Tegernseerstimme

Die neuesten Nachrichten aus dem Tegernseer Tal. Der kostenlose Newsletter der Tegernseer Stimme täglich um 18 Uhr
Anzeige | Hier können Sie werben

Neue Flüchtlinge für Bad Wiessee

Herrmann schließt Wandelhalle als Unterkunft aus

Von Christopher Horn

Beinahe wöchentlich kommen neue Asylbewerber ins Tegernseer Tal. Die Gemeinden sind daher stets auf der Suche nach neuen Unterkünften. Nun ist auch in Bad Wiessee neuer Wohnraum gefunden.

Im alten Wiesseer  Pfarrhof sind Flüchtlinge untergebracht. Kommen noch weitere Unterkünfte dazu?
Im alten Wiesseer Pfarrhof sind Flüchtlinge untergebracht. Jetzt wurde eine weitere Unterkunft gefunden.

Bislang hat Bad Wiessee lediglich im alten Pfarrhof der katholischen Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt im Fritz-von-Miller-Weg Asylbewerber untergebracht. Seit September 2013 wohnt dort eine siebenköpfige afghanische Familie.

Dass der Gemeinde aber weitere Asylbewerber von der Regierung von Oberbayern zugewiesen werden, ist seit Langem sicher. Noch gibt es keine Aufforderung des Landratsamtes an die Wiesseer. „Ich weiß aber, dass dieses Problem auf uns zukommen wird“, räumte Höß im August ein. Daher suchten die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten weitere Unterkünfte.

Neue Unterkunft in Wiessee gefunden

Wie Geschäftsleiter Michael Herrmann auf Nachfrage bestätigt, hat Bad Wiessee eine neue Unterkunft für Asylbewerber gefunden. Am Montag findet dazu ein Pressegespräch im Wiesseer Rathaus statt. „Wir sind jetzt bereit, unseren Beitrag zu leisten und haben aus unserer Sicht die perfekte Lösung gefunden“, so Herrmann. So sollen schon bald neue Flüchtlinge in ein Gebäude auf Gemeindegebiet einziehen. Es gehe eher um Tage als um Wochen, so Herrmann weiter. Um welches Gebäude es sich genau handelt, wollen die Verantwortlichen allerdings noch nicht verraten.

„Es handelt sich aber weder um die Wandelhalle oder das Hotel Lederer, noch um das Haus des Gastes“, betont Herrmann. Auch Wonhncontainer sind laut Michael Herrmann nicht im Gespräch. Im Oktober hatte Gemeinderätin Ingrid Versen (CSU) die Wandelhalle als weiteren Zufluchtsort ins Gespräch gebracht. Laut Bürgermeister Peter Höß ist die jedoch für Asylbewerber ungeeignet. Im Winter ist die Wandelhalle kaum zu beheizen.

Bis Ende Dezember werden 447 Asylbewerber im Landkreis Miesbach leben. 700 sind für nächstes Jahr prognostiziert. Wie am Donnerstag berichtet, ist seit dieser Woche die städtische Turnhalle in Tegernsee voll besetzt. Die Gmunder Seeturnhalle steht als weitere Unterkunft bereit. Doch auch dort sind die Kapazitäten begrenzt. In Rottach-Egern und Kreuth sind ebenfalls bereits Flüchtlinge beheimatet. Nun nimmt also auch Bad Wiessee weitere Asylbewerber auf.


Unternehmen aus unserer Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt


Aktuelle Jobangebote aus der Region
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme