Ohne Ausgleich kein Betrieb

Die Wiederaufnahme des Betriebes am Steinbruch in Glashütte verzögert sich nun offenbar doch weiter nach hinten. Sah es im August noch so aus, als ob die Forstbetriebe im Rahmen der Vereinbarung schon bald wieder Gestein fördern dürfen, hat sich die Sachlage nun wieder geändert.

Durch die immer noch fehlende Genehmigung vom Landratsamt ist mit einer schnellen Lösung nicht zu rechnen. Dabei werden die Steine dringend benötigt.

Das Landratsamt will, dass Ausgleichsflächen für den Naturschutz entstehen
Das Landratsamt will, dass Ausgleichsflächen für den Naturschutz entstehen. So lange stehen die Arbeiten still

Der Streit um den Steinbruch in Glashütte schwelt schon lange. Anwohner hatten sich gegen die Förderung der Bayerischen Staatsforsten ausgesprochen. Vor allem die Belastung durch den Schwerlastverkehr, der Kies und Schotter aus dem Steinbruch mitten durch die bewohnten Gebiete transportiert, sorgte für Kritik.

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Kompromiss zwischen Forst und Bürgern

Am Ende reichten die Bewohner sogar eine Petition im Landtag ein, um den Betrieb zu stoppen. Ein vollständiges Ende erreichten sie zwar nicht, doch zumindest einen Teilerfolg konnten sie verbuchen. Denn die Staatsforsten stimmten einem Kompromissvorschlag zu.

Zum einen soll der zweite Lagerplatz am Ende des Forstweges geräumt werden. Zum anderen wird die Gesamtanzahl der Lkw-Fahrten im Jahr auf 450 beschränkt. Außerdem müssen die Staatsforsten noch geeignete Ausgleichsflächen nachweisen.

Ausgleichsflächen fehlen

Und genau daran hapert es derzeit noch, wie Pressesprecher Gerhard Brandl vom Landratsamt erklärt. Die Staatsforsten hätten es bisher nicht geschafft, der Behörde geeignete Flächen zu benennen. „Sonst wäre die Sache schon durch“, meint Brandl.

Erst wenn das erfolgt sei, könne man die Flächen entsprechend begutachten und das emissionsrechtliche Verfahren abschließen, weiß Brandl. Danach erst kann eine Genehmigung für die Wiederinbetriebnahme erteilt werden.

Zwar liegen noch Steine bereit, dürfen aber nicht abtransportiert werden
Zwar liegt beim Steinbruch noch Gestein bereit. Das darf aber nicht abtransportiert werden.

Bisher hatte man laut Forstbetriebsleiter Stefan Pratsch darauf gesetzt, dass mit der Pflanzung eines Schutzwaldes als Ausgleichsmaßnahme dem Natur- und Artenschutz Genüge getan sein würde. Dem machte das Landratsamt allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Dabei drängt die Zeit. Vor allem die Wasserbausteine werden in den Tal-Gemeinden dringend benötigt. Durch das Hochwasser im Juni sind viele Wege in den Wäldern stark beschädigt und bedürfen einer Sanierung. Hierfür ist auch Gesteinsmaterial aus dem Steinbruch in Glashütte vonnöten.

Das stünde dort zwar zum Abtransport bereit, dürfe aber nicht bewegt werden. Und daran wird sich, solange die Fragen rund um den Naturschutz nicht geklärt sind, auch nichts ändern.

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