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Stadtrat genehmigt Versetzen des Hafens an Tegernseer Seestraße

Rixner darf schwimmende Bootshütte bauen

Von Martin

Zweite Aktualisierung vom 4. August / 16:14 Uhr
Vor fast einem Jahr hatte der Tegernseer Bootsverleiher Christoph Rixner den Plan eingereicht, neben „seinem Hafen“ am Schlosscafé eine Bootshütte für seine Boote zu errichten.

Grundsätzlich hätte man sich ja bereits für den Bau ausgesprochen, so Bürgermeister Peter Janssen. Jetzt gehe es noch darum, die Details abzusegnen. Doch die haben es technisch gesehen in sich. Bei der nächsten Flut würde die Hütte einfach aufschwimmen.

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Blick in Richtung der Bootsanlegestelle von Rixner während des jüngsten Hochwassers.
Blick in Richtung der Bootsanlegestelle von Christoph Rixner während des jüngsten Hochwassers.

Rixner möchte seinen Bootshafen etwas versetzen und eine Hütte zur Unterbringung seiner Boote in direkter Nähe errichten. Es geht dabei jedoch nicht nur um eine „normale“ Bootshütte, sondern – das Hochwasserereignis hatte ihn dazu inspiriert – um eine schwimmende. Der Schwimmkörper werde sich, so die Planung, vollständig unter der Hütte befinden. Bauamtsleiterin Bettina Koch trug die Details in der jüngsten Stadtratssitzung vor.

„Es ist als schwimmende Lösung jetzt besser, weil nochmal Höhe eingespart werden kann“, sprachen sich sowohl Peter Janssen als auch alle Stadträte für die neue Lösung aus. Die Hütte hat außen eine Holzverkleidung, ein Walmdach sowie einen barrierefreien Zugang.

Aktualisierung vom 28. März / 14:03 Uhr
Bereits im Oktober hatte der Bootsverleiher Christoph Rixner den Wunsch geäußert, neben „seinem Hafen“ am Schlosscafé eine Bootshütte für seine Boote zu errichten. Nun hat die Stadt dem Antrag Rixners zur Änderung des Flächennutzungsplans einstimmig stattgegeben.

Damit sind nun das Landratsamt und die Schlösser- und Seenverwaltung gefragt.

Der gesamte Steg soll in Richtung der existierenden Bootshütte verlegt werden.

Der Tegernseer Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag einstimmig für den Antrag Christoph Rixners zur Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans ausgesprochen. Die Änderung war nötig geworden, weil „das Landratsamt die Auffassung vertritt, dass das Bauvorhaben planungsrechtlich nicht privilegiert ist, da es im Außenbereich liegt“, so Bauamtsleiterin Bettina Koch in der Sitzung vom 26. März.

Der von Rixner geplante Bau einer Bootshütte in unmittelbarer Nähe zu seinem Bootshafen am Schlosscafé in Tegernsee hat damit die nächste Hürde genommen. Rixner hatte die Stadt bereits im Oktober schriftlich um Erlaubnis gebeten, seinen Bootshafen etwas versetzen zu können und eine Hütte zur Unterbringung seiner Boote in direkter Nähe zu errichten.

Bei Sturm in den Hafen

14 mal 10 Meter, so die Maße der neuen Hütte inklusive Anschluss an die bereits existierende kleinere Ausführung. Bislang musste Rixner seine Verleihboote vom „Hafen“ am Schlosscafé in die weiter entfernte Bootshütte an der Münchner Straße bringen. „Gerade bei einem aufkommenden Sturm ist das eine sehr gefahrvolle Sache, daher ist es gerade aus Sicherheitsgründen wichtig, eine Unterbringung in direkter Nähe zu schaffen“, so Bürgermeister Peter Janssen in der Sitzung.

Christoph Rixner in seiner Bootshütte an der Münchner Straße.

Die Hütte ist aber nur für die acht vorhandenen Elektroboote gedacht, alle anderen werden im Sturmfall draußen gelagert. Zudem betonte Janssen auch die touristische Bedeutung eines der ältesten Gewerbe im Tegernseer Tal. Der Stadtrat signalisierte dann auch einmal mehr seine breite Zustimmung für das Vorhaben Rixners, zumal dieser die Kosten vollständig aus eigener Tasche tragen wird.

Das letzte Wort haben aber nach wie vor das Landratsamt Miesbach und die Schlösser- und Seenverwaltung. „Wir haben mit dieser Entscheidung nur die Voraussetzungen geschaffen, dass das Landratsmat tätig werden kann“, so Bettina Koch. Im nächsten Schritt muss sich Rixner dann privatrechtlich mit den beiden Instanzen auseinandersetzen. „Von der Schlösser- und Seenverwaltung gibt es noch nichts Neues“, so Christoph Rixner, der ebenfalls als Zuschauer in der Sitzung am Dienstag anwesend war.

Ursprünglicher Artikel vom 30. Oktober:
Vorne ein Elektroboot mit Steuermann. Hintendran mehrere angeleinte Bötchen, die abgeschleppt werden. Für viele ist das in Tegernsee ein alt bekanntes – nahezu nostalgisches – Bild. Bootsverleiher Christoph Rixner bringt seine Verleihboote vom „Hafen“ am Schlosscafé in die weiter entfernte Bootshütte an der Münchner Straße. Das macht Rixner bereits seit Jahren. Jeden Morgen und jeden Abend, so lange die Bootsverleihsaison eben läuft.

Ab nächstem Jahr könnte dieser Anblick der Vergangenheit angehören. Rixner will neben „seinem Hafen“ eine Bootshütte erbauen.

Der gesamte Steg soll in Richtung der existierenden Bootshütte verlegt werden und dazwischen soll Rixner eine eigene Unterbringung für seine Boote bekommen.
Der gesamte Steg soll in Richtung der existierenden Bootshütte verlegt werden und dazwischen soll Rixner eine eigene Unterbringung für seine Boote bekommen.

In einem Schreiben wandte sich der Verleiher nun an die Stadt Tegernsee und wies vor allem auf den großen zeitlichen Aufwand hin, den das Prozedere nach sich zieht. Noch dazu wäre das Wetter in den letzten Jahren immer unberechenbarer geworden, sodass er die Tret-, Ruder- und E-Boote teilweise mehrmals am Tag hin und her schippern muss.

Bei einem aufkommenden Gewitter bringt Rixner die Schiffe immer zum eigenen Bootshaus am anderen Ende der Stadt hinter der Seesauna an der Münchner Straße zurück. Passieren muss Rixner auf diesem Weg die Anlegestellen der Schifffahrt, was mitunter mit „nicht zu unterschätzenden Gefahren“ verbunden sei.

“Durchaus beträchtliche Bebauung“

Nun soll neben „seinem Hafen“ am Seecafe also eine Bootshütte entstehen. So wie es bei Bootsverleihern an Seen eben so üblich ist. Ein Steg, an dem die Boote untertags an Touristen verliehen werden können, und direkt daneben eine Hütte, in der auch die Elektroboote über Nacht wieder aufgeladen werden.

14 mal 10 Meter, so die Maße der neuen Hütte inklusive Anschluss an die bereits existierende kleinere Ausführung. Oben drauf kommt ein sehr flach geneigtes Walmdach. Auf den Plänen, die gestern bei der Bauausschusssitzung der Stadt Tegernseer ausgelegt waren, ist von 213 Quadratmetern überbauter Seefläche die Rede. Dazu gehört unter anderem auch die Stegfläche an der Ablegestation, die ebenfalls neu gestaltet wird. Der „alte Hafen“ soll nämlich in Richtung der neu geplanten Bootshütte versetzt werden. „Insgesamt eine durchaus beträchtliche Bebauung“, merkte Bürgermeister Peter Janssen an.

In die neue Hütte integriert ist auch ein Aufenthaltsraum für den Bootsverleiher. Bisher ist an Land ein solcher Raum bei den Besitzern des Schlosscafé angepachtet. Doch die Pachtverhältnisse seien relativ ungewiss. So könnte es laut Janssen durchaus sein, dass die kleine Holzstube in naher Zukunft abgerissen wird (siehe Bild oben – ganz links)

Wenn der Bootsverleih aufhört, muss auch die Hütte weg

Insgesamt hatten die Stadträte nichts gegen die Bauabsichten einzuwenden. Das lag allerdings auch daran, dass Größe und Höhe des Baus auf ein Minimum reduziert wurden. Noch dazu fügt es sich in das Ortsbild ein. „Die Blickachse in Richtung Ufermauer wird kaum beeinträchtigt“, so ein Satz, der beispielsweise zu Protokoll gegeben wurde. So segnete der Bauausschuss den Antrag am Ende einstimmig ab. Das heißt allerdings noch nicht, dass Rixner schnell mit dem Bau beginnen kann.

Noch müssen die Seenverwaltung, das Landratsamt und auch die angrenzenden Grundstücksbesitzer gehört werden. In Bezug auf die Seenverwaltung liegt der Stadt zwar bereits ein Schreiben zu dem Bauvorhaben vor. Und Bürgermeister Janssen betonte in diesem Zusammenhang:

„Das Verfahren läuft. Dagegen sind sie nicht. Festlegen will sich die Behörde aber auch noch nicht.“

Dabei ist der Hüttenbau eine temporäre „Geschichte“ und darf nur so lange bestehen bleiben, solange auch ein Bootsverleih vor Ort stattfindet. Sollte dieser irgendwann einmal eingestellt werden, müssen sowohl Hütte als auch der „Hafen“ auf Rixners Kosten abgebrochen werden.

Doch das ist derzeit kein Thema. Jetzt geht es für den Bootsvermieter, neben den ganzen Freigaben, unter anderem auch darum, das nötige Kleingeld für den Neubau aufzutreiben. Denn das sei immer noch entscheidend, so Christoph Rixner heute Morgen auf Nachfrage. Während des Gesprächs montierte er gerade das Preisschild am Hafen ab. „Die Verleihsaison ist bereits seit Kirchweihsonntag zu Ende.“ Die letzten Vorbereitungen für die anstehende Winterpause sind fast abgeschlossen.


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