Tegernsee: Bauherr hinterlegt 10.000 Euro Ablöse für Parkplätze
Parken vor der Haustür schwer gemacht

von Christopher Horn

Im März krachte während der Bauarbeiten am ehemaligen Bayerischen Hof ein Baukran auf das Gebäude. Die Arbeiten in der Münchner Straße 20 mussten unterbrochen werden. Doch die Spuren des Unfalls sind mittlerweile beseitigt. Die elf Luxuswohnungen sollen in Kürze bezugsfertig sein.

Damit die zukünftigen Bewohner dort auch parken können, entsteht unter anderem eine Tiefgarage im Hang. Nun hat sich aber eine neue Situation ergeben.

In der Münchner Straße 20 entstehen Luxuswohnungen ‒ die Parksituation ist kompliziert
In der Münchner Straße 20 entstehen Luxuswohnungen. Doch die Parksituation ist kompliziert.

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Zuletzt befasste sich der Tegernseer Bauausschuss mit der Parksituation auf dem Areal und mit der Frage, ob denn eigentlich genügend Stellplätze vorhanden sind. Denn nachdem eine Wohnung in der Münchner Straße 20 geteilt wird, werden nun weitere Parkplätze erforderlich, wie Bettina Koch vom Tegernseer Bauamt am vergangenen Montag im Tegernseer Bauausschuss erläuterte.

Diese seien zwar grundsätzlich auf dem Grundstück ausweisbar, aber dann nur über den benachbarten Michael-Dengg-Weg zu erreichen. Das Problem: Der kleine Weg ist eine Art Privatstraße und nur mit Erlaubnis der dortigen Anlieger befahrbar. „Der Antragsteller befindet sich derzeit in Gesprächen mit den Anrainern, um eine Lösung zu finden“, so Koch weiter.

Grundstück gegenüber als Lösung

Sollten die Gespräche in der nächsten Zeit zu keiner Einigung führen, hat der Bauträger allerdings schon eine andere Lösung parat. „Es wurden auf dem gegenüberliegenden Grundstück Parkplätze angemietet, die nicht zu den erforderlichen Stellplätzen zählen“, so Bürgermeister Peter Janssen. Die dortige Fläche habe der Freistaat Bayern bis ins Jahr 2029 an die Stadt Tegernsee verpachtet.

Zwei davon will der Bauherr von der Stadt ablösen. 5.000 Euro pro Stellplatz werden dafür fällig. Momentan herrsche daher ein Überangebot an Plätzen, so Janssen weiter. Einigt sich der Wohnungseigentümer mit den Anwohnern des Michael-Dengg-Weg, bekommt er die hinterlegten 10.000 Euro zurück. Mit einer Gegenstimme sprach sich der Bauausschuss schließlich für diese Lösung aus.

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