Hochwasserschutz hat Priorität

Rottach-Brücke: Zeitplan für Neubau offen

Von Christopher Horn

Aktualisierung vom 18. August / 14:02 Uhr
2009 ließ Rottach-Egern die Fußgängerbrücke über die Rottach sperren. Seitdem müssen Fußgänger und Radfahrer den Umweg über die Hauptstraße nehmen, wollen sie den kleinen Fluss überqueren.

Bereits Mitte 2012 hatten sich Rottach und Tegernsee auf den Bau einer neuen Brücke verständigt. Doch bis diese tatsächlich gebaut wird, könnte noch einige Zeit vergehen. Denn zuerst müssen die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Rottach vorangetrieben werden.

Die Brücke über die Rottach ist derzeit gesperrt.
Brücke gesperrt. Die unveränderte Situation finden Passanten seit 2009 an der Rottach vor.

So erklärt Andreas Holderer vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, dass geplant sei, „die vorhandenen Ufermauern zu erhöhen und zu stabilisieren.“ Nach dem Juni-Hochwasser müssten allerdings erst noch einige Schäden ausgebessert werden.

Holderer hatte sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Und auch ein entsprechendes Gutachten wurde vor Kurzem an das Landratsamt Miesbach weitergeleitet. Dort müssten noch einige Stellungnahmen abgewartet werden. Erst wenn das geschehen ist, kann mit den Maßnahmen zum Hochwasserschutz und schließlich auch dem Bau der rund 104.000 Euro teuren Brücke über die Rottach begonnen werden.

Wie bereits vor drei Wochen berichtet, hatte der Rottacher Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einen genauen Plan für den Neubau und das Finanzierungskonzept abgesegnet. Einen konkreten Zeitplan für den Bau gibt es allerdings immer noch nicht.

Ursprünglicher Artikel vom 28. Juli
Insgesamt 104.000 Euro soll der Neubau der Brücke, die über die Rottach von der Schwaighofanlage zum See- und Warmbad führt, kosten. 40 Prozent davon zahlt der Freistaat Bayern. Bereits im Dezember 2012 hatten sich die Stadt Tegernsee und die Gemeinde Rottach-Egern über die Verteilung der restlichen Kosten geeinigt.

Brücke gesperrt. Die unveränderte Situation finden Passanten seit 2009 an der Rottach vor.
Der Zeitplan für den Neubau der Brücke ist derzeit noch offen.

„Damit die Ausgaben aber nicht ins Uferlose gehen, haben wir sie bei jeweils 30.000 Euro gedeckelt“, so der Rottacher Franz Hafner im Februar 2013. Nun hat sich der Rottacher Gemeinderat noch mal mit den Planungen der Brücke befasst. Die neue wird, wie schon die alte Brücke, leicht schräg errichtet.

Das ist nötig, weil man die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen an der Rottach berücksichtigen muss. Ansonsten komme man von der Höhe her nicht hin, so Verwaltungsmitarbeiter Stefan Staudinger in der Sitzung des Rottacher Gemeinderates am vergangenen Mittwoch.

Hand in Hand

Wann die Brücke letztlich fertig sein wird, ist derzeit allerdings noch völlig unklar. „Das muss mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt werden“, so der Tegernseer Geschäftsleiter Hans Staudacher auf Nachfrage. Der Bau müsse Hand in Hand mit den Hochwasserschutzmaßnahmen gehen. Und die Planungen hierfür seien im vollen Gange, wie Staudacher betont.

So müssen sich die Fußgänger also noch eine Weile gedulden, bis sie die dortige Brücke über die Rottach wieder benutzen können. Für Bürgermeister Franz Hafner ist die Verbindung mit dem Hochwasserschutz unterdessen eine „vernünftige Entscheidung, wie er im Februar 2013 erklärte.

„Denn es wäre ja schrecklich, wenn wir jetzt anfangen würden zu bauen, nur um zu erkennen, dass die Planungen vom Wasserwirtschaftsamt dort mit reinspielen und wir die Brücke wieder wegmachen müssten.“


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