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Vermehrte Polizeikontrollen sollen Alkoholunfälle verhindern

Närrische, nüchterne Faschingsgaudi

Von Nadja Weber

Der Höhepunkt der Faschingszeit steht kurz bevor. Für viele gehört Alkohol genauso dazu wie das passende Kostüm und Perücke. Die Polizei warnt wie jedes Jahr davor, sich nach ausgelassener Faschingsparty mit Alkohol hinters Steuer zu setzten. Doch heuer zwingen die hohen Unfallzahlen in der vergangenen Faschingszeit die Beamten zum Handeln.

Die Polizei ist vor Ort, um vermehrt Alkoholkontrollen durchzuführen.
Die „Polizei“ ist auch beim Fasching vor Ort, um vermehrt Alkoholkontrollen durchzuführen.

Lustig, ausgelassen und meist durch den ein oder anderen Schnaps angeheitert – so sieht die Faschingsstimmung aus, wenn rund um Holzkirchen bald wieder die Hochphase beginnt. Sobald die Schminke aufgetragen ist und die Perücke sitzt, dauert es meist nicht mehr lang, bis das erste Bier bestellt wird.

Doch vorher sollte eine wichtige Frage geklärt sein: Wie kommt man dann wieder nach Hause? Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt alle feierlustigen Narren davor, sich mit Alkohol ans Steuer zu setzten. Grund dafür sind die zahlreichen Unfälle, die die Polizei in den Faschingswochen 2014 verzeichnete.

Traurige Bilanz

Zwar gelten die Statistiken für den Großraum Oberbayern Süd, dennoch ist die Bilanz an Unfällen und Verkehrswidrigkeiten erschreckend hoch. Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd berichtet von 56 Alkoholunfällen in der Faschingszeit 2014. Dabei wurden 35 Menschen verletzt und einer sogar getötet.

212 Fahrer wurden im letzten Jahr bei den Kontrollen aus dem Verkehr gezogen, weil sie zu viel Promille intus hatten. 31 Unbelehrbare standen unter Drogeneinfluss. 48 Mal konnte die Polizei eine Trunkenheitsfahrt vor Fahrtantritt noch verhindern. Sonntag erklärt:

Die Zahlen sprechen für sich und zeigen, dass in der diesjährigen Faschingszeit vermehrte Polizeikontrollen notwendig sind.

„Wir wollen Ihnen nicht den Spaß am Fasching verderben. Uns geht es darum, folgenschwere Verkehrsunfälle zu verhindern!“ betont Martin Irrgang, Leiter für verkehrspolizeiliche Aufgaben.

Wer sich dennoch mit Alkohol ans Steuer setzt und schlimmsten Falles auch noch einen Unfall versucht, muss mit harten Strafen rechnen. Der Bußgeldkatalog sieht bereits bei 0,5 Promille Alkohol oder einem nachweisbaren Drogenkonsum eine Geldbuße von mindestens 500 Euro vor. Außerdem muss man zusätzlich mit zwei Punkten und einem Fahrverbot von mindestens einem Monat rechnen. Die Sanktionen verdoppeln und verdreifachen sich entsprechend, wenn jemand bereits ein- oder mehrmals von der Polizei erwischt worden ist.

Vermehrte Polizeikontrollen in Holzkirchen

Noch teurer wird es für diejenigen, die 1,1 und mehr Promille Alkohol intus haben und damit, laut Polizei „absolut fahruntüchtig“ sind. Kommt es dann noch zu einem Unfall mit anderen Verkehrsteilnehmern, droht bereits ab einem Wert von mehr als 0,3 Promille der Führerscheinentzug.

Auch in Holzkirchen wird die Polizei dieses Jahr zur Faschingszeit wieder vermehrt die Augen offen halten. Vor allem am Faschingssamstag und Sonntag sind die Beamten unterwegs. Dennoch berichtet Peter Wabnitz, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Holzkirchen, dass die Unfallsituation entspannt ist.

Glücklicherweise sind bei uns in den Faschingswochen 2014 kaum Alkoholunfälle passiert. In den vier Jahren, die ich schon hier bin, zeigen sich in dieser Zeit generell keine Auffälligkeiten in der Unfallstatistik.

Dies liege vor allem daran, dass die Leute von den vermehrten Kontrollen wissen und sich dementsprechend verhalten. Trotzdem erinnert Wabnitz an die hohen Strafen, die einen alkoholisierten Verkehrssünder erwartet. Auch sonst kann die Polizei Holzkirchen von nur wenigen Alkoholunfällen im gesamten Jahresrückblick berichten. Damit die Unfallstatistik für die diesjährige Faschingszeit genauso positiv ausfällt, gilt deshalb: Bei Alkohol, Finger weg vom Steuer.

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