze rauben. „Ich würde die Abschaffung des untersten Parkplatzes auf der Seeseite vorschlagen, das Busproblem entsteht hauptsächlich an dieser Stelle“, so Bürgermeister Peter Janssen (Bürgerliste).

Eine Idee, mit der sich auch die anderen Entscheidungsträger anfreunden konnten. Das sei eine gute Lösung, so Martina Niggl-Fisser von der Bürgerliste. Aus diesen Grund einigte man sich dann darauf, den untersten Parkplatz probeweise zu entfernen und zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt

Was wird aus den Dauerparkern?

Nachdem das geklärt war, kam dann ein ganz anderes Problem zur Sprache. So sind der Stadt auch die Dauerparker ein Dorn im Auge. Diese würden, so die Meinung der Räte, ihre Fahrzeuge in der Hochfeldstraße für häufig mehrere Stunden oder gar Tage abstellen. „Diese Parkplätze sind nicht dafür da, dass Menschen ihre Autos stehenlassen und nach zwei Wochen wieder abholen“, machte Bürgermeister Peter Janssen deutlich.

Vor allem Langzeitparker sind der Stadt ein Dorn im Auge.
Vor allem Langzeitparker sind der Stadt ein Dorn im Auge.

Aus diesem Grund zieht man im Tegernseer Rathaus nun eine Kurzparkzone an dieser Stelle in Betracht. Eine solche würde die Parkdauer tagsüber auf maximal fünf Stunden beschränken. Ab 18 Uhr wäre das Abstellen der Fahrzeuge dann wieder bis in der Früh um acht Uhr erlaubt.

„Eine realitätsferne Lösung“

Eine Lösung, die nicht alle Stadträte praktikabel finden. „Das halte ich für problematisch, da gerade viele Anwohner die Parkplätze nutzen“, so Peter Hollerauer.

Um die Situation genauer beurteilen zu können, hat sich die Tegernseer Verwaltung auch eine Einschätzung von Hauptkommissar Wolfgang Strobl von der Polizei Bad Wiessee eingeholt. Und der Verkehrsexperte erklärte heute auf Nachfrage:

„Rechtlich ist eine solche Kurzparkzone nicht zu beanstanden. Diese ist jedoch an dieser Stelle realitätsfern.“

Die Stellplätze würden, wie schon von Hollerauer angemerkt, vor allem von Anliegern genutzt, und daher wäre laut Strobl eine solche Regelung an dieser Stelle nicht sinnvoll. Aus diesem Grund habe er den Verantwortlichen der Stadt auch empfohlen, die Anwohner zu befragen und an einer gemeinsamen Lösung zu beteiligen.

„Mit einer Kurzparkzone würde man das Problem zudem nur verlagern und bewirken, dass die Anliegen sich an anderen Stellen Platz suchen“, so Strobl weiter. Er bezeichnete daher die Einrichtung sogenannter Anwohnerparkplätze als „gute Lösung“.

Auch für Bürgermeister Peter Janssen erscheint eine solche Möglichkeit als „denkbar“, wie er gestern in der Sitzung klarmachte. Eine endgültige Entscheidung wurde jedoch nicht getroffen. Der Bauausschuss beschloss lediglich die Abschaffung eines seeseitigen Parkplatzes, um die Verkehrssituation an der Hochfeldstraß ein wenig zu entspannen.

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