Gmunder Betreiber wollen weiter investieren

Oedberg: Ein Masterplan für den Erfolgshang

Von Peter Posztos

Seit 2002 befindet sich der Gmunder Oedberg in der Hand von Georg Reisberger. Rund 2,5 Millionen Euro hat die Beteiligungsgesellschaft seither in Lifte, Beschneiung und Flutlicht gesteckt. Mit großem Erfolg: so sei laut Reisberger die Anzahl der Betriebstage pro Jahr von 40 auf mindestens 90 angestiegen. Etwa 100.000 Gäste kommen jährlich zum Oedberg.

Einer der Gründe ist auch die Nutzung im Sommer mit Sommerrodelbahn, Kletterwald und Alm. Nun stehen neue Investitionen an, unter anderem denken die Betreiber über eine Verlängerung des Hauptliftes nach.

Die Oedberg-Lifte sind beliebt

Wie Reisberger erklärt, stehe allerdings die Verlängerung des längsten von aktuell fünf Liften von derzeit 700 auf maximal 1.250 Metern auf der Prioritätenliste ganz weit hinten. Zuallererst wolle man das bestehende Geschäft sichern. Der Oedberg hat sich mittlerweile als Familienhang etabliert. Viele Besucher kommen aus dem Großraum München. Für die sei entscheidend, dass die Schneesituation stabil ist und es genügend Parkplätze gibt, wie Reisberger auf Nachfrage erklärt.

Seit wir beschneien, haben wir die Anzahl der Betriebstage deutlich gesteigert. Allerdings pumpen wir derzeit das Wasser von unten hoch zu den Schneekanonen. Das wollen wir zukünftig anders machen. Zu dem Zweck planen wir am Berg einen Speichersee. Dann kann das Wasser zu den Maschinen runterlaufen. Und wenn wir es nicht brauchen, produzieren wir damit Strom.

Die Priorität habe eine effiziente Produktion von Schnee und die Vergrößerung des Parkplatzes. An schönen Tagen sind die Plätze rund um den Oedberg bereits früh am Tag belegt. „Erklären Sie das mal den Skifahrern, dass der Hang zwar perfekt präpariert ist, sie aber wegen fehlender Stellplätze nach Hause fahren müssen“, so Reisberger. Es habe zwar vor knapp zwei Jahren im Zuge eine Erweiterung um rund 200 Plätze gegeben. Doch das reiche nicht mehr.

Investitionen müssen sich rentieren

Reisberger gibt als oberstes Ziel „die Stabilisierung des bestehenden Geschäftes“ aus. Das bedeutet, Infrastruktur und Angebot müssen zueinander passen. Ein möglicher Ausbau muss mit den aktuellen Besucherzahlen gestemmt werden. Einer Diskussion über eine mögliche Verlängerung des Liftes bis hoch zum Oedbergkogel auf rund 1.150 Metern möchte er vorweggreifen.“Das ist alles reine Zukunftsmusik.“

Bisher wird das Wasser zu den Schneekanonen am Oedberg hochgepumpt

Man lasse zwar gerade eine Studie bei einer österreichischen Fachfirma erstellen, die auch die Erweiterung des Spitzingsees geplant hatte. Diese soll die unterschiedlichen Varianten durchspielen, die infrage kommen könnten. Dabei reichen die möglichen Alternativen, je nach Zweck und Geldbeutel, von einer einfachen Verlängerung des bestehenden Schleppliftes für rund eine halbe Million Euro bis zu einer sogenannten Kombibahn für Ski- und Rodelfahrer, die mindestens 6,5 Millionen Euro kosten würde.

Viel Geld, und so ist für Reisberger laut eigener Aussage das Wichtigste, dass sich so eine Investition auch rentiert: „Reiche Spender haben wir zumindest nicht. So was muss also aus dem bestehenden Betrieb bezahlt werden.“

Zuerst gehe es aber darum, das gut laufende Kinderland auszubauen, um so die Zielgruppe optimal bedienen zu können. Dann werde man zu gegebener Zeit den gesamten Masterplan mit den Plänen für den Speichersee und Varianten für eine Erweiterung der Liftanlagen in der Gemeinde öffentlich präsentieren. „Zuerst müssen wir aber genau wissen, was wir wollen“, so Reisberger. Und das könne eben noch einige Zeit dauern.


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