Tegernsee: Wiedereröffnung im Hotel Fackler geplant

Neuer Glanz für altes Gemäuer

Schlag auf Schlag wird es in den kommenden Monaten im ehemaligen Hotel Fackler in Tegernsee zugehen. Die neuen Inhaber Diana Greif und Peter Straßer haben jede Menge vor. Der TS haben die beiden exklusive Einblicke in das Traditionshotel gewährt.

Sie sind die Neuen im Fackler: Diana Greif und Peter Straßer
Sie sind die Neuen im Fackler: Diana Greif und Peter Straßer

Ein bisschen Phantasie muss man aktuell mitbringen, wenn man das ehemalige Hotel Fackler in Tegernsee betritt. Noch ruht alles, doch schon in Kürze sollen in dem markanten Gebäude mit dem Türmchen auf dem Dach die Handwerker ein- und ausgehen. „Zeitgemäß und doch traditionell“ lautet das Modernisierungskonzept des neuen Betreiberpaares Diana Greif und Peter Straßer.

Hotel soll Charakter beibehalten

An Ideen mangelt es den beiden nicht. Und: Bei Ideen soll es auch nicht bleiben. Bereits für Sommer ist die Neueröffnung unter dem gleichen Namen anvisiert. „Der Wiedererkennungswert ist uns ganz wichtig“, sagen sie. Große Überraschungen werden daher ausbleiben.

„Das Haus soll seinen Charakter beibehalten. Unsere Gäste wünschen nichts Hochmodernes. Eine Veränderung in dem Stil würde auch gar nicht passen. Und wir wollen das auch nicht“, sagt Diana Greif. Eine neue Klassifizierung des Hotels mit anderer Gästeschicht sei nicht angedacht. „Wir werden uns auch weiterhin zwischen Drei- und Viersterne Superior bewegen.“

„Entstauben“ nennt es die Augsburgerin bescheiden, wenn sie von ihren Plänen spricht. Mit dem an der Außenfassade installierten gläsernen Lift zur Seeseite handelt es sich um eines der umfangreichsten Projekte auf der To-Do-Liste. Dieser soll alle fünf Stockwerke miteinander verbinden und ankommenden Urlaubern das Kofferschleppen erleichtern beziehungsweise abnehmen.

Einziges fünfgeschossiges Gebäude in Tegernsee

Um seinen Gästen aber diesen Komfort überhaupt anbieten zu können, geht das Unternehmerpaar von einer Reihe weiterer baulicher Veränderungen aus. „Ein Schacht muss gebaut, Balkone abgenommen und versetzt werden“, erklärt Diana Greif. Auch der Stadtrat hatte bei dieser Maßnahme ein Wörtchen mitzureden. Er hatte allerdings keinerlei Einwände – anders als beim Umbau der Chalet-Wohnung im Dachgeschoss.

„Hier haben wir uns ursprünglich eine durchgehende Glasfront gewünscht. Das wurde aber abgelehnt. Das entscheidende Argument war, dass es in ganz Tegernsee keine weiteren fünfgeschossigen Gebäude sowie Dachgauben gebe.“ Und weil auch der Bestandsschutz eine wesentliche Rolle spiele, haben sie nun eine neue einvernehmliche Lösung gefunden: „Wir werden jetzt einen ein Meter breiten Balkon bauen, hinter dem sich dann eine Glasfront befindet“, erklärt Diana Greif.

So sieht es aktuell noch aus. Traditionell und gemütlich soll es aber auch nach der Modernisierung bleiben
So sieht es aktuell noch aus. Traditionell und gemütlich soll es aber auch nach der Modernisierung bleiben

Eine Herzensangelegenheit ist Peter Straßer und Diana Greif die Verköstigung ihrer Gäste. Ein Restaurantbetrieb, der auch Auswärtige zum Verweilen einladen soll, ist geplant. Beste Voraussetzungen gibt es durch die bereits vorhandene Küche im Fackler.

Peter Straßer, selbst von Beruf Küchen- und Metzgermeister, lässt sich schon jetzt in die Menükarte schauen. „Bei uns werden nur biologisch einwandfreie Produkte auf den Tisch kommen, die gentechnisch frei sind und kein Gluten enthalten. Bei Fleisch verzichten wir auf Zufütterung und Bezug aus Mastbetreiben“, sagt er.

“Nur im Verbund ist man stark.”

In die Rubrik „kleinere Projekte“ fällt dagegen schon fast der gesamte Bereich der Innenausstattung. Dazu gehört, dass alle 13 Gästezimmer noch neue Teppichböden bekommen, außerdem Kaminzimmer und Lounge in neuem Glanz erstrahlen sollen, und hier und da noch Decken und Böden im Erdgeschoss erneuert werden müssen.

„Unser Beruf ist gleichzeitig unser Hobby“, sagt Diana Greif. Neuland hat das Unternehmerpaar mit dem Erwerb der Immobilie im Juli 2015 nicht betreten. Beide können auf langjährige Erfahrung im Hotel- und Gastronomiemanagement zurückblicken. Was sie sich für Tegernsee wünschen? Da müssen sie nicht lange überlegen: „Dass man nicht sein eigenes Süppchen kocht. Wir haben gelernt, dass man nur im Verbund stark ist.“

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