Marktgemeinde Holzkirchen startet Bewerbungsfrist für Grundstücksvergabe
Neuer Wohnraum für Einheimische!?

von Maximilian Olberding

Die Marktgemeinde Holzkirchen wächst. Damit auch in Zukunft für ausreichend Wohnraum gesorgt ist, verkauft die Marktgemeinde Holzkirchen nun einige Grundstücke. Die Bewerbungsfrist beginnt heute.

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Die rot markierten Grundstücke werden von der Gemeinde Holzkirchen verkauft, links Holzkirchen, rechts Hartpenning

Insgesamt stehen zwölf Grundstücke zum Verkauf. Acht in Holzkirchen selbst und vier weitere in Kleinhartpenning. Am Grünlandweg im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 133 sollen so insgesamt drei Einfamilienhäuser, sowie fünf Doppelhaushälften entstehen. In Kleinhartpenning kommen nochmal vier Grundstücke des Bebauungsplanes Nr. 137 „Gschwendfeld/Bucher Feld“ hinzu, auf denen zwei Einfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften entstehen können.

Bei der Preisgestaltung hat sich das Bauamt am aktuellen Bodenrichtwert der Kaufpreissammlung der Jahre 2013/2014 orientiert.” In Holzkirchen müssen für die zwischen 335m² und 637m² großen Grundstücke je 680 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. In Kleinhartpenning kosten die 482-680m² großen Parzellen 380 Euro pro Quadratmeter.

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Punktesystem für Chancengleichheit

Bei dem nun gestarteten Vergabeverfahren handelt es sich jedoch um kein klassisches Einheimischenbauprojekt, wie Holzkirchen Vizebürgermeisterin Elisabeth Dasch (SPD) erklärt. Die Vergaberichtlinien sind aber so konzipiert, dass zum Zeitpunkt der Bewerbung mit Erstwohnsitz in Holzkirchen gemeldete Vorteile genießen. Ein Punktesystem soll für Chancengleichheit sorgen.

Für jedes Jahr, seit dem ein Bewerber bereits in Holzkirchen wohnt, gibt es demnach einen Punkt. Maximal 20 Punkte können so erworben werden. Auch frühere Wohnzeiten werden berücksichtigt, jedoch dann maximal 15 Punkte. Jedes kindergeldberechtigte Kind bringt zusätzlich zehn Punkte. Wer am Ende die meisten Punkte nachweisen kann, erhält den Zuschlag. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Das soll vor allem Einheimischen Familien zu Gute kommen, so Dasch.

Bis 31.12.2015 bei der Marktgemeinde eingegangene Bewerbungen können noch berücksichtigt werde. Danach findet die Vergabe der Flächen statt. Sollte das Interesse von Seiten der Einheimischen Familien gering sein, gehen die Wohnungen in den freien Markt. Für die Bebauung müssen die neuen Eigentümer selbst sorgen. Eine Übersicht über die Vergaberichtlinien, die Punkteverteilung, sowie den offiziellen Bewerbungsbogen, können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite der Marktgemeinde Holzkirchen abrufen.

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