Olaf weiß, wo Dein Haus steht! (nicht)

von Benno Kirschenhofer

Auf der jüngsten Bürgerversammlung hat der erste Mann im Markte, Olaf von Löwis, seine Bürger nicht nur mit den neuesten Zahlen und großem Dank für ihr Engagement bedacht, sondern auch eine dringende Bitte geäußert, mit der so niemand gerechnet hätte.

Holzkirchen wächst – das haben wir nicht nur in der jüngsten Bürgerversammlung gehört, sondern nehmen es mit eigenen Augen wahr, wenn wir unserem Tagesgeschäft in der Marktgemeinde nachgehen. Hier, wo vor kurzem noch eine alte Hütte war, stehen nun Drei- oder Fünfspänner, dort, wo eine Wiese war, wird eine Siedlung erschlossen und langsam wird es bestimmt auch immer schwieriger, für die vielen Straßen neue Namen zu erfinden.

Der Fundus an sinnstiftenden Heimatdichtern, Alpenblumen oder Wilderern scheint aber noch nicht erschöpft zu sein. Straßennamen beschließt der Gemeinderat, die Hausnummern sind jedoch Sache der jeweiligen Eigentümer und das würde, so der Bürgermeister, zunehmend lax gehandhabt:

Ich kenn mich ja nun einigermaßen aus in Holzkirchen, aber wenn ich manchmal zu Gratulationen oder sonstigen Besuchen unterwegs bin, weiß ich oft trotz richtiger Adresse nicht, wo ich nun läuten soll.

Sagt es – und hält unter dem Schmunzeln des Publikums eine blaue Hausnummer in die Höhe.

Freilich sind so analoge Gadgets wie Emaille-Hausnummern in Zeiten von Google Maps oft obsolet geworden, dennoch können vorschriftsgemäß – oder zumindest halbwegs vorschriftsgemäß – angebrachte Hausnummern lebenswichtig sein.

Nein, nicht, damit sich unser Bürgermeister beim Gratulieren nicht verirrt – es handelt sich vielmehr um ein dringendes Ansinnen der örtlichen Rettungskräfte, die dann eben auch nicht mehr genau wissen, in welchem Haus es gerade um Leben und Tod geht.

Also, ran an die Nummern. Am besten in weiß auf blau, wie es die Hausnummernsatzung der Marktgemeinde empfiehlt:


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