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Tegernsee installiert Schranke an der Point

Falschparker müssen draußen bleiben

Von Christopher Horn

Aktualisierung vom 07. April / 11:20 Uhr
Die Point gilt als beliebtes Badeziel. Der angrenzende Parkplatz ist deshalb im Sommer meist überfüllt. Im November hat der Stadtrat Tegernsee entschieden, die angrenzende Wiese in den Sommermonaten als Parkfläche freizugeben.

In der übrigen Zeit soll die Wiese zukünftig mit einer Schranke abgesperrt werden. Der bisherige Pfosten wurde meist umfahren.

Ab soll eine Schranke
In Kürze soll eine Schranke das Wildparken an der Point verhindern.

Eine hitzige Diskussion löste im November das Thema Parken an der Point aus. Klar war allen, dass der Parkplatz im Sommer regelmäßig überfüllt ist, da zu viele Leute mit dem Auto zum Baden fahren. Deshalb wurde überlegt, die angrenzende Wiese als weitere Parkmöglichkeit freizugeben.

Da die Wiese im Winter als Schneelagerungsfläche genutzt wird, bezweifelten viele Stadträte, dass sie der Zusatzbelastung von parkenden Autos standhalten würde. Am Ende konnte man sich jedoch einigen, die Wiese im Sommer für zwei Monate als Parkfläche zu verwenden.

Offen ist nur im Sommer

In der restlichen Zeit sollte die Wiese aber abgesperrt bleiben, so dass keine Autos mehr auf den Überfahrtsweg fahren können. Bisher war dort nur ein Mittelpfosten angebracht, der aber regelmäßig unerlaubterweise entfernt wurde. „Leider wurde der Überfahrtsweg oftmals entgegen der Sperrung befahren“, erklärte Bürgermeister Peter Janssen bei der gestrigen Stadtratssitzung.

Deshalb kommt jetzt eine Schranke vor die Wiese. Damit wurde die Firma Bremiker beauftragt. Die Schrankenanlage kostet mit Dauerkartenlesegerät 6.386,50 Euro. So ist die Wiese zukünftig vor Falschparkern geschützt und kann trotzdem in der Sommersaison für Badegäste zur Verfügung gestellt werden.

Ursprünglicher Artikel vom 06. November 2013 mit der Überschrift „Point: Wiese wird im Sommer zum Parkplatz“

Gerade zur Hochsaison im Sommer ist die Point in Tegernsee ein beliebter Badeort für Einheimische und Touristen. Da die meisten Besucher mit dem Auto zum Baden fahren, ist der dortige Parkplatz schnell überfüllt.

Daher gibt es im Tegernseer Rathaus seit Längerem Überlegungen, eine dem Parkplatz angrenzende Wiese ebenfalls fürs Parken freizugeben. Im Stadtrat wurde darüber gestern hitzig diskutiert.

Bislang dürfen die Autos an der Point nur im vorderen Bereich parken
Bislang dürfen die Autos an der Point nur im vorderen Bereich parken

„Die Badegäste, aber auch die Autofahrer leiden an der Überlastung und den chaotischen Verhältnissen rund um den Parkplatz“, so Bürgermeister Peter Janssen gestern Abend im Tegernseer Stadtrat. Das Gremium diskutiere daher schon seit längerer Zeit über eine mögliche Erweiterung des Parkplatzes.

Stadtrat lehnte bisher ab

„Das Thema geht zwischen Stadtrat und Bauausschuss immer wieder hin und her“, so Janssen bereits vor einigen Monaten. Die Nutzung als Parkplatz ist ohne Weiteres möglich, da direkt an den Parkplatz eine freie Wiese angrenzt, deren Zufahrt bislang jedoch durch einen Pfosten versperrt wird.

Bisher habe der Stadtrat die zusätzliche Parkmöglichkeit jedoch immer abgelehnt, erklärte der Bürgermeister weiter. Derzeit wird die Wiese im Frühjahr lediglich als Schneeablagerungsfläche genutzt. Da das Thema Parkplatznot allerdings weiter akut bleibt, wagte man gestern Abend nun einen neuen Anlauf.

Vorbehalte gegen das Projekt

Schon vor rund zwei Wochen hätte man das Thema behandelt und die Idee eingebracht, besagte Grünfläche wenigstens zur Hauptbadesaison im Juli und August für Autos freizugeben, erklärte Janssen auf der gestrigen Sitzung. Doch einige Stadträte hegten weiterhin Vorbehalte gegen die geplante Nutzung.

„Ich bin strikt dagegen. Die Point ist eigentlich ein Landschaftsschutzgebiet, und die Grünflächen werden vom vorhandenen Parkplatz eh immer mehr aufgefressen“, betonte Norbert Schußmann (CSU) gestern im Stadtrat. Und auch seine Ratskollegin Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) schloss sich dieser Meinung mit den Worten an, dass die Point dann noch größere Menschenmassen nicht verkraften werde.

Darüber hinaus wurden auch die Auswirkungen für die Wiese kritisch hinterfragt. Durch die Nutzung als Schneelagerfläche im Frühjahr könne sich die Wiese aus Sicht einiger Stadträte nicht erholen, wenn dort ab Juli für zwei Monate Autos parken dürfen. „Dann haben wir ein Dreckloch bis September“, so Schußmann weiter.

„Temporäres Parken kein Problem“

Nichtsdestotrotz konnten die meisten Stadträte die Vorbehalte gegen eine Erweiterung nicht so ganz nachvollziehen. „Acht Wochen Parken halte ich dort für vertretbar. Es geht dabei ja vor allem um die Wochenenden“, so Michael Bourjeau (Freie Wähler). Und auch Bürgermeister Janssen sah „kein Problem für temporäres Parken“.

Auf dieser Wiese könnten künftig im Juli und August auch Autos parken
Diese Wiese soll im Juli und August nun auch als Parkfläche genutzt werden

Einig waren sich alle darin, dass es auf jeden Fall bei einer Lösung für zwei Monate bleibe. Man müsse sicherstellen, dass die Wiese außerhalb der ausgewiesenen Zeiten nicht als Parkplatz genutzt werde. „Da gehört eine Schranke hin, damit sich die Autofahrer auch wirklich daran halten“, forderte Schußmann.

Da es sich bei der Zufahrt zur Wiese um einen Rettungsweg handelt, plädierten einige Stadträte zudem dafür, Fahrzeuge, die entlang des Weges parken, kostenpflichtig abschleppen zu lassen. Am Ende sprach sich eine Mehrheit von zwei Drittel der Stimmen dafür aus, die Wiese zur Hauptsaison im Juli und August als Parkfläche zu nutzen.

Zudem soll ein weiterer Parkscheinautomat angeschafft werden. Die Möglichkeit, die Zufahrt zur Wiese mit einer Schranke zu versehen, will die Tegernseer Verwaltung zeitnah prüfen.

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