Nach Millionen-Raub aus Kreuther Villa

Vierter Mann festgenommen

Ende April sorgte ein Fall in Kreuth für Aufsehen. Eine 95-Jährige musste exhumiert werden, um nachträgliche ihre Todesursache zu ermitteln. Ihre Pflegerin steht im Verdacht gemeinsam mit zwei Männern ihre Villa ausgeraubt zu haben. Jetzt gibt es weitere Ermittlungsergebnisse.

Das Haus der Kreutherin wurde von der Kripo versiegelt.
Jetzt wurde ein vierte Mann festgenommen – war er am Raub beteiligt?

Ende April hatte der Tod einer 95-Jährigen aus Kreuth für Aufsehen im Tal gesorgt. Es besteht der Verdacht, dass ihre Pflegerin, deren Mann und der Hausmeister hochwertige Antiquitäten aus der Villa der Kreutherin geschafft haben. Die erbeutete Summe ist noch nicht endgültig ermittelt. Das Trio sitzt bereits in Untersuchungshaft.

Wie der Merkur berichtet, wurde jetzt eine vierte Person festgenommen. Ein 66-jähriger Tatverdächtiger aus dem Landkreis Miesbach. Auch er stehe im Verdacht am Bandendiebstahl beteiligt gewesen zu sein.

Die Ermittlungen zur Todesursache der 95-Jährigen sind abgeschlossen. Ergebnissen liegen dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd aber noch nicht vor. Es bestand der Verdacht, dass die Dame nicht eines natürlichen Todes gestorben sei. Für die Untersuchungen musste sie exhumiert werden.

Ursprünglicher Artikel vom 19. April 2016 mit der Überschrift: „Abduktion abgeschlossen: War es Mord?“


Was geschah an jenem Tag im März, dem Todestag einer 95-jährigen Kreutherin? Bereits zu Lebzeiten sollen ihr Hausmeister samt Gefährten Wertgegenstände aus ihrer Villa gestohlen haben. Weil die Staatsanwaltschaft prüfen will, ob die Frau eines natürlichen Todes gestorben ist oder ermordet wurde, hat man sie nun obduziert.

Vergangene Woche schlug der dramatische Fall um eine 95-jährige Kreutherin hohe Wellen. Wie kam sie ums Leben? Und warum musste man ihren Körper obduzieren? Seit vergangener Woche verdichteten sich die Gerüchte rund um den Tod der Kreutherin.

Nach Berichten aus der Nachbarschaft lebte die Frau in den letzten Jahren sehr zurückgezogen und verbrachte ihre letzten Jahre in einem Seniorenheim in Rottach-Egern. Ihr Mann sei früher Antiquitätenhändler gewesen. Beide betrieben damals ein gut laufendes Geschäft im Zentrum Rottach-Egerns.

Verdacht auf Bandenraub

In ihrer Villa in Kreuth befanden sich bis zuletzt Kunst, Möbel und andere luxuriöse Wertgegenstände. Wie berichtet laufen derzeit die umfangreichen Ermittlungen gegen den Hausmeister, die Pflegerin und deren Ehemann, die die alte Dame vor ihrem Tod systematisch ausgeraubt haben sollen. Als die Polizeibeamten die Wohnungen der Pflegerin durchsuchten, konnten einige Objekte aus der Kreuther Villa sichergestellt werden.

Ken Heidenreich, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft München II, erklärt: “Die Tatverdächtigen sitzen bereits in U-Haft. Die Ermittlungen bezüglich eines Bandendiedstahls laufen derzeit noch.”

War es Mord?

Währenddessen verbreiteten sich Ende letzter Woche Gerüchte, die Frau sei am 22. März keines natürlichen Todes gestorben. Doch diese Mutmaßungen wollen derzeit weder Polizei noch Staatsanwaltschaft bestätigen. Ende März stellte der zuständige Arzt zwar zuerst den natürlichen Tod der 95-Jährigen fest. Doch um sicherzugehen, wurde eine nachträgliche Untersuchung der Toten veranlasst. Dazu habe man Sie exhumiert. Und Heidenreich erklärt weiter:

Die Obduktion ist abgeschlossen. Uns liegen aber noch keine Ergebnisse vor.

Wer derzeit einen Mord in Anbetracht ziehe, sei gedanklich schon weiter als die Staatsanwaltschaft, berichtet der Pressesprecher. Man werde wohl die Ermittlungsergebnisse abwarten müssen. Derzeit führt die Polizei noch Spurenauswertungen und Zeugenbefragungen durch.

Die drei Tatverdächtigen – die 51-jährige Pflegerin, ihr 55-jähriger Ehemann und der 56-jährige Hausmeister – sitzen nach ihrer Festnahme derzeit wegen Verdacht auf Bandendiebstahl in Untersuchungshaft.

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