Hängepartie der Seeperle zu Ende

Neues Suitenhotel für Rottach

Wo einst die Seeperle 30 Jahre leer stand, könnte sich im Krater nach deren Abriss bald etwas tun. Zumindest auf der planerischen Seite werden nun Termine genannt.

Auf dem Grundstück der ehemaligen Seeperle soll sich bald wieder was tun – jetzt werden erste Termine genannt

Seit einem Jahr sichert ein Bauzaun die offene Wunde in der Bestlage am See gegenüber dem Kurpark. Geplant ist dort auf dem ehemaligen Gelände der Seeperle ein Suitenhotel. Die beiden Geschäftsführer Rainer Leidecker und Ernst Tengelmann ihrer Projektgesellschaft 19-21, Rottach-Egern Verwaltungs GmbH, haben dort 44 Zimmer mit 102 Betten geplant, ein Almhaus mit Restaurant sowie fünf Läden und seeseitig ein Schwimmbad samt Wellnessbereich.

Auch eine Tiefgarage mit 88 Stellplätzen gehört zum Komplex. Die reinen Baukosten ohne Grundstück bezifferte Leidecker anfangs auf „29 Millionen Euro, da wir in den Fünf-Sterne-Bereich gegangen sind“. Insgesamt handelt es sich wohl um ein „stattliches Investitionsvolumen“, so Bürgermeister Christian Köck jüngst auf der Bürgerversammlung. Er sprach von 40 bis 50 Millionen Euro. Auch er wünsche sich, so Köck, dort ein vernünftiges Hotel zu bekommen. „In absehbarer Zeit wird sich da unten was tun, so viel kann ich verraten“.

Im Mai wird die Öffentlichkeit informiert

Auf Nachfrage der Tegernseer Stimme wird der Rathauschef etwas konkreter. Demnächst werde auch im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung über das Projekt gesprochen, „denn es müssen Beschlüsse gefasst werden“. Diese seien schon hinter verschlossenen Türen behandelt worden, weil sich der Gemeinderat ein voll umfängliches Bild über das geplante Projekt machen soll.

Da dort auch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan über Größe und Umfang bestehe, müsste das Gremium zustimmen. „Die baurechtlichen Themen behandelt dann der Ortplanungsausschuss im Mai“. Trotz der Geheimhaltung will Köck so viel verraten, dass die geplanten Änderungen der Bauherren „im marginalen Bereich“ seien. „Sie haben keine Auswirkungen auf den Bebauungsplan“.

Auch einer der beiden Geschäftsführer zeigt sich nun gesprächiger. Es gebe eine Reihe von Interessenten, mit denen man schon „in sehr weit fortgeschrittenen Gesprächen ist“, sagt Ernst Tengelmann. Nach seinen Beobachtungen sei die Nachfrage nach solchen Objekten im Tal stark gestiegen. Statt auf unpersönliche Bettenburgen wie früher richte sich das Augenmerk jetzt mehr auf kleinere Boutique-Hotels, „die im Trend liegen“. In dieser Planungsphase jetzt gehe es noch um „kleinere Optimierungen“. Der Baubeginn kann aber laut Tengelmann „aus organisatorischen und technischen Gründen nicht mehr in diesem Jahr erfolgen“.


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